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Muss A-Liga-Hit wiederholt werden?

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Kreis Büdingen (fsr). Muss das Topspiel der Fußball-Kreisliga A Büdingen zwischen dem SV Rainrod und der SG Wallernhausen/Fauerbach (6. März) wiederholt werden? Der Büdinger Kreissportgericht befasst sich am heutigen Abend mit dem Einspruch der 1:3 unterlegenen SG Wallernhausen/Fauerbach gegen die Spielwertung.

Regelverstoß des Schiedsrichters

Der A-Ligist beruft sich auf einen Regelverstoß von Schiedsrichter Alex Sevowicz (TSV 1860 Hanau). Dieser hatte in der 35. Minute beim Spielstand von 1:1 den SG-Akteur Tim Müller mit einer Zehn-Minuten-Zeitstrafe des Feldes verwiesen. Zu Unrecht, denn der Spieler hatte zuvor noch keine Gelbe Karte gesehen, was laut Regelwerk die Voraussetzung für eine Zeitstrafe gewesen wäre.

Die Treffer zum 3:1-Sieg erzielte der SV Rainrod in der zweiten Hälfte, in der beide Teams vollzählig agierten. »Der Regelverstoß ist bereits eindeutig dokumentiert, das Kreissportgericht hat nun zu überprüfen und zu entscheiden, ob er auch spielentscheidend war«, erklärt der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Manfred Schmidt (Rinderbügen) im Vorfeld der heute ab 19 Uhr in der Bleichenbacher Gaststätte »Zur Traube« über die Bühne gehenden Verhandlung. Sollte dem Einspruch des aktuellen Tabellenzweiten stattgegeben werden, müsste die Partie neu angesetzt werden.

Ähnlicher Fall im Kreis Hanau

Kurios: Am gleichen Tag gab es auch im Nachbarkreis Hanau einen ähnlich gelagerten Fall. Auch hier musste das Kreissportgericht tätig werden. Nach dem in dieser Woche verkündeten Urteil wird das am 6. März ausgetragene Spitzenspiel der Kreisliga C Hanau zwischen dem SV Langenselbold 1930 und dem SV Kilianstädten II (Endstand 1:2) neu angesetzt. Schiedsrichter Karl-Heinz Besier (Germania Frankfurt) hatte in der 79. Minute den Langenselbolder Stürmer Michel Lovrencic mit der Gelb-Roten Karte vom Feld geschickt. Allerdings gibt es seit dieser Saison auf der Kreisebene keine Ampelkarten mehr. Das zweite gelbwürdige Vergehen des Spielers hätte folglich mit einer Zehn-Minuten-Zeitstrafe geahndet gehört. Dem Einspruch des SVL wegen des vorliegenden Regelverstoßes gab das Kreissportgericht statt. Das Rechtsgremium kam zu der Auffassung, dass es sich um einen für den Spielausgang womöglich mitentscheidenden Fehler des Schiedsrichters gehandelt habe.

Enges Spiel und fehlender Torjäger

»Der Spielstand war mit 1:2 knapp, der Spieler hätte inklusive der Nachspielzeit noch fünf Minuten mitwirken können. Außerdem hat es sich um den Torjäger des Teams gehandelt«, begründet der Vorsitzende des Hanauer Kreissportgerichts, Günter Klein-Alstädde. Wann genau die Partie nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

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