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Philipp Ahne überrascht

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Philipp Ahne © Sascha Arndt

Nidda (ars). Philip Ahne hat sich beim dritten Durchgang der Jügesheimer Winterlaufserie selbst überrascht. Der 23-jährige Sportler aus Nidda, der für den SSC Hanau-Rodenbach startet, absolvierte die zehn Kilometer in der persönlichen Bestzeit von 33:58 Minuten. Gleich eine Minute schneller als erwartet lief der »Schwerathlet«, der bei 1,80 Meter Körpergröße um die 85 Kilogramm wiegt - »aktuell eher etwas mehr, weil ich im Winter lediglich 30 bis 40 Kilometer pro Woche gelaufen bin und damit längst nicht so viel wie im Sommer«, so Ahne.

»Dafür habe ich am Tag vor dem Wettkampf noch ordentlich Kraft trainiert, inklusive der Beine, denn es sollte in Jügesheim nach längerer Wettkampfpause ja eigentlich nur eine Standortbestimmung sein.« Umso verblüffender nun die Steigerung auf den neuen Hausrekord, bei dem von müden Beinen nichts zu spüren war. Im Feld der laut Corona-Verordnung zugelassenen 250 Starter platzierte sich Philip Ahne auf Rang 16, nachdem er bei der Fünf-Kilometer-Marke gerade so unter den Top 30 gelegen hatte.

Die zurückhaltende Taktik mit 17:30 Minuten bei der Streckenhälfte machte sich dabei mehr als bezahlt. Als es auf den langen Geraden des Rodgauer Waldgebiets mit Rückenwind zurück zum Ziel im Jügesheimer Stadion ging, konnte Ahne aus dem Vollen schöpfen. Platz um Platz arbeitete er sich nach vorne, erhöhte sein Tempo auf 18 Stundenkilometer, was 3:20 Minuten pro Kilometer entspricht. »Das hat sich wirklich gut angeführt, obwohl die Wege nicht asphaltiert und etwas uneben waren.« Keine Frage also, dass der schnelle Läufer aus Nidda auf einem reinen Asphaltkurs oder bei einem Stadtlauf nochmals eine Schippe drauflegen kann.

Ob es dazu kommt, ist aktuell nicht sicher, denn Philip Ahne befindet sich beruflich im Umbruch, rechnet in den kommenden Wochen mit seiner Versetzung in den Großraum Köln-Bonn. Verlass ist indes darauf, dass er auch weiterhin mit Überraschungen aufwarten wird, »denn fit halte ich mich auf jeden Fall«. So wie in den Vorjahren, als er auf den Strecken von 400 Meter (Bestzeit 52,86 Sekunden) bis hin zum Halbmarathonlauf in 1:17:45 Stunden fast die gesamte Palette der Laufdisziplinen abdeckte.

In Jügesheim ebenfalls am Start war Markus Riedl (LLT Wallernhausen) auf Rang vier der Senioren M55 mit 43:24 Minuten. FOTO: ARS

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