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Mit Elan und Leidenschaft

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Anton Krutenko links hat mit seiner Gederner Alemannia das dritte Heimspiel in Folge vor Augen, wenn heute Abend die Partie gegen Bayern Alzenau II angepfiffen wird. © Achim Senzel

Gedern/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost steht der nächste Wochenspieltag auf dem Terminkalender. Drei Spiele finden am heutigen Mittwochabend (alle 19.30 Uhr) statt und fünf weitere Begegnungen werden am morgigen Gründonnerstag angepfiffen. Komplettiert wird der Spieltag dann am Ostermontag, wenn die Sportfreunde Oberau im absolut richtungsweisenden Heimspiel Türk Gücü Hanau zu Gast haben (Vorschau folgt).

Schon heute ran muss der FC Alemannia Gedern. Die Schwarz-Gelben haben zum dritten Mal in Folge Heimrecht und erwarten heute Abend die zweite Formation des Hessenligisten FC Bayern Alzenau. Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda wartet weiterhin auf den ersten Punktgewinn im neuen Jahr. Gelingt dieser nunmehr morgen Abend im Heimspiel gegen den VfB Offenbach?

FC Alemannia Gedern - FC Bayern Alzenau II (heute Abend; Anstoß 19.30 Uhr). Da hat der FCA am letzten Sontag eine große Chance verpasst. Bei einem Dreier gegen Abstiegsmitkonkurrent Türk Gücü Hanau hätte man die Abstiegsplätze verlassen. Nach 90 Minuten stand allerdings eine 0:1-Heimniederlage zu Buche, die auf jeden Fall vermeidbar war. FCA-Spielertrainer Jannik Jung sprach in seiner Nachbetrachtung von »schlechten 20 Anfangsminuten, in denen wir einfach zu viele Fehler gemacht und zu viele Bälle in der Spieleröffnung verloren haben«. Vor allem in der zweiten Halbzeit steigerte sich der FCA dann aber merklich. Jung sprach sogar von »guten 70 Minuten, in dem dann auch ein wenig Spielglück gefehlt hat«. Natürlich war man beim FCA enttäuscht nach diesem kleinen Rückschlag.

»Wir hatten aber nicht das Gefühl, dass wir ein Endspiel verloren haben«, führte Jung weiter aus. Jetzt sind es eben wieder fünf Punkte bis zum rettenden Ufer und zehnmal rollt in dieser Mammutsaison der Ball ja auch noch.

Die Aufgabe heute Abend wird mit Sicherheit nicht einfacher. Auch deshalb, weil man bei Hessenliga-Reserve-Mannschaften nie so richtig weiß, was einen erwartet. Wird der ein oder andere Spieler aus der ersten Formation runtergezogen, dann wird die Aufgabe nicht einfacher. Von der letzten 1:5-Auswärtsniederlage der Alzenauer in Nieder-Roden lässt sich Jung nicht blenden.

»In Nieder-Roden kann man verlieren«, so Jung. Keiner weiß das ja auch besser als der FCA, dem unlängst im Rodgau sogar »zehn Eier« ins Nest gelegt wurden. Jung erwartet vielmehr eine taktisch und spielerisch gut ausgebildete Gästemannschaft. »Wir werden mit Kampf und Leidenschaft versuchen müssen die Vorteile des Gegners zu kompensieren. Wenn man die Alzenauer spielen lässt, dann hat man gegen diese Mannschaft keine Chance«, teilte Jung mit. Mit Gianluca Kraus fehlte dem FCA am letzten Sonntag im Zentrum ein wichtiger Spieler, der auch heute Abend nicht zur Verfügung stehen wird. Wegen des weiteren Ausfalls von Maximilian Heck (Urlaub) wird das FCA-Trainerduo Jung/Bechmann zudem zu einer Umstellung in der Abwehrkette gezwungen. Lukas Reichert steht als mögliche Alternative weiterhin krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Gut möglich aber, dass Julius Öchler wieder in den Kader zurückkehren wird.

SC Viktoria Nidda - VfB Offenbach (Donnerstag; Anstoß 19.30 Uhr). Gelingt der Viktoria in diesem Nachholspiel zumindest der erste Punktgewinn im neuen Jahr? Die Elf von der Gänsweid geht zwar in jedes Spiel als Außenseiter, doch könnte an diesem Gründonnerstagabend etwas gehen. Das lässt sich vor allem damit begründen, weil die Gäste aus Offenbach im bisherigen Saisonverlauf in der Ferne noch nicht viel gerissen haben. Den bis dato einzigen Auswärtssieg errang der VfB ausgerechnet bei den Sportfreunden in Oberau (3:2).

Innerhalb von noch nicht einmal fünf Minuten brachten sich die Viktorianer am letzten Sonntag im Auswärtsspiel bei der SG Bruchhöbel um die Früchte einer guten ersten Halbzeit. Nach den bisher wohl drei schnellsten Gegentoren war die Messe bei der Schäfer-Elf dann sehr schnell gehalten. »Es ist schon extrem auffällig, dass wir unmittelbar nach der Halbzeit immer wieder Spiele schnell abgeben. Das war schon gegen die SG Rosenhöhe so. Erklären kann man das nicht«, teilte Viktoria-Spielertrainer Christoph Pilch mit. Im Lager des Tabellenschlusslichts hofft man natürlich, dass der Knoten in den nächsten Spielen einmal platzt.

Am besten schon gegen die Elf aus dem Fußballkreis Offenbach, denn bei einem ersten Erfolgserlebnis würde man auch den beiden anderen Büdinger Kreisvertretern ein wenig Schützenhilfe im Abstiegskampf leisten. Pilch lässt sich von der Auswärtsschwäche des Gegners nicht blenden und wundert sich ohnehin ein wenig, »dass der VfB so weit unten der Tabelle steht«. Noch aus dem Hinspiel (1:4) weiß der Niddaer Coach, »dass wir auf eine sehr temperamentvolle Mannschaft treffen, die vor allem auf den Außenbahnen gut besetzt ist«. Hinter dem Einsatz von Garik Rafaelyan steht noch ein Fragezeichen, definitiv fehlen wird Benjamin Geyer. Erstmals einsetzbar wäre der von Oberau gewechselte Youngster Josepe Dati. Pilch ließ noch offen, ob er morgen Abend schon zum Kader zählen wird.

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