1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ortenbergs nächstes Kellerduell

Erstellt: Aktualisiert:

Kreis Büdingen (fsr). Am zweiten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Büdingen stehen einige Derbys im Blickpunkt. In den Partien FSG Altenstadt gegen SG Nieder-Mockstadt, SV Seemental gegen TV Kefenrod und natürlich auch im Vogelsberg-Derby zwischen Eschenrod und Schotten (siehe Spiel des Tages) können sich die Spieler und Anhänger über kurze Anreisewege freuen.

Im Tabellenkeller geht es zwischen den beiden Tabellenletzten Germania Ortenberg und der SG Hettersroth/Burgbracht in einem richtungsweisenden Spiel um wichtige Punkte.

SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen - SV Phönix Düdelsheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Bei der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen war die Erleichterung nach dem wichtigen 1:0-Sieg über Germania Ortenberg groß. »Anhand der Reaktionen sowohl auf als auch neben dem Platz nach dem späten Siegtreffer konnte man erkennen, wie wichtig diese drei Punkte zum Pflichtspielstart gewesen sind«, berichtet SG-Coach Simon Greco. Er und sein gleichberechtigter Trainerkollege Sebastian Hopp wollen gegen Phönix Düdelsheim nun mit der gleichen Herangehensweise ins Spiel gehen: Fokussiert, aber nicht verkrampft. Greco: »Auf die Tabelle schauen wir bewusst nicht, wir wollen jedes Wochenende Spaß am Fußball haben und dann sehen, wofür es gegen den jeweiligen Gegner reicht.« Unter der Woche habe sein Team zwei Mal mit über 16 Mann gut trainiert. »Kurzum, wir sind bereit, der jungen Phönix-Mannschaft aus Düdelsheim Paroli zu bieten«, so Greco abschließend.

SV Ranstadt - KSV Aulendiebach (Sonntag, 15.15 Uhr). Im Hinspiel feierte der SV Ranstadt einen haushohen 7:0-Erfolg in Aulendiebach. Nicht nur deshalb, sondern auch aufgrund der Tabellenkonstellation sind die Gastgeber in der Favoritenrolle. »Wir wollen nach dem gelungenen Saisonstart mit dem Sieg gegen die SG Nieder- Mockstadt/Stammheim die Punkte in Ranstadt behalten. Man sollte aber den Sieg in Aulendiebach nicht überbewerten, da unser Gegner an diesem Tag nicht in Bestbesetzung aufgelaufen ist«, erklärt SVR-Vereinschef Gerhard Herche. Ranstadts Spielertrainer Maciej Wolodczenko hat personell die Qual der Wahl, alle Spieler des Kaders stehen zur Verfügung.

FSG Altenstadt - SG Nieder-Mockstadt/Stammheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Derbystimmung wird an der Altenstädter Nachtweide beim Gastspiel der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim herrschen. »Wir planen die ersten drei Punkte ein«, geht FSG-Spielertrainer Timo Schneider forsch und optimistisch ins erste Match vor heimischem Publikum. Beim 0:0 in Kefenrod war Schneider vor allem mit der Defensivstruktur seines Teams zufrieden. Sein Team sei hoch motiviert, die Integration der Neuzugänge weiter vorangeschritten. »Auch die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim hat sich im Winter gut verstärkt«, sagt Schneider und geht von einem intensiven Spiel aus, in dem sich beide Teams nichts schenken werden. Tabellarisch befinden sich die FSG und die Florstädter Spielgemeinschaft auf Augenhöhe. Beide wollen sich im Tabellenmittelfeld festsetzen und schlussendlich ohne Abstiegsnöte über dem Strich bleiben.

SV Seemental - TV Kefenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Im Nachbarschaftsduell geht es für beide Teams um den ersten Sieg des Jahres. SVS-Spielertrainer Dominic Höhl bescheinigte seinem Team im Match bei der FSG Ober-Schmitten eine gute erste Hälfte. Auf Strecke verlor sein Team allerdings mit 1:2. »Jetzt wollen wir im ersten Heimspiel natürlich die ersten drei Punkte holen. Dafür müssen wir gegen einen guten und unbequemen Gegner aus Kefenrod allerdings über 90 Minuten überzeugen«, betont der Torwart. Er ist sicher: Der TV Kefenrod, der sich zum Auftakt von der FSG Altenstadt torlos trennte, wird seinem Team alles abverlangen. Laut Höhl sind im Kader der Seementaler im Vergleich zur Vorwoche keine großen Veränderungen zu erwarten.

