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Marköbels Rohleder macht FCA Gedern Mut

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Region (fsr). Gleich am ersten Spieltag des Jahres hat sich in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost Entscheidendes getan. Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt bejubelte einen 4:1-Sieg gegen die Sportfreunde Oberau und freute sich zugleich über den Patzer von Verfolger SG Rosenhöhe im Stadtduell beim VfB Offenbach (1:2). Der Vorsprung der Roten ist somit angewachsen, aktuell thront die Elf von Trainer Lars Schmidt mit acht Punkten Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten Kickers Obertshausen (2:

1-Sieg bei Alzenau II) einsam an der Spitze. Dass die Partie gegen Außenseiter Oberau für sein Team holprig begann, war für Ex-Profi Schmidt nicht außergewöhnlich. »Es ist meistens so, dass zu Beginn einer Rückrunde die abstiegsgefährdeten Mannschaften mit großem Eifer agieren«, attestierte er den Gästen aus der Wetterau eine gute Einstellung. Die gingen zwar durch Stefano Amore in Führung, am Ende setzte sich aber doch die starke Qualität des Spitzenreiters durch.

Es war ein Tag wie gemacht für Andreas Griesenbruch: Der Vorsitzende des VfB Offenbach feierte am heimischen Sportgelände am Bierbrauerweg bei schönem Wetter nicht nur seinen 55. Geburtstag, sondern auch einen 2:1-Derbysieg gegen die SG Rosenhöhe Offenbach. Ein echtes Ausrufezeichen der Gastgeber im Abstiegskampf, ein gehöriger Dämpfer für die SGR. Dabei erwischten die Gäste vor knapp 300 Zuschauern einen Traumstart. Vom Anstoß weg kam der Ball zu Robin Weber, der sofort zum 0:1 traf - keine zehn Sekunden waren gespielt. Im weiteren Verlauf bissen sich die Gastgeber in die Partie und drehten in Hälfte zwei durch Treffer von Serhat Gumus und Imran Gulzar den Spieß noch um. Von der Niederlage der SG Rosenhöhe profitierten neben den »Roten« aus Seligenstadt auch die Kickers aus Obertshausen, die nach ihrem Last-Minute-Auswärtssieg bei Bayern Alzenau II nun Zweiter sind.

Groß ist die Spannung auch in der hinteren Tabellenhälfte, wo der siebtletzte Platz das Maß aller Dinge ist. Den nimmt aktuell mit 22 Punkten Türk Gücü Hanau ein. Das Team von Neu-Trainer Cengiz Avan ist jedoch am Straucheln und kassierte beim 1:5 im Hanauer Kreisderby gegen die SG Bruchköbel bereits die zweite hohe Niederlage in diesem Jahr. »Wir machen eine schwere Zeit durch. Uns fehlen wichtige Spieler und man hat auch nicht den Eindruck, dass unseren Spielern bewusst ist, dass wir im Abstiegskampf stecken. Die Einstellung muss in den nächsten Spielen besser werden«, erklärte Arslan. Am kommenden Wochenende steht das richtungsweisende Match beim punktgleichen FSV Bad Orb ein. Auch die Kurstädter gingen am Wochenende baden - 0:5 in Langen. »Das war eine unterirdische Leistung. Wir waren in allen Belangen unterlegen und Langen hat einen super Fußball gespielt. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und gegen Türk Gücü Hanau ein anderes Gesicht zu zeigen«, resümierte Bad Orbs Innenverteidiger Tobias Döppenschmitt.

Oberau der beste Kreisvertreter

Von den Büdinger Kreisvertretern haben die Sportfreunde Oberau (18 Punkte, vier Zähler Rückstand) aktuell noch die besten Karten auf der Hand, doch auch beim FC Alemannia Gedern keimt nach dem verdienten 1:0-Sieg bei der SG Marköbel wieder neue Hoffