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Pokalspiel-Gewinner im Einsatz

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Gedern/Oberau/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost geht es jetzt in die heiße Endphase der Saison. So richtig heiß wird es in den nächsten sechs Wochen dann aber gar nicht werden, da sowohl im Meisterschaftsrennen als auch im Abstiegskampf viele Vorentscheidungen bereits gefallen sind. Keiner zweifelt wohl ernsthaft daran, dass sich Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt schon im laufenden Monat Mai die Meisterkrone aufsetzen wird.

Die Wochenendpunkte fährt der Ligaprimus kampflos ein. Gegner VfB Oberndorf gibt die Partie wegen Personalmangel kampflos ab. Eingeläutet wurde der Spieltag schon am gestrigen Freitagabend mit dem Heimspiel des VfB Offenbach gegen die SG Marköbel. Auf dieses Spiel wird man vor allem im Lager des FC Alemannia Gedern ganz genau hingeschaut haben. Der FCA selbst muss an diesem zweiten Mai-Sonntag (alle Spiele 15.30 Uhr) reisen und tritt beim Tabellenfünften Klein-Krotzenburg an. Die beiden anderen Büdinger Kreisvertreter genießen Heimrecht. Die Sportfreunde Oberau haben im Kellerduell den FSV Bad Orb zu Gast und Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda hofft in der Partie gegen den SVG Steinheim auf einen Punkt.

FC Germania Klein-Krotzenburg - FC Alemannia Gedern (Sonntag, 15.30 Uhr). Das erste Saisonziel - nämlich den neuerlichen Einzug in das Büdinger Kreispokalfinale - hat der FCA in der Woche schon einmal eingetütet. Der 2:0-Halbfinalerfolg beim Kreisoberliga-Spitzenreiter SV Ranstadt war aus Sicht von FCA-Spielertrainer Jannik Jung am Ende verdient. »Es war der erwartet schwere Pokalfight, den wir in der zweiten Halbzeit gut angenommen haben«, blickte Jung noch einmal auf den letzten Mittwoch zurück. Ungern blickt der FCA-Coach auf das Hinspiel gegen den morgigen Ligagegner zurück. Nach einer völlig unnötigen 1:2-Niederlage war er damals ziemlich schlecht gelaunt. Am Sonntag besteht die Möglichkeit, den Spieß umzudrehen. Ein Unterfangen, das allerdings nicht ganz einfach wird in die Tat umzusetzen. »Gerade in der Offensive ist beim Gegner eine hohe individuelle Klasse vorhanden. Da bieten sie mit das Beste in dieser Liga auf und eben auch Spieler, die ein Spiel alleine entscheiden können.« Vorne hui, doch hinten pfui, so kann man Stärken und Schwächen des Gegners aus dem Fußballkreis Offenbach ganz gut umschreiben. 67 Gegentore, das ist dann doch schon eine Menge Holz und nährt beim FCA die Hoffnung, dass man etwas mit nach Hause nehmen kann. Die Spiele der letzten Wochen haben gezeigt, dass die Schwarz-Gelben gerade in puncto Stabilität deutlich zugelegt haben. »Dieses stabile Auftreten ist aktuell unser Faustpfand und darauf werden wir auch am Sonntag erst einmal bauen«, teilte Jung mit. Und wenn es nach vorne nur halb so gut läuft wie am letzten Sonntag gegen den VfB Offenbach (6:1), dann könnte in Klein-Krotzenburg tatsächlich etwas gehen. Der Stamm hat sich in den letzten Wochen gefunden und große Veränderungen in der Anfangsformation gehören längst der Vergangenheit an. Gianluca Kraus (Leistenprobleme) musste am Mittwoch vorzeitig vom Platz. Jung hofft, dass der Youngster morgen Nachmittag wieder zur Verfügung stehen wird. Julius Öchler wird auf jeden Fall wieder zum Kader gehören, bei Leon Grüning war sich Jung da noch nicht so sicher. Weiter fehlen wird Lukas Reichert.

