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Noch Entwicklungspotenzial

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Max Strecker (links) vom SV Rainrod und der Rommelhausener Ilie Bandol messen sich im Kopfballduell. © Achim Senzel

Kreis Büdingen (pem). Im Titelkampf konnte sich die SG Wallernhausen/Fauerbach nun in der Fußball-Kreisliga A Büdingen sieben Punkte Vorsprung erspielen. Morgen tritt der Tabellenführer gegen den VfR Rudingshain an. In den kommenden sechs Spielen muss die SG diesen Vorsprung nun halten. »Das ist noch keine Vorentscheidung, davon sind wir noch weit entfernt,« sagt Trainer Christian Haardt.

»Ein Spiel dürfen wir zwar verlieren, doch wir müssen zum Beispiel noch nach Rohrbach, oder Geiß-Nidda.«

Seit der Auftakt-Niederlage in der Rückrunde verloren die Wallernhäuser kein Spiel. Trotzdem gibt Haardt zu bedenken: »Spielerisch gibt es immer noch viel zu tun, wir erreichen noch nicht das Niveau der Vorrunde.« Zu den auffälligsten Akteuren in der Rückrunde gehörte neben Aboubaker Benchaib der 18-jährige Tim Müller, der defensiv wie offensiv überzeugen kann. »Er hat ein wahnsinniges Entwicklungspotenzial,« sagt Haardt. Zuletzt griff der Trainer selbst wieder auf dem Platz ein, traf dabei sogar beim 5:1 gegen Hainchen.: »Solange ich mitwirken muss, sieht es personell nicht ganz so gut aus.« Dem Gegner aus Rudingshain traut er einiges zu: »Das ist eine Mannschaft mit guter Kameradschaft und erfahrenen Spielern, wie Tizian Ulm, Dennis Fritzges oder Sascha Nicodemus.« Rudingshain zählt zudem zu den Mannschaften, die den Abstieg noch nicht gesichert haben. Bei neun Punkten Abstand hat die Elf von Trainer Michael Krause aber eine gute Ausgangsposition.

Verfolger SV Rainrod sollte zu Hause die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim II empfangen, doch die Partie »wird auf Antrag der Gäste auf Donnerstag, den 12. Mai (19.30 Uhr) verlegt, wie Klassenleiter Gerhard Schröder (Eschenrod) mitteilt. »Mein Dank gilt dem SV Rainrod für seine sportliche Einstellung diesem Verlegungswunsch der Gäste zu entsprechen. Ansonsten hätten die Gäste wegen dreimaligen Nichtantretens vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden müssen«, so Schröder. Im Gegensatz zu Wallernhausen/Fauerbachs Trainer Haardt sieht SV-Spielertrainer Sven Diedrich den letzten Spieltag schon als »kleine Vorentscheidung« an. Während Wallernhausen gewann, unterlagen die Rainröder überraschend mit 2:6 beim FC Rommelhausen: »Wir haben vorne die Tore nicht gemacht, wurden dann mit Einzelaktionen bestraft,« kommentiert Diedrich knapp das unerquickliche Spiel. Auch wenn das Rennen noch nicht entschieden ist, bedauert er, dass es in dieser Saison keinen zweiten Aufstiegsplatz oder eine Relegation gibt: »Wallernhausen und wir haben so viel Vorsprung. In jedem anderen Jahr wären beide aufgestiegen.« Gegen die Nieder-Mockstädter Reserve sind die Rainröder am 12. Mai natürlich Favorit. Die SG ist zurzeit sehr personalschwach, konnte jüngst das Heimspiel gegen Hainchen auch nicht bestreiten. Das war bereits die zweite Spielabsage in dieser Saison; bei einer weiteren droht der Zwangsabstieg, so wie es schon dem SV Blau-Weiß Schotten II erging.

Ein wichtiges Kellerduell steht dem VfR Hainchen gegen die SG Ulfa/Langd bevor. Während der VfR personell beim 1:5 vor zwei Wochen in Wallernhausen »noch aus dem letzten Loch gepfiffen« habe, wie Vorsitzender Hubert Hacker berichtet, stünden nun 80 Prozent der Mannschaft wieder zur Verfügung. Die Hainchener spielen in den kommenden Wochen fast gegen die gesamte Konkurrenz aus dem Tabellenkeller. Daher sieht Hacker gute Chancen für den Klassenerhalt, zumindest habe sein Team es selbst in der Hand.

»Alle schweren Brocken, wie Rainrod oder Rommelhausen, haben wir schon hinter uns. Jetzt liegt es an uns, die nötigen Punkte zu holen.« Ulfa sei allerdings ein »undankbarer Gegner«, stellt Hacker fest. Das Kuriose: Einerseits haben die Verantwortlichen schon mehrfach erklärt, dass die Mannschaft nach der Trennung der Spielgemeinschaft als VfR Ulfa in der kommenden Saison in der B-Liga neu starten möchte. Andererseits spielten die Ulfaer zuletzt wie befreit auf. Überraschend gelangen sogar zwei Siege in Folge - zunächst in Bergheim (3:1), dann gegen Rohrbach (2:1).

Die SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten empfängt die SG Usenborn/Bergheim. Die Geiß-Niddaer brachten zuletzt solide Leistungen - so gewann sie dank zweier Tore von Deniz Türk (bisher 17 Treffer) in Ober-Mockstadt. Die SG spielt mit anderen Treams noch um die Plätze drei bis sechs.

Die deutlich offensivstärkeren Geiß-Niddaer sind gegen die Gäste favorisiert. Den Usenbornern misslang es trotz guter Tendenzen im März bisher, den Sack zuzumachen, was den Klassenerhalt betrifft. Eher sind die Konkurrenten wieder näher an die Mannschaft von Trainer Mario Anthis herangerückt.

Während die bisher beschriebenen Partien am Samstag stattfinden, gibt es noch eine weiteres Spiel am Sonntag, dem 1. Mai. Dabei stellt sich der FC Rommelhausen der SG Büdingen entgegen. Das 6:2 über Rainrod war zweifellos der größte Erfolg der Rommelhäuser in der Rückrunde und zeigt, dass der FC wieder in Form ist. Herausragender Akteur war dabei diesmal Gheorghe Anghel, der zwei Treffer schoss und zwei weitere vorbereitete. In einer solchen Offensivform dürften die Rommelhäuser schwer zu schlagen sein.

Büdingen, seit einem Monat von Michael Mohr trainiert, kämpft sich zwar wieder heran an die Nichtabstiegsplätze. Doch die Uhr tickt: Nur noch sechs Spiele hat die SG Zeit, die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zu holen. Derzeit fehlen vier Punkte zum rettenden Ufer.

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