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Mit Üffing, Chrobot und El-Sayed

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Von: Michael Nickolaus

Bad Nauheim (mn). Elf Spiele in 23 Tagen! Keine Zeit zum Nachdenken, wenig Möglichkeiten zum Reagieren. Kann der EC Bad Nauheim im letzten Saisonviertel seine Top-Vier-Position in der Deutschen Eishockey-Liga 2 verteidigen? Am Freitag (19.30 Uhr) geht’s vor 1000 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion gegen den EV Landshut. Am Sonntag (18.30 Uhr) sind die Roten Teufel dann beim EHC Freiburg (nach Punkteschnitt auf Platz sieben) zu Gast.

»Ich hoffe auf mentale Frische«, sagt Trainer Harry Lange, der seiner Truppe nach neun Punkten aus den vergangenen drei Spielen zwei freie Tage eingeräumt hatte.

Wie sieht’s personell aus? Kooperationspartner Köln - in der DEL spielfrei bis 18. Februar - hat die die Förderlizenz-Stürmer Julian Chrobot und Luis Üffing nach Bad Nauheim geschickt. Beide kommen in dieser Saison auf jeweils 32 Erstliga-Einsätze bei den von Ausfällen geplagten Haien und dürften dem Kader der Roten Teufel ordentlich Energie und Tempo geben können. Zurück auf dem Eis ist auch Kapitän Marc El-Sayed, der am vergangene Wochenende krankheitsbedingt pausiert hatte. Huba Sekesi fällt derweil weiter aus. »Er hat’s im Training versucht, aber er ist noch nicht so weit«, sagt Lange. Sehr wichtig für die Wetterauer: Top-Stürmer Taylor Vause hat seinen Vertrag in Bad Nauheim bis 2024 verlängert.

Ex-Teufel an EVL-Bande: Er spricht schon mal von »Schnullibulli-Eishockey« und »platten Reifen«. Heiko Vogler ist kurzweilig in der Analyse. Von 2008 bis 2010 hat er für die Roten Teufel in der Oberliga verteidigt, seit 7. Dezember vergangenen Jahres ist er Trainer beim EV Landshut. Zuvor hatte er den damaligen Oberligisten Sonthofen sowie die U20 von DEL-Klub Augsburg gecoacht.

Beim Traditionsklub aus Niederbayern hat Vogler das Erbe von Leif Carlsson und Interimscoach Axel Kammerer übernommen, will den im Sommer mit reichlich monetären Mitteln zusammengestellten Kader noch auf (Pre-)Playoff-Kurs bringen. Aktuell belegt der EVL Rang elf. Sechs der vergangenen acht Partien hat Landshut gewonnen. Den Goldhelm trägt Marco Pfleger, auf den Kontingentstellen setzen Sahir Gill und Andre Hult und Verteidiger Robin Weihager die Akzente. Ein Punkt pro Spiel verzeichnet auch der für den verletzten Brandon Alderson nachverpflichtete Josef Mikyska.

Corona-Pech in Freiburg: Die Wölfe hatten - nachdem das Coronavirus in der Kabine gewirbelt hatte - in der ersten Januar-Hälfte pausieren müssen. Im Breisgau waren sogar Ex-Profis aus der Ib-Mannschaft lizenziert worden. So feierte David Danner - zuletzt 2014 als Profi aktiv und heute als Einzelhändler tätig - sein Comeback. Am Dienstag, beim 3:4 nach Verlängerung gegen Landshut, hatten Trainer Robert Hoffmann noch immer nur vier Verteidiger zu Verfügung gestanden. Bis zum Duell mit den Roten Teufel dürfte sich die Lage entspannen. Topscorer ist Tyson McLellan. Auffällig agiert der aus Schweden nachverpflichtete nur 1,73 Meter große Kanadier Liam Finlay (16 Punkte in 17 Spielen).

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