VfB Höchst - FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf (Sonntag, 15.15 Uhr). Spielertrainer Christopher Knoblauch war mit dem Rückrundenstart seines VfB Höchst zufrieden. Mit einem klaren 5:1-Sieg bei der SG Hettersroth/Burgbracht untermauerten die Mannen aus dem Altenstädter Gemeindeteil ihre Ambitionen. »Wir wollen an die Leistung des ersten Rückrundenspieltags anknüpfen und wollen noch ein bisschen was drauflegen, denn unser Gegner gehört zu den spielerisch besten Teams der Liga und tritt mit guter Organisation auf.«

Gemeint ist die FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf. Die Elf um Spielertrainer Ferdijan Idic mischte in der Vorrunde lange Zeit ganz vorne mit. Im Herbst folgten viele Punktverluste, unter anderem die 1:3-Heimniederlage gegen Höchst. »Sie werden allein wegen des tief sitzenden Stachels sehr motiviert bei uns antreten«, glaubt Christopher Knoblauch. Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Seemental stärkte die FSG am vergangenen Sonntag das eigene Selbstvertrauen und verbesserte sich auf Rang fünf. »Das ist für beide Mannschaften ein Sechs-Punkte-Spiel«, meint VfB-Coach Knoblauch vor dem Verfolgerduell. Er hofft auf einen vollbesetzten Kader, befürchtet jedoch krankheitsbedingte Ausfälle.

Germania Ortenberg - SG Hettersroth/Burgbracht (Sonntag, 15.15 Uhr). Eine Woche nach der bitteren 0:1-Last-Minute-Niederlage bei der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen steht für die Germania aus Ortenberg das nächste Kellerduell an. Mit einem Heimsieg gegen die SG Hettersroth/Burgbracht könnte die Rote Laterne an den Gegner weitergereicht werden. »Natürlich müssen wir zugeben, dass uns die Niederlage am letzten Sonntag in Wolferborn getroffen hat. Wenn Du ein ausgeglichenes Spiel in der 90. Minute mit einem Traumtor verlierst, ist das nicht wirklich gut für die Moral. Dennoch werden wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiterhin alles versuchen, um die Klasse doch noch irgendwie zu halten«, erläutert Ortenbergs Spielausschuss-Vorsitzender Christian Funk. Die SG Hettersroth/Burgbracht startete mit einem 1:5 im Heimspiel gegen den Tabellendritten VfB Höchst ebenfalls ohne Punkte. Im Hinspiel behielt die Elf von Trainer Markus Sinner mit 4:1 gegen die Germania die Oberhand. »Wir haben aus diesem Spiel noch etwas gutzumachen, da haben wir ziemlich alt ausgesehen«, ergänzt Funk.

VfR Wenings - FSV Dauernheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Nach zwei knappen Niederlagen im Pokal gegen Gedern (0:1) und in der Liga in Schotten (1:2) sehnt sich der VfR Wenings nach dem ersten Erfolgserlebnis im Jahr 2022. Die ersten Zähler sollen nun im Heimspiel gegen den FSV Dauernheim eingefahren werden. Die Gäste kassierten am ersten Rückrundenspieltag eine 0:3-Niederlage in Düdelsheim und benötigen in den kommenden Wochen Punkte, um sich von den Abstiegsplätzen zu lösen. In der Vergangenheit stellte die Dietrich-Elf schon häufiger stärkeren Teams ein Bein. Dennoch scheint der VfR leicht favorisiert. Der am Saisonende ausscheidende Spielertrainer Adrian Ionescu kann wieder auf Radu Bumbar setzen. Ausfallen werden voraussichtlich Leonard Neagu und Luca Hof.

»Wir wollen am Sonntag natürlich positiver abschneiden als vergangene Woche in Schotten und die drei Punkte in Wenings behalten«, unterstreicht der VfR-Vorsitzende Stephan Wiegers die optimistischeren Aussichten.

Auch interessant