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Peuker übernimmt TV Kefenrod

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Klaus Peuker übernimmt in der kommenden Saison den TV Kefenrod. FOTO;: TFR © Torben Frieborg

Trainer Sebastian Reutzel hört nach dieser Runde auf.

Kefenrod (fsr). Beim abstiegsbedrohten Fußball-Kreisoberligisten TV Kefenrod steht am Saisonende ein Trainerwechsel an. Der bisherige Coach Sebastian Reutzel lehnte aus persönlichen Gründen eine Verlängerung seines Vertrags ab. Seine Nachfolge klärte der TVK rasch mit einer bereits bewährten Lösung. So wird Klaus Peuker in der Spielzeit 2023/24 bei den Gelb-Schwarzen wieder verantwortlich an der Seitenlinie stehen.

Peuker betreute das Team bereits in der Rückserie der vergangenen Spielzeit, als Sebastian Reutzel in Folge eines schweren Verkehrsunfalls pausieren musste. »Nachdem Sebastian gesagt hat, dass er im Sommer aufhören möchte, war es unsere erste und einzige Option, das Gespräch mit Klaus zu suchen«, berichtete TVK-Vorsitzender Manfred Sinner. Und der 49-jährige C-Lizenzinhaber sagte nach ein paar Tagen Bedenkzeit zu. »Mir hat vor einem Jahr die halbe Saison mit der Mannschaft großen Spaß gemacht«, erzählt Peuker, für den die Übernahme des Traineramtes bei seinem Heimatverein, für den er jahrelang in der Kreisoberliga selbst die Fußballschuhe geschnürt hat, natürlich auch eine Herzensangelegenheit ist.

Klaus Peuker hat den 08ern ligaunabhängig zugesagt und wird nach dem Ende der laufenden Runde seine Position als B-Juniorentrainer der JSG Obere Nidder/Birstein abgeben, um sich voll und ganz auf seine neue (alte) Aufgabe zu konzentrieren.

Am liebsten würde Peuker im Juli einen Kreisoberligisten übernehmen, doch der Klassenerhalt des Traditionsvereins hängt am seidenen Faden. Aktuell sind die Kefenröder Drittletzter, müssten nach aktuellem Stand in die Relegation mit dem A-Liga-Dritten. Von hinten drückt jedoch auch der SV Seemental. »Im Abstiegskampf geht es in dieser Saison wieder sehr eng zu. Der direkte Klassenerhalt ist ebenso möglich wie der direkte Abstieg. Der Relegationsplatz sollte für uns das Mindestziel sein«, schätzt Peuker die Lage ein. Der erfahrene Fußballer weiß freilich auch, dass in den verbleibenden Wochen der laufenden Saison viele Faktoren wie beispielsweise verletzungsbedingte Ausfälle bei den Abstiegskandidaten eine entscheidende Rolle spielen können. »Ich schaue mir alles aus der Ferne an und drücke dem Team die Daumen«, so Peuker.

Mittelfristig soll sich der TV Kefenrod in sicheren Gefilden der Kreisoberliga Büdingen etablieren - so ist zumindest die Wunschvorstellung des künftigen Trainers, der sich bereits mit der Personalplanung der kommenden Saison beschäftigt und auch den einen oder anderen potenziellen Neuzugang für Gespräche auf seinem Zettel stehen hat.

Ziel: Abschied mit dem Klassenerhalt

Sebastian Reutzel möchte indes alles daransetzen, um mit dem Klassenerhalt im Sommer einen schönen Abschied in Kefenrod zu haben. Der 36-jährige Übungsleiter genießt, das zweifeln weder Manfred Sinner noch Klaus Peuker an, innerhalb der Mannschaft und des Verein weiterhin große Wertschätzung und somit auch großes Vertrauen für die Mission Klassenerhalt. »Meine Motivation für die Restrunde ist weiterhin hoch, ich möchte keinesfalls einen Abstieg in meiner Vita stehen haben«, sagt Reutzel. Ab Sommer möchte er aus persönlichen Gründen jedoch erst einmal fußballerisch kürzertreten und keinen Verein hauptverantwortlich trainieren. Eine Rolle als Co-Trainer in einer höheren Liga könnte sich der lizenzierte Coach noch am ehesten vorstellen.

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