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Packender Endspurt um Platz sechs

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Gibt alles im Rennen um Platz sechs: Hannah Niebergall (gelbes Trikot) von der HSG Gedern/Nidda. © Ralph Lehmberg

Drittliga-Frauen der HSG Gedern/Nidda spielen am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 II.

Gedern/Nidda (flo). Eigentlich hätte sich bei den Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda in dieser Woche alles um das anstehende Vier-Punkte-Spiel gedreht. Die Auswärtspartie beim 1. FSV Mainz 05 II am Samstagnachmittag (15 Uhr, Sporthalle Gymnasium Oberstadt) ist zweifelsfrei eine äußerst richtungsweisende im Kampf um den Klassenerhalt. Schließlich spielt der Achte gegen den Sechsten.

Seit Mittwochvormittag haben die Wetterauerinnen aber ganz andere Sorgen als den Drittliga-Abstiegskampf. Die Niddaer Gymnasiumhalle dient nun als Notunterkunft für Flüchtlinge des Ukraine-Kriegs. Wie man den Fokus trotz all der Fragezeichen auf die Begegnung in Mainz richten wolle? »Keine Ahnung«, gesteht Trainer Christian Breiler. »Wir müssen jetzt erst einmal ganz andere Dinge klären.«

Tabellensituation: Das Bild des Klassements ist derzeit noch schief. Die HSG hat nach 17 Spielen 16:18 Punkte gesammelt, ist somit Sechster. Der Rangfünfte TB Wülfrath (17:15 Punkte) hat erst 16 Partien absolviert. Der Siebte 1. FC Köln und der Achte 1. FSV Mainz 05 II, die beide 13:17 Zähler auf dem Konto haben, waren gar erst 15-mal im Einsatz. Auch die dahinter platzierten HSG Rodgau Nieder-Roden und HSG Kleenheim-Langgöns mit jeweils 10:22 Punkten und 16 ausgetragenen Begegnungen sind im Kampf um den direkten Klassenerhalt noch nicht gänzlich abzuschreiben. Obwohl all das die Aussagekraft der Tabelle begrenzt, deutet sich zumindest eines an: Es dürfte ein packender Endspurt um Platz sechs werden.

Restprogramm: Der überraschende 28:26-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TSG Eddersheim hat der HSG Gedern/Nidda neue Perspektiven im Abstiegskampf eröffnet. Damit das kein Strohfeuer bleibt, muss die Breiler-Truppe nun unbedingt nachlegen. In den nächsten drei Wochen treffen die Wetterauerinnen auf den Siebten Mainz 05 II (A), den Achten 1. FC Köln (H) und den Elften TuS Königsdorf (A). Mit vier bis sechs Punkten aus diesen drei Spielen würde die HSG eine realistische Chance aufrechterhalten, die Abstiegsrunde doch noch zu vermeiden. In den beiden weiteren ausstehenden Begegnungen bekommt es Gedern/Nidda dann mit Schwergewichten zu tun: Am 2. April ist der nach 16 Spielen immer noch verlustpunktfreie Spitzenreiter SG Mainz-Bretzenheim zu Gast, der Termin für das Heimspiel gegen die Bundesligareserve von Bayer 04 Leverkusen ist weiterhin offen. All das unter der Voraussetzung, eine Lösung hinsichtlich Spiel- und Trainingsstätte zu finden

Status Quo: »Jetzt hatten wir gerade mal gegen Eddersheim ein positives Erlebnis, dann bekommen wir wieder voll einen drauf«, hadert Breiler, dass seine Mannschaft in dieser Saison wahrlich nicht vom Glück verfolgt ist. Man wolle natürlich trotzdem versuchen, an die Leistung des vergangenen Heimspiels anzuknüpfen. »Aber das lässt sich nie eins zu eins übertragen. Jedes Spiel hat seine Geschichte.« Die personelle Situation ist unverändert.

Gegner: Die Mainzerinnen sind personell angeschlagen. Viele Spielerinnen fehlen verletzt, zudem befanden sich zuletzt mehrere 05erinnen in Quarantäne. Für den verbliebenen Rumpfkader war gegen Leverkusen II nichts auszurichten: Es setzte eine 13:25-Heimpleite. Zusätzlich könnte der HSG in die Karten spielen, dass für Mainz ein kräfteraubender Doppelspieltag ansteht. Heute Abend nämlich ist Königsdorf im Rheinhessischen zu Gast, morgen dann Gedern/Nidda. Zwei direkte und deshalb sehr bedeutsame Duelle binnen weniger als 24 Stunden. Klar ist nämlich: »Die zweite Mannschaft muss unbedingt den Klassenerhalt schaffen, sie ist unser solider Unterbau«, sagt die Sportliche Leiterin Eva Federhenn. Breiler sagt: »Wir wissen nicht, mit welcher Mannschaft Mainz antreten wird, da sie immer mal Spielerinnen aus dem Zweitliga-Team runterziehen.«

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