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OFC-Winterzugänge mit Luft nach oben

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Region (jm). Wenn sich Geschichte wiederholt, dann darf Fußball-Regionalligist Kickers Offenbach am Sonntag (14 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim II auf das erste Erfolgserlebnis seines neuen Stürmers Philipp Hosiner hoffen. Der Österreicher, den Trainer Sreto Ristic und Geschäftsführer Thomas Sobotzik 2019 zum Drittligisten Chemnitzer FC geholt hatten, war seinerzeit in seinem zweiten Einsatz erstmals als Scorer in Erscheinung getreten.

Im zweiten Punktspiel für den Chemnitzer FC erzielte der fünfmalige Nationalspieler im September 2019 beim 3:2-Sieg in der 3. Liga gegen Carl Zeiss Jena zwei Tore. Etwas länger, bis zum vierten Einsatz, dauerte es 2020, bis er erstmals für Dynamo Dresden erfolgreich war.

Seine Premiere beim OFC beurteilte Hosiner nüchtern. »Ich hätte gerne einen besseren Einstand gehabt«, sagte der 32-Jährige, der im Winter von Zweitligist Dresden gekommen war, nach dem 0:1 gegen RW Koblenz. Nachdem er in der ersten Hälfte gar nicht im Spiel war, befand er, im zweiten Durchgang besser reingefunden zu haben.

»Ich hätte der Mannschaft gerne mit einem Tor oder einer Vorlage geholfen«, räumte Hosiner zerknirscht ein, blickte dann aber nach vorne: »Wir müssen unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen und es versuchen, besser zu machen.« Damit sprach er auch seinem Trainer aus der Seele, der sich vor allem eine deutlich ausgeprägtere Effizienz vor dem Tor wünscht. Ristics Hoffnung ruht dabei natürlich auch auf Hosiner, dessen Qualitäten er aus gemeinsamen Zeiten als Spieler beim SV Sandhausen, aber auch als Assistent und Interimscoach in Chemnitz kennt und schätzt. »Philipp ist ein wichtiger Spieler, er hat seine Qualitäten auch schon woanders nachgewiesen - und das wird er auch bei uns tun«, ist Ristic überzeugt.

Luft nach oben hat auch der zweite Winterzugang Paul Milde. Dem Außenbahnspieler kommt gerade nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Maik Veter umgehend eine tragende Rolle zu. Gegen Koblenz warf ihn Ristic nach zwei Minuten für Vetter »ins kalte Wasser«. Milde, auf beiden Bahnen offensiv wie defensiv zuhause, fügte sich fix ein. »Er hat das ordentlich gemacht«, kommentierte Ristic das Debüt des 27-Jährigen, der im Winter vom Ligarivalen TSV Steinbach Haiger gekommen war. Milde schlug eine Reihe von gut getimten Flanken, die aber zu selten die Mitspieler fanden.

»Man stellt sich das natürlich besser vor«, sagte Milde zum Einstand. Ristic sieht viel Potenzial in seinem früheren Chemnitzer Spieler, den er noch längst nicht bei 100 Prozent sieht. »Er kann fitnessmäßig noch auf ein anderes Level kommen«, meinte der Kickers-Coach.

Milde wird sich angesichts der sich zuspitzenden Personalsituation die Fitness über Spiele aneignen müssen. Rechts hinten sind die Alternativen nach Vetters Ausfall rar. Umso schneller kommt nun Mildes Vielseitigkeit zum Tragen. Der aus dem sächsischen Pirna stammende Rechtsfuß hat für Chemnitz und Dresden zumeist auf der linken Bahn gespielt, aber eben auch rechts Erfahrungen gesammelt. Und die wird er nun auch beim OFC einbringen müssen.

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