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Pausen-Hypothek zu hoch

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Region (mr). Der TV 05/07 Hüttenberg hat den Schwung und Biss aus dem Pokal-Krimi gegen ThSV Eisenach nicht mit in die Handball-Zweitliga-Saisonpremiere gegen die HSG Nordhorn-Lingen mitnehmen können und verliert vor fast 1000 Zuschauern in eigener Halle mit 25:29 (8:14).

TV Hüttenberg - HSG Nordhorn-Lingen 25:29 (8:14). So freute sich Trainer Johannes Wohlrab nach Spielende zwar über die Fanunterstützung, musste aber auch einen verdienten Sieg der Gäste resümieren.

»Wir sprechen immer wieder von Demut. Heute hat man gesehen, warum«, führteWohlrab an, »wir waren nicht clever genug, nicht in der Lage das Spiel zu drehen. Wenn ich in die Statistik schaue - 19 Fehlwürfe, 12 technische Fehler. Damit kann man in der 2. Liga kein Spiel gewinnen. Da fehlt uns der erfahrene Spieler, der das Heft in die Hand nimmt und weiß, was zu tun ist.«

In den ersten fünf Minuten schon scheiterten Ian Weber und Kapitän Jannik Hofmann mit zwei Siebenmetern an Torhüter-Routinier Björn Buhrmester. So dauerte es bis zur fünften Minute, ehe Jannik Hofmann im Nachwurf des gehaltenen Siebenmeters das erste Tor zum 1:2 gelang. Danach setzten sich die Gäste allerdings leicht ab, ehe bereits in der 20. Minute Neuzugang Paul Kompenhans mit einem Treffer ins in Unterzahl verwaiste Tor zum 6:7 eine der wenigen Chancen auf eine Wende herbeiführte. Doch die Nordhorner Mannschaft von Trainer Daniel Kubes ließ sich auch von der frühen roten Karte nach drei Zeitstrafen gegen den Abwehrspezialisten Nebojsa Simovic - es sollten noch zwei weitere gegen den Ex-Hüttenberger Markus Stegefelt sowie kurz vor Ende noch gegen Georg Pöhle folgen - nicht aus der Spur werfen.

Routiniert und abgezockt im Angriff, körperlich und kompakt in der Deckung mit einem gut aufgelegten Bart Ravensbergen dahinter, bestrafte Nordhorn jeden Hüttenberger Fehler und legte einen 5:0-Lauf als Antwort hin, so dass das 12:6 durch Tarek Marschall vier Minuten vor dem Seitenwechsel schon das Spiel in eine deutliche Richtung lenkte.

Ein 3:0-Lauf durch Philipp Schwarz, Ian Weber und Kreisläufer Vit Reichl zum 14:17 in der 40. Minute ließ noch einmal kurz Hoffnung aufkommen.

Die Gäste zeigten aber eindrucksvoll, warum sie ein Aufstiegsanwärter sind und zogen schnell wieder zum 23:17 durch erneut Marschall (47.) davon. Wohlrab versuchte mit einer offensiven 3:3-Deckung sowie dem siebten Feldspieler noch einmal alles. Näher als zum 25:28 in der Schlussminute durch einen Doppelschlag von Moritz Zörb ließ Nordhorn-Lingen die Hausherren aber nicht mehr herankommen.

Hüttenberg: Grazioli, Plaue; Schwarz (4), Kirschner (4), Opitz, Theiß (3), Fujita, Weber (6), Zörb (3), Reichl (2), Hofmann (1), Klein, Kompenhans (2), Schreiber, Ribeiro, Kuntscher. Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur). - Siebenmeter: 3/0:1/1 - Zeitstrafen: 6:16 Minuten. - Disqualifikation: (Simovic 25. / 3x2, Stegefelt 39., Pöhle 58. / 3x2 alle HSG). - Zuschauer: 930.

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