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Nächster Trainer-Rücktritt bei Gruppenligist SC Viktoria Nidda

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Von: Torben Frieborg

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Adrian Becker (rechts; hier mit Spieler Leutrim Jusufi) ist nicht mehr Trainer des SC Viktoria Nidda. © Ralph Lehmberg

Paukenschlag beim SC Viktoria Nidda: Bereits der zweite Trainer des Fußball-Gruppenligisten in dieser Saison wirft freiwillig das Handtuch. Für Sonntag übernimmt ein Duo.

Paukenschlag beim SC Viktoria Nidda: Adrian Becker ist als Trainer des Fußball-Gruppenligisten zurückgetreten. Damit warf in dieser Saison bereits der zweite SC-Coach freiwillig das Handtuch. Ein Duo übernimmt am kommenden Sonntag die Verantwortung.

Adrian Becker gab am Donnerstag seine Entscheidung bekannt. »Ich bin ab sofort nicht mehr Fußball-Trainer des SC Viktoria Nidda«, sagte er auf Anfrage. In den vergangenen beiden Wochen hätten sich einige Probleme mit der Gruppenliga-Mannschaft abgezeichnet. Deshalb sei er zu diesem Entschluss gekommen. »Es gibt eine verschworene Clique, die ihre eigenen Brötchen backt. Da kommt man selbst als A-Lizenzinhaber nicht gegen an«, erklärt der 31-Jährige.

Becker wollte bei „Teufelskreis auf Dauer nicht mitspielen“

Die Folge: Große Unruhen im Verein, weil selbst der Vorstand diese Clique nicht brechen könne. Becker selbst seien die Hände gebunden gewesen. »Wenn ich auf diese Spieler, die ich namentlich nicht nennen möchte, verzichtet hätte, hätte ich aufgrund des kleines Kaders und der vielen Schichtarbeiter kein spielfähiges Team auf die Beine stellen können.« Der Hüttenberger spricht von einem Teufelskreis, »da wollte ich auf Dauer nicht mitspielen«. Somit endet Beckers Amtszeit bei der Viktoria nach gut zwei Monaten - mit nur einem Sieg im Derby beim FC Alemannia Gedern - auf dem letzten Tabellenplatz der Gruppenliga.

Zuvor hatte bereits Ferdi Özcan das Handtuch geworfen. Beckers Vorgänger kritisierte vor allem die Einstellung seiner Akteure. »So stelle ich mir Fußball auf Gruppenliga-Niveau nicht vor. Ich war als Spieler nicht so. Ich wollte in jedes Training gehen, jedes Match absolvieren. Und wenn ich auf dem Platz stand, gab ich immer alles. Heute ist das wohl leider nicht mehr so«, sagte der 39-Jährige im September nach seinem Rücktritt und legte nach: »Fakt ist, dass keine richtige Mannschaft mehr auf dem Platz stand, obwohl es im Sommer keine großartigen personellen Veränderungen gab.«

Niddas Vorsitzende Karin Wirth gibt nach zwei Trainer-Rücktritten zu, »dass die Zusammensetzung des Teams vielleicht nicht die beste ist« und es »charakterlich nicht immer passt«. Dass sich der Vorstand von einigen Spielern lenken lasse, entspreche aber nicht der Wahrheit. »Adrian Becker hatte gute Ideen, der Vorstand hätte gerne weiter mit ihm geplant. Wobei die Zusammenarbeit mit der Mannschaft leider nicht wie gewünscht funktionierte. Uns wurde mitgeteilt, dass einige Spieler nicht mehr unter Becker spielen und sich in der Winterpause abmelden wollten. Dann wäre der Spielbetrieb gefährdet gewesen«, betont Wirth, für die der Becker-Rücktritt somit »unausweichlich« war.

Spieler Christoph Pilch und Zweitmannschaftstrainer Serdar Seren übernehmen

Am Sonntag, im Heimspiel gegen den FC Gelnhausen, werden Spieler Christoph Pilch und B-Team-Trainer Serdar Seren die Leitung übernehmen. »Danach werden wir uns auf Trainersuche begeben und auch mit den Spielern sprechen, um für ein besseres Klima in der Mannschaft zu sorgen. Schließlich wollen wir die Runde durchziehen und nach Möglichkeit noch die Klasse halten«, so Wirth.

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