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»Müssen uns in allen Bereichen verbessern«

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Kirsten Schindler (gelbes Trikot) spielt mit der HSG Gedern/Nidda beim 1. FSV Mainz II. © Ralph Lehmberg

Gedern/Nidda (flo). Die Hauptrunde trudelt allmählich aus. Für die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda steht das letzte Auswärtsspiel an: Am Sonntagnachmittag (16 Uhr, Sporthalle Gymnasium Oberstadt) ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler beim Tabellensiebten 1. FSV Mainz 05 II zu Gast.

Es ist ein Duell, das für die Wetterauerinnen nicht mehr allzu bedeutsam ist. »Es hat für uns schon ein Stück weit den Charakter eines Testspiel«, sagt Breiler. Der Fokus seiner Truppe richtet sich freilich längst auf die Abstiegsrunde, die am Wochenende 30. April/1. Mai beginnen wird. Die Spielgemeinschaft muss wohl zunächst auswärts ran. Darüber hinaus ließ der Deutsche Handballbund verlauten, dass die Veröffentlichung der Staffeln kurzfristig erfolgen werde.

Baustellen: Problemzonen hat die HSG Gedern/Nidda derzeit zuhauf. Ob beim 24:32 gegen den 1. FC Köln, dem 25:27 beim TuS Königsdorf oder dem 20:30 gegen die SG Mainz-Bretzenheim: Viel lief in den letzten drei Spielen nicht zusammen beim Breiler-Team. »Wir wollen und müssen uns in allen Bereichen verbessern«, weiß der HSG-Coach und konkretisiert das mit den Schlagworten »Tempospiel, Abwehrverhalten, Zweikampfführung, Torabschluss und Reduktion der technischen Fehler«. Dass Mainz die ursprünglich für vorgestern angesetzte Partie auf Sonntag verlegen wollte, kam den Wetterauerinnen gar nicht ungelegen. »So konnten wir in dieser Woche sehr intensiv trainieren. Wir wollen wieder eine gewisse Power in unser Spiel reinbekommen und sowohl vorne als auch hinten mehr Zweikämpfe führen.« Die Negativspirale zu durchbrechen und das Selbstvertrauen so gut als möglich zu stärken, dürfte auf der HSG-Agenda für die Dienstreise ins Rheinhessische ergebnisunabhängig höchste Priorität genießen.

Personelles: In Anbetracht der nochmals ausgedünnten Personaldecke dürften sie bei der Spielgemeinschaft froh sein, dass es in Mainz um nichts mehr geht. Bei der jüngsten Heimpleite gegen Bretzenheim standen elf einsatzfähige Feldspielerinnen zur Verfügung. Von diesen wird am Sonntag Charlotte Schäfer (private Gründe) ausfallen. Im Rückraum geht damit eine weitere Option verloren. Zumal die Halblinke Kristin Amos in dieser Woche nicht trainierte und am Sonntag frisch aus dem Urlaub kommend zur Mannschaft stößt. Darüber hinaus muss krankheitsbedingt Torhüterin Sandra Elisath passen.

Gegner: Die Nullfünferinnen befinden sich weiterhin in schwierigen Fahrwassern. Abstiegskampf in der 2. Bundesliga, Abstiegskampf in der 3. Liga - und das mit massiven Personalsorgen. »Von unseren 30 Spielerinnen haben wir wegen Verletzungen und Corona momentan nur etwa 13 zur Verfügung. Deshalb können wir momentan nur eine Mannschaft stellen. Wir trainieren zusammen und viele Spielerinnen müssen am Wochenende im Zweit- und Drittligateam zwei, drei Spiele bestreiten«, fasst Nikoletta Nagy die Lage zusammen. Auch Nagy selbst ist doppelt gefordert: Seit Florian Bauer Ende März als Trainer des Zweitliga-Teams freigestellt wurde, ist die Ungarin für zwei Mannschaften verantwortlich.

Dieses Wochenende hat es für den FSV erneut in sich: Heute muss gegen Königsdorf ein Sieg her, um weiter vom vorzeitigen Drittliga-Klassenerhalt träumen zu können. Samstags reist das Zweitligateam nach Waiblingen, sonntags ist dann Gedern/Nidda zu Gast. Ob personelle Besserung in Sicht sei? »Innerhalb der nächsten drei, vier Wochen durchaus. Aber nicht bis Sonntag. Daher schauen wir einfach von Spiel zu Spiel«, sagt Nagy. HSG-Coach Breiler jedenfalls rechnet mit »einem motivierten Gegner, der alles daran setzen wird, seine Resthoffnung auf den direkten Klassenerhalt aufrechtzuerhalten«.

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