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Nur das Schlusslicht punktet

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Benjamin Geyer (am Ball) erreicht mit Nidda ein Remis in Bad Orb. © Ralph Lehmberg

Gedern/Nidda/Oberau (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost war die Punktausbeute der drei Büdinger Kreisvertreter am 30. Spieltag bescheiden. Gut verkauft und dennoch verloren. So lautete das Fazit im Lager des FCA Gedern, nach der 0:2 (0:0)-Auswärtsniederlage beim Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt. Keine Punkte verbuchten auch die Sportfreunde Oberau, die beim FC Bayern Alzenau II knapp mit 1:

2 (0:1) das Nachsehen hatte. Dem Derbysieg am letzten Donnerstag gegen Oberau ließ Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda ein 2:2 (0:0)-Remis im Auswärtsspiel beim FSV Bad Orb folgen.

Sportfreunde Seligenstadt - FC Alemannia Gedern 2:0 (0:0). »Wir haben das sauber runter gespielt«, kommentierte Ex-Profi Lars Schmidt den 2:0-Erfolg seiner Sportfreunde Seligenstadt gegen den FC Alemannia Gedern. Der Trainer der »Roten« konstatierte dem Gegner eine gute Leistung. »Sie haben gut verteidigt und ein paar Nadelstiche gesetzt. Trotzdem hat es nicht gereicht.« Vielleicht hätte sich das Spiel in eine andere Richtung entwickelt, wenn Evangelos Zormpalas nach einer halben Stunde den Schuss von Tom Emrich nicht im letzten Moment von der Seligenstädter Torlinie gekratzt hätte. Kurz zuvor hatte Seligenstadts Patrick Hofmann mit einem Lattentreffer Pech.

Nach dem Wechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Der Tabellenführer weiterhin mit mehr Ballbesitz, doch ganz klare Torchancen konnten sich die Sportfreunde nicht herausspielen. Die beste Möglichkeit zur Führung hatte auch in Halbzeit zwei wieder der Gast aus Gedern. Anton Krutenko köpfte den Ball knapp am Seligenstädter Kasten vorbei (51.). Der eingewechselte Alexandru Strechie leitete mit einem guten Dribbling das 1:0 der Sportfreunde ein: Philipp Traut vollendete in der 69. Minute in Torjägermanier. Kurz vor dem Ende traf Traut mit einem Schuss ins lange Eck erneut und der angepeilte Heimsieg des designierten Meisters war in trockenen Tüchern. FCA-Spielertrainer Jannik Jung war nach Spielende mit der gezeigten Vorstellung seiner Mannschaft nicht unzufrieden. »Wir haben immerhin 70 Minuten kein Tor zugelassen. Wenn wir eine der beiden Torchancen nutzen, dann fahren wir vielleicht mit einem Punkt nach Hause«, teilte Jung mit. Nach den gezeigten Spielanteilen geht der Sieg des Spitzenreiters auch aus Sicht von Jung natürlich in Ordnung. »Wir hatten, bis auf eine kleine Schwächephase, eigentlich guten Zugriff und haben gut verteidigt. Um bei einem solchen Gegner etwas zu holen, muss dann am Ende aber natürlich alles passen«, führte Jung abschließend aus.

FCA Gedern: Schaller - Volz, Grüning, Heck, Krutenko, Oechler, J. Lohrey, Kraus, Emrich, Jung, Reichert. Tore: 1:0 und 2:0 P. Traut (69./90.). Schiedsrichter: Reisert (Ober-Roden). Zuschauer: 180. Beste Spieler: Zormpalas, P. Traut, Hertrich / Krutenko, Lohrey

