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Mit jugendlichem Elan zum Titel

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Groß ist der Jubel im Freigerichter Lager mit Co-Trainer Hans Beckmann (hinten rechts) und seinen ebenfalls aus Büdingen stammenden Akteuren Justus Beckmann (hinten, 4. von links) und David Polster (vorne, 2. von rechts). © Hans Joachim Beckmann

Büdingen (hjb). Packendes Saisonfinale in der Volleyball-Bezirksliga der Männer: Während sich der TGV Schotten in eigener Halle den dritten Platz sicherte (siehe Bericht auf dieser Seite), setzten sich die Youngsters der DJK Freigericht (mit Büdinger Beteiligung) beim TSV Hungen mit dem 3:1-Erfolgdie Meisterkrone auf.

Freigericht und Hungen dominierten die zurückliegende Bezirksliga-Saison nach Belieben, gaben keine einzige Partie gegen ein anderes Team ab und hatten sich im Hinspiel äußerst knapp mit 3:2 für Hungen getrennt. Während die Wetterauer über einen großen Kader von Spielern im besten Volleyballer-Alter verfügen, schickt Freigericht die Jugendlichen der Spielgemeinschaft Main-Kinzig-Volleys aufs Feld, die zwar zum Teil erst 16 Jahre alt sind, mit dreimal Training pro Woche, zahlreichen Jugend- und Kaderspielen sowie jeder Menge Medaillen auf Hessenebene aber ihre Klasse schon häufiger unter Beweis gestellt haben. Wie deutlich der TSV Hungen über Bezirksliganiveau spielt, hatte er am Samstag bereits in der ersten Partie des Tages deutlich gemacht: 3:0 gegen Kesselstadt, 25:3 (!) im letzten Satz.

TSV Hungen - DJK Freigericht 3:1 (26:24, 22:25, 13:25, 19:25). Vor knapp 100 Zuschauern in der großen Hungener Sporthalle brannten dann beide Teams genau das Angriffsfeuerwerk ab, das man sich von diesem Spiel erhoffen durfte. Dabei leistete sich Freigericht zu Beginn noch einige Unsicherheiten, vor allem der Block hatte sich gegen die extrem diagonal geschlagenen Hungener Angriffe von der Außenposition noch nicht gut positioniert, sodass Hungen ständig leicht in Führung lag. Mit 24:23 ging Freigericht dann erstmals in Front, konnte den Satzball aber nicht verwandeln und unterlag anschließend 24:26.

Jetzt wurde der Kampf um den Meistertitel extrem eng, denn Freigericht musste wegen des schlechteren Satzverhältnisses 3:1 gewinnen, ein 3:2-Sieg oder eine Niederlage hätte Hungen den Triumph beschert. Das schien die Freigerichter Jungs und ihre Trainer aber wenig zu bekümmern, ausgerechnet auf der Hungener »Fanseite« fanden sie mehr und mehr zu ihrer Sicherheit und drehten Mitte des zweiten Satzes das Spiel. Der Block war immer öfter dicht und der Angabendruck stieg kontinuierlich, so dass Hungen sein Spiel schlechter aufbauen konnte. Den beiden Außenangreifern Felix Laub und David Polster gelang es jetzt regelmäßig, über den Hungener Block zum Erfolg zu kommen, und Diagonalspieler Tobias Pechtl lief vor allem im Rückraum zu großer Form auf. Das brachte einen noch recht knappen 25:22-Sieg im zweiten Durchgang, aber jetzt war der Damm gebrochen: Hungen wurde immer nervöser, und Freigericht spielte sich in einen regelrechten Rausch: Mit 25:13 fegten die Jungs den vormaligen Tabellenführer förmlich aus der eigenen Halle. Es gab unglaubliche Blockaktionen von Tammo Lopp und Tobias Pechtl zu sehen, starke Angriffe von Justus Beckmann aus der Mitte und krachende Schläge von David Polster aus dem Rückraum, einen überragenden Libero Felix Haar und einen trickreichen und umsichtigen Spielaufbau von Steller Jona Porsch.

Die treuen Hungener Fans feuerten ihr Team zwar bis zum Schluss an, aber Freigericht ließ sich den Sieg jetzt nicht mehr aus der Hand nehmen: Im letzten Satz führte man rasch mit fünf Punkten und brachte diesen Vorsprung auch ungefährdet ins Ziel (25:19). Das Jugendteam hatte also nicht nur die besseren Spieler, sondern auch die besseren Nerven - eine tolle Leistung in ihrer ersten Saison. Somit wird ab Oktober frischer Wind in der Bezirksoberliga einziehen, und es bleibt zu hoffen, dass die starke Mannschaft des TSV Hungen vielleicht auch noch nach oben aufrücken kann.

DJK Freigericht: Justus Beckmann (MB), James Fisher (A), Felix Haar (L), Felix Laub (A), Tammo Lopp (MB), Torben Michaelis (MB), Tobias Pechtl (D), David Polster (A) und Jona Porsch (Z). Trainer: Timo Porsch, Co-Trainer: Hans Beckmann.

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