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Mit Rückkehrern zum Klassenerhalt

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Daniel Bauer (links; hier gegen Dauernheims Nils Reich) ist mit sechs Toren der beste Aulendiebacher Vorrundentorschütze. © Achim Senzel

Der KSV Aulendiebach hat sich den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Büdingen auf die Fahnen geschrieben. Im Sommer kommt es dann zur Fußball-Ehe mit dem Rohrbacher SV.

Nach Beendigung der vorerst letzten eigenständigen Fußballsaison soll bloß kein Abstieg stehen. Kreisoberligist KSV Aulendiebach will mit dem »Mitbringsel Klassenerhalt« in die künftige Spielgemeinschaft mit dem A-Ligisten Rohrbacher SV gehen. »Die Aufgabe wird schwierig, weil wir aktuell auf einem Abstiegsplatz stehen, doch der Abstand zum rettenden Ufer ist nicht uneinholbar«, sagt Aulendiebachs Spielausschussvorsitzender Leandro Theis. Der Ligaverbleib wäre auch für Trainer Jürgen Niedenthal ein schöner Abschluss. Der erfahrene Coach, der im Sommer 2020 als Nachfolger von Christoph Werner im Büdinger Stadtteil anheuerte, wird im Zuge der neuen sportlichen Ausrichtung das Feld räumen müssen. Wie bereits berichtet setzt die SG Rohrbach/Aulendiebach in der neuen Saison auf einen Spielertrainer, der Ali Haiahem heißen wird. »Jürgen hat diese Entscheidung sehr sportlich aufgenommen«, sagt Theis.

Torjäger Adomeit ist wieder fit

Der Tabellenviertletzte setzt für die Mission Ligaverbleib in erster Linie auf die Rückkehr wichtiger Spieler, die verletzungsbedingt in der ersten Saisonhälfte kaum oder gar nicht zur Verfügung standen. Den vom SV Ranstadt verpflichteten Verteidiger Oliver Haas etwa, oder Tobias Narr und Roman Denk.

Torjäger Michael Adomeit ist wieder fit, allerdings auch aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf verzogen. »Wenn er in der Heimat ist, will er auch spielen, aber das wird sicherlich nicht jedes Wochenende der Fall sein«, erzählt Theis. Dass Adomeit mit seiner Schnelligkeit und dem Torinstinkt auf dem Platz den Unterschied ausmachen kann, hat er in den vergangenen Jahren des Öfteren bewiesen. Sein Fehlen war für den KSV ein herber Verlust. Lediglich 18 Treffer erzielte die Niedenthal-Truppe in den ersten 15 Partien der Kreisoberliga-Saison, sechs davon gingen auf das Konto des besten Aulendiebacher Torschützen Daniel Bauer.

Mit einer guten Vorbereitung soll die Basis für einen ordentlichen Rückrundenauftakt gelegt werden. »Wir haben ein straffes Auftaktprogramm«, weiß Leandro Theis. Gleich an Spieltag eins geht es zu Tabellenführer KSV Eschenrod, danach zum Rangzweiten SV Ranstadt. In der Hinrunde hatte der KSV Aulendiebach den Eschenrödern kampflos die Punkte überlassen. Seinerzeit aus Personalmangel. Die gestiegenen Schwierigkeiten, Woche für Woche zwei konkurrenzfähige Mannschaften auf die Beine zu stellen, hat bei den Verantwortlichen die Idee reifen lassen, es künftig mit einem Spielgemeinschaftspartner zu versuchen. Im ambitionierten A-Ligisten Rohrbacher SV wird ein idealer Partner gesehen.

Was für die aktuelle Kreisoberliga-Runde Mut macht: Gegen die Teams aus der hinteren Tabellenhälfte haben die Aulendiebacher Fußballer in der Hinrunde konstant gepunktet.

Der Ausgang dieser direkten Duelle wird nun ebenfalls ein Schlüssel zum angestrebten Klassenerhalt sein. »Ich bin für die Rückrunde optimistisch. Wenn wir weitgehend von verletzungsbedingten Ausfällen verschont bleiben, sind wir absolut konkurrenzfähig«, meint Theis. Als extrem bitter bezeichnet der Spielausschuss-Vorsitzende das längerfristige Fehlen von Louis Anthis. Der vom TV Kefenrod nach Aulendiebach gewechselte Youngster laboriert an einem Kreuzbandriss und wird in dieser Saison wohl kein Spiel mehr machen. »Das ist sehr schade, denn Louis hat zu Beginn in der Defensive sehr starke Spiele gemacht«, erzählt Leandro Theis.

Drei Abgänge, ein neuer Spieler

Drei Spieler haben den Abstiegskandidaten in der Winterpause verlassen. Tiago Mendes und Henning Schwatlo sind zum Ligakonkurrenten SG Nieder-Mockstadt/Stammheim weitergezogen, Paul Brix streift nun das Trikot der FSG Altenstadt über. Als Neuzugang ist Rückkehrer Bastian Bauer vom A-Ligisten SG Wallernhausen/Fauerbach zu verzeichnen. Frank Schneider

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