Sportfreunde Oberau - FSV Bad Orb (Sonntag, 15.30 Uhr). Nach zuvor drei Niederlagen in Folge war der 7:0-Kantersieg am Mittwochabend im Kreispokal-Halbfinale gegen den Kreisoberligisten SV Phönix Düdelsheim für die Sportfreunde natürlich Balsam auf die Wunden. Dass die Grün-Weißen so locker in das Finale einziehen würden, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. »Es ist gerade in der Anfangsphase alles für uns gelaufen. Es hat alles gepasst und die Jungs haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt«, ließ Oberaus Interimscoach Kevin Kuhl das Pokalspiel noch einmal Revue passieren. Die Umstellung, wieder einmal mit zwei Spitzen zu beginnen, sie ist dann auch voll aufgegangen. Die beiden Stürmer (Amore und Schubert) waren neben Paul Kipper (fünf Torbeteiligungen) die auffälligsten Spieler in Reihen der Sportfreunde. Auch wenn sich der Abstieg aus der Gruppenliga (wohl) nicht mehr verhindern lässt, die Oberauer Mannschaft lebt noch und hat jetzt natürlich ein ganz großes Ziel, das lautet: neuerlicher Gewinn des Büdinger Kreispokals. Der zweite Finaleinzug in Folge bietet dann natürlich auch den Vorteil, dass die Spannung bis Ende Mai auf jeden Fall hochgehalten wird. Interimscoach Kevin Kuhl kommt dieser positive Nebeneffekt dann natürlich auch nicht ungelegen, macht er die Trainingsarbeit dann doch ein wenig einfacher. »Der Auftritt am Mittwoch sollte uns Mut geben und zuversichtlich stimmen. Am Sonntag wollen wir auf jeden Fall gewinnen«, hat Kuhl einen Dreier fest eingeplant. Kuhl warnt aber vor dem torgefährlichen Mirza Becirovic und weiß, dass die Kurstädter im Abwehrbereich einige erfahrene Spieler in ihren Reihen haben. Nicolas Schubert (privat verhindert) steht nicht zur Verfügung und auch hinter dem Einsatz von Sturmpartner Stefano Amore (Verdacht auf Zehbruch) steht noch ein Fragezeichen.

SC Viktoria Nidda - SVG Steinheim (Sonntag, 15.30 Uhr). Nach dem Mittwochspiel zu Hause gegen den FC 03 Gelnhausen (1:3) genießt die Viktoria gegen den Offenbacher Kreisvertreter erneut Heimrecht. Nach der klaren Auswärtsniederlage in Dörnigheim ist es dem Tabellenschlusslicht in der Woche nicht gelungen, die Scharte wieder auszumerzen. Wahrlich nicht zum ersten Mal gaben die Viktorianer nach einer Führung in der Schlussphase noch das Spiel aus der Hand. »Dieses Problem zieht sich wie ein roter Faden durch diese Saison. Ab Mitte der zweiten Halbzeit fehlt uns dann oftmals die Power«, wies auch Viktoria-Spielertrainer Christoph Pilch auf ein nicht abzustellendes Manko hin und wünscht sich für den kommenden Sonntag daher vor allem eines: »Dass es uns gelingt diesmal auch in der zweiten Halbzeit das bestmöglichste für uns herauszuholen«. Auf die Stimmung drücken solche Niederlagen nicht. Pilch spricht vielmehr von einem »guten Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft« und hofft, dass sich das morgen Nachmittag auch wieder einmal auf dem Platz auszahlen wird. So ganz aus dem Schneider sind die Gäste aus Steinheim im Abstiegskampf noch nicht, haben mit dem klaren Heimsieg gegen den VfB Oberndorf (4:1) in der Woche jedoch einen nächsten Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Länger verzichten müssen die Viktorianer auf Keeper Andre Schmid, der sich in Dörnigheim einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat. Da passt es ganz gut, dass der wiedergenesene Gheorge Popa am Sonntag wieder zur Verfügung stehen

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