FC Bayern Alzenau II - Sportfreunde Oberau 2:1 (1:0). Nach der Derbypleite in Nidda war bei den Sportfreunden aus Oberau bei der Alzenauer Hessenliga-Reserve Wiedergutmachung angesagt. Gegenüber letztem Donnerstag hatte man auf Gästeseite nur eine Veränderung in der Anfangsformation vorgenommen. Für Maximilian Fischer stand Torben Becker in der Startelf. Im Spiel eins nach dem Rücktritt von Coach Christoph Werner verstanden die Sportfreunde es zunächst den Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. Die erste Möglichkeit für die Hausherren in der 18. Minute, als Felchle nach Vorarbeit von Moussa an Oberaus Keeper Malte Thiele scheiterte. In einer ausgeglichenen Partie verbuchte Alzenau leichte Feldvorteile. Die Sportfreunde zeigten bei Kontern gute Ansätze, doch wurden diese schnellen Gegenangriffe oftmals nicht sauber zu Ende gespielt. Paul Kipper hatte die erste Möglichkeit für die Grün-Weißen, doch war sein Schuss zu zentral angesetzt (31.). Vier Minuten später verhinderte der gute Oberauer Keeper Thiele gegen den freistehenden Moussa einen Rückstand der Gäste (35.). Im direkten Gegenzug eine Möglichkeit für Stefano Amore, der den Ball an das Außennetz setzte (36.). Nach einem Ballverlust der Sportfreunde gingen die Gastgeber dann in Führung. Baumann ließ Gästekeeper Thiele beim 1:0 diesmal keine Abwehrchance (39.). Kurz vor der Halbzeit musste Thiele noch zwei Mal klären, um einen höheren Pausenrückstand zu verhindern (44.). Fazit zur Halbzeit: Nach gutem Beginn ließ Oberau in den letzten zehn Minuten mehr zu, so dass die knappe Alzenauer Führung in Ordnung ging.

Die zweite Halbzeit begann für die Sportfreunde dann wenig verheißungsvoll. Nach einem Ballverlust von Kai Schmied an der Torauslinie passte Baumann auf Felchle, der keine Mühe hatte auf 2:0 zu erhöhen (50.). Nach genau einer Stunde die Großchance für Amore zum Anschlusstreffer, allerdings konnte er den Ball nach Kipper-Flanke nicht mehr kontrollieren. In der Folge wurde die Partie immer zerfahrener, doch fanden die Gäste noch einmal ins Spiel zurück. Mit einem gefühlvollen Distanzschuss sorgte Paul Kipper für den 2:1-Anschlusstreffer (77.). In der Schlussminute dann noch die Möglichkeit für den eingewechselten Nicolas Schubert zum Ausgleich, doch verpasste dieser eine Freistoßflanke von Kipper um Zentimeter (90.).

Sportfreunde Oberau: Thiele - Weitzel (70./Schubert), R. Becker, Schmied (70./Gniot), Röhlig, Kipper, van Haaren, Katzer, T. Becker (57./Fischer), Wagner, Amore. Tore: 1:0 (39.) Baumann, 2:0 (50.) Felchle, 2:1 (77.) Kipper. Schiedsrichter: Bilal Koc (Schlüchtern). Zuschauer: 60.

FSV Bad Orb - SC Viktoria Nidda 2:2 (0:0). 85 Zuschauer bekamen in der Kurstadt vor allem in der ersten Halbzeit nur schmale Fußballkost geboten. »Man hat schon gesehen, dass da zwei potenzielle Absteiger gegeneinander gespielt haben«, teilte FSV-Sprecher Thomas Metzler mit. Die einzig nennenswerte Aktion resultierte aus der 41. Minute, als Becirovic aus 15 Metern am gut reagierenden Viktoria-Keeper Gheorghe Popa scheiterte.

Nach Wiederanpfiff nahm die Partie dann ein wenig mehr Fahrt auf. In der 51. Minute rückte Gästekeeper Popa in den Fokus, als der Orber Vincenzo Montalto diesem den Ball »abluchste« und Becirovic bediente, der keine Mühe hatte zum 1:0 zu vollstrecken. Die Antwort der Viktoria ließ allerdings nicht lange auf sich warten. David Kurdjan stand nur zwei Minuten später goldrichtig und schoss aus fünf Metern zum 1:1-Ausgleich ein (53.). Mit einem Treffer der Marke »Tor des Monats« brachte Tim Wittig die Gastgeber nach gut einer Stunde wieder in Führung. Wittig nahm aus 17 Metern Maß und traf unhaltbar zum 2:1 in den Torwinkel (62.). Die Gäste aus der Wetterau gaben sich allerdings noch nicht geschlagen und wurden kurz vor Spielende belohnt. Nach einem Freistoß von Tolga Yilmaz stand Ditmar Jungmann goldrichtig und köpfte zum 2:2-Endstand ein (87.). Am Ende ein nicht unverdienter Punktgewinn für den Gast aus Nidda.

SC Viktoria Nidda: Popa - Pilch, G. Dashyan (46./Rauch), Scheffler, Geyer, Kurdjan, A. Dashyan, Jungmann, Jusufi, Flick (69/Storz), Yilmaz. Tore: 1:0 (51.) Becirovic, 1:1 (53.) Kurdjan, 2:1 (62.) Wittig, 2:2 (87.) Jungmann. Schiedsrichter: Frohnapfel (Welkers). Zuschauer: 85.

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