+
Kämpferisch wie eh und je: Felix Danner (l., hier gegen die SG Flensburg/Handewitt) will auch gegen seinen Ex-Club MT Melsungen alles in die Waagschale werfen, um so die nächsten zwei Punkte in Wetzlar zu behalten. FOTO- IMAGO

Mit viel Mut ins Hessenderby

  • schließen

In der Handball-Bundesliga geht es für die HSG Wetzlar Schlag auf Schlag. Mit der MT Melsungen empfangen die Mittelhessen morgen um 16 Uhr den Ex-Verein von Felix Danner zum Hessen-Derby. Dann heißt es erneut: Zähne zusammenbeißen und den nächsten Sieg holen.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Bereits morgen um 16 Uhr empfängt die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga die aktuell achtplatzierte MT Melsungen in der Rittal Arena. Damit bleibt dem Matschke-Team nach dem 27:24-Auswärtserfolg beim HC Erlangen am Donnerstag kaum eine Verschnaufpause, ist es doch das siebte Spiel in knapp dreieinhalb Wochen. So sei die HSG nach dem verdienten Sieg in Erlangen sowohl kämpferisch als auch mental an ihrer Grenze, wie der Coach verlauten ließ. Dennoch sollen im Hessenderby die nächsten zwei Punkte her, auch wenn dies keine leichte Aufgabe werden wird.

Die Ausgangslage: In der Tabelle befinden sich beide Teams im oberen Mittelfeld. Wetzlar steht mit sieben Siegen, einem Unentschiedenen und sechs Niederlagen auf Platz sechs. Melsungen kann einen achten Platz mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen verbuchen, wobei die MT noch ein Match weniger auf dem Konto hat, den Wetzlarern somit also im Nacken sitzt. Bevor das Team von Trainer Roberto Garcia Parrondo die letzte Partie gegen Hamburg mit einem Tor Unterschied verlor, wurden drei Siege in Serie eingefahren, u. a. ein 26:22 in Leipzig. Doch auch die HSG ist aktuell in guter Form: Nur eine Niederlage aus den letzten vier Begegnungen kann sich sehen lassen.

Das Personal: Nachdem Magnus Fredriksen und auch Lenny Rubin gegen Erlangen vorzeitig das Parkett verlassen mussten, gilt es, sie schnellstmöglichst wieder fit zubekommen. Dies scheint laut Trainer Matschke durchaus möglich. Tomislav Kusan wird dagegen, nachdem er vor dem Flensburg-Spiel umgeknickt war, weiterhin ausfallen. Bei Filip Mirkulovski »besteht eine kleine Option, dass er dabei ist«, so Matschke.

Aufpassen muss die HSG vor allem auf MT-Rückraumspieler Julius Kühn und Rechtsaußen Timo Kastening, die beide bereits 58 Treffer verbuchen konnten. Sicher ausfallen wird Nationalspieler Finn Lemke mit einem Knochenödem.

Das sagt Trainer Benjamin Matschke: »Melsungen ist nicht gut in die Saison gestartet. Das Gefährliche bei ihnen ist aber, dass ihr Plan Woche für Woche sichtbarer wird. Ihre Qualität ist auf einem außergewöhnlichem Niveau, sie verteidigen sehr intelligent und variabel.«.

Die Corona-Lage: Aufgrund der neuen Coronaschutzverordnung der hessischen Landesregierung dürfen beim Derby gegen die MT Melsungen nur noch 1250 Zuschauer eingelassen werden.

Das könnte Sie auch interessieren