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Mit neuem Trio zum Klassenerhalt

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Die Fußballer der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen gehen motiviert in der Kreisoberliga Büdingen das Saisonziel Klassenerhalt an. Unterstützung erhält die Dreierspielgemeinschaft vom langjährigen Trikotsponsor, dem Büdinger Handwerksbetrieb Faust, der passend zum 100-jährigen Vereinsbestehen der SG Bindsachsen die neueste Spielkleidung in deren grünen Vereinsfarben auswählte. © pv

Die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen startet die Rückrunde mit der schlechtesten Ausgangsposition aller Abstiegskandidaten. Mit drei Wintertransfers will die SG das Feld nun von hinten aufrollen.

Trotz der bisher mageren Ausbeute von neun Punkten ist im Lager des Tabellenletzten von Resignation keine Spur. Motivation und Stimmung seien beim Fußball-Kreisoberligisten SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen intakt, betonen die beiden Trainer Simon Greco und Sebastian Hopp.

Stürmer aus Langenselbold

Mit drei Winter-Neuzugängen wurde der Kader auf wichtigen Positionen verstärkt. Zwei neue Offensivkräfte kommen aus dem Fußballkreis Hanau. Steven Kühn vom A-LigaTopteam Spvgg. Langenselbold 1910 soll als groß gewachsener Stürmer den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten lehren, Alexandru Topor war schon bei seinem Ex-Verein Spvgg. Hüttengesäß einer der technisch versiertesten Akteure. Topor sucht bei der Dreierspielgemeinschaft eine neue sportliche Herausforderung, da sich sein Ex-Verein kürzlich vom Spielbetrieb der Kreisoberliga Hanau abgemeldet hat. Der dritte Neuzugang heißt Johannes Schicker, ist für die Defensive vorgesehen und kommt vom benachbarten B-Ligisten BV Rinderbügen. Abgänge sind trotz des schlechten Tabellenplatzes keine zu verzeichnen. Darauf sind die Verantwortlichen auch ein klein wenig stolz, weil sie darin ein Indiz sehen, dass der Zusammenhalt und die Moral im Team stimmen. Unabhängig vom aktuellen sportlichen Abschneiden ist die SG für eine starke Gemeinschaft bekannt. Seit rund 16 Jahren bilden die drei Vereine eine gut funktionierende Spielgemeinschaft und sorgen auch neben dem Spielfeld mit zahlreichen Veranstaltungen für ein lebendiges Vereinsleben.

Im Angriff drückt der Schuh

»Die Stimmung bei uns ist gut, die Trainingsbeteiligung war konstant hoch, das einzige was uns fehlt, sind die nötigen Punkte«, bestätigt Simon Greco. Gerade in den Partien gegen die direkten Mitkonkurrenten hat die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen zu häufig schlecht ausgesehen und fast immer verloren, lediglich beim Vorletzten Germania Ortenberg wurde ein 1:1-Unentschieden erzielt. Auffällig sind die vielen knappen Ergebnisse - auch gegen die Topteams. »Unsere Defensivleistungen waren meistens gut, doch vorne fehlte die Durchschlagskraft. Wir haben einfach zu selten getroffen«, erläutert Simon Greco. Er hofft, dass mit der Verpflichtung von Kühn und Topor neuer Schwung ins Offensivspiel kommt und sein Team insgesamt etwas torgefährlicher wird. »Die beiden bringen neue Stärken mit ein, solche Spieler hatten wir bisher nicht im Kader«, sagt der SG-Trainer. Johannes Schicker gilt als kampfstarker Abwehrmann. Greco und Hopp trauen ihm ebenfalls die Rolle eines Stammspielers zu.

Der Start in die Rückrunde, das weiß das seit dieser Saison amtierende Trainerduo, wird extrem wichtig. Bereits am ersten Spieltag am 6. März steigt in Wolferborn das Kellerduell gegen Ortenberg, es folgen weitere Sechs-Punkte-Spiele gegen direkte Mitkonkurrenten. »Das kann sehr schnell gehen. Holen wir beispielsweise neun Punkte aus den ersten fünf Spielen, dann sind wir plötzlich wieder dick im Geschäft«, rechnet Greco vor. Der Geschäftsführer eines IT-Unternehmens ist aber Realist genug, um zu wissen, dass bei vier drohenden Absteigern der Kampf um den Klassenerhalt ein schwieriges Unterfangen wird. »Wir wollen alles geben, um nicht abzusteigen, aber das wollen die anderen Vereine sicher auch«, so Greco. Die Planungen im Hinblick auf die neue Saison laufen zweigleisig. Es wäre töricht, es auszuschließen, dass es ab Sommer auch in der Kreisliga A weitergehen könnte«, sagt Greco. Sollte der keinesfalls gewünschte Abstiegsfall eintreten, sieht der Übungsleiter die Dreierspielgemeinschaft trotzdem gut aufgestellt. »Fast der gesamte Kader hat für die neue Saison zugesagt, da kann man jetzt schon ableiten, dass wir für die A-Liga sicher eine sehr gute Mannschaft hätten, die vorne mitspielen kann.« Der Fokus liegt aber auf dem Kreisoberliga-Klassenerhalt.

Trainerfrage noch nicht geklärt

Ob Simon Greco und Sebastian Hopp auch in der kommenden Saison in der sportlichen Verantwortung stehen, ist derzeit noch ungewiss. In den kommenden Wochen werden entsprechende Gespräche stattfinden. Greco hätte nichts dagegen, weiterhin mit seinem Trainerkollegen Hopp, der aktuell seinen Trainerschein macht, zusammenzuarbeiten. »Mal schauen, was die Vereine für Vorstellungen haben«, sieht der in Rodgau lebende Greco gelassen in die sportliche Zukunft.

Frank Schneider

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