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Phönix-Konzept trägt Früchte

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Robin Sommer (links) und Top-Torjäger Marvin Schneider freuen sich über einen Düdelsheimer Treffer. ARCHIVFOTO: SEZ © Red

Offensivstarke Düdelsheimer belegen Kreisoberliga-Platz sieben und stehen im Pokalhalbfinale.

Düdelsheim (fsr). In der Philosophie des Fußball-Kreisoberligisten SV Phönix Düdelsheim spielt die Identifikation mit dem Verein eine große Rolle. Der Traditionsclub aus dem größten Büdinger Stadtteil setzt vornehmlich auf Eigengewächse und beschäftigt dazu mit Andreas Sommer noch einen im Verein großgewordenen Trainer. Das Konzept trägt Früchte. Nach dem Wiederaufstieg im Jahr 2020 ist der SVP drauf und dran, sich in der vorderen Tabellenhälfte der Kreisoberliga Büdingen zu etablieren.

Fußballerisch verstecken muss sich der Tabellensiebte in seiner Spielklasse gewiss nicht. Die Offensive, angeführt von Liga-Torschützenkönig Marvin Schneider (bislang 17 Treffer) zählt zu den besten der Liga. Mit den 24 erreichten Punkten sind die Verantwortlichen des Vereins zufrieden, erkennen aber noch Luft nach oben. »Besser abschneiden geht immer«, sagen Trainer Sommer und der Sportliche Leiter Daniel Dietrich unisono. Die Ausbeute von 24 Punkten gilt es nun zu verbessern. Gelingt dies, wird wahrscheinlich auch einer der vorderen Tabellenplätze am Ende herausspringen. »Ganz nach vorne schauen wir nicht«, meint Dietrich, wohlwissend, dass neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter KSV Eschenrod schon eine Hausnummer sind. »Wir wollen auch nicht überheblich sein«, ergänzt Andreas Sommer. Unter dem Strich sei das bisher Erreichte in Ordnung, meint der Trainer. Unnötige Punktverluste haben ihn zwar geärgert, »doch in der Kreisoberliga kann auch jeder jeden schlagen«, so Sommer.

Pokalhalbfinale gegen Oberau

Der Übungsleiter spricht von Lernprozessen, will noch ein paar Prozentpunkte mehr Leistungsfähigkeit aus seinem Team herauskitzeln. »Wir wollen einfach konstanter werden«, erläutert Daniel Dietrich. Wenn der Sportliche Leiter von anderen Vereinsvertretern gesagt bekommt, dass seine Düdelsheimer als Wundertüte der Liga nur schwer einzuschätzen sind, muss er schmunzeln. Positiv aus Phönix Sicht: In den Duellen gegen die stark eingeschätzten Konkurrenten KSV Eschenrod (3:3) und VfR Wenings (6:5-Sieg) überzeugte die Sommer-Elf mit Offensivgeist und bot den favorisierten Teams einen offenen Schlagabtausch. Generell bevorzugt die Truppe des SVP den Vorwärtsgang. Mit 37 erzielten Treffern stellen die Düdelsheimer den bislang drittstärksten Sturm.

Für Furore sorgte der Kreisoberligist auch im Kreispokal. Die Düdelsheimer stehen als Halbfinalist fest und zogen mit dem Gruppenligisten Sportfreunde Oberau ein Traumlos. Anfang Mai geht es auf dem Düdelsheimer Sportplatz an der Markstraße im Derby um den Einzug ins Finale. »Das ist sicherlich ein Highlight, auf das die Mannschaft hinfiebert«, erzählt Daniel Dietrich. Andreas Sommer mag die Bedeutung dieses Spiels nicht allzu hochhängen. »Oberau wird als Gruppenligist der Favorit sein und außerdem ist bis Mai ja auch noch ein bisschen hin.« Ein guter Start in die Rückrunde genießt für den Trainer ohnehin Vorrang. Eine hohe Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung stimmt die Verantwortlichen des SVP zuversichtlich, dass ihre Mannschaft auch ab März in der Liga Akzente setzen wird. Womöglich geht es in der Tabelle ja noch den einen oder anderen Platz nach oben. Der aktuelle Rangvierte SV Seemental weist schließlich gerade mal zwei Zähler mehr auf.

Balik wechselt nach Großenhausen

Verzichten müssen die Gelb-Schwarzen ab sofort auf Kevin Balik, der sich in der Winterpause dem abstiegsbedrohten Gelnhäuser Kreisoberligisten FSV Großenhausen angeschlossen hat.

Die Neuzugänge scheinen auf den ersten Blick Verstärkungen für das B-Team zu sein. Insgesamt fünf neue Spieler verbreitern auf jeden Fall den Gesamtkader. »Vielleicht empfiehlt sich ja der eine oder andere auch für Einsätze in der Ersten«, meint Daniel Dietrich mit Blick auf die neuen Spieler Ali Güngör (SV Ranstadt), Marc Preusser (FSV Heegheim/Rodenbach), Felix Genge (SG Usenborn/Bergheim), Terry Williams (Germania Rothenbergen) und Louis Scholz (VfR Hainchen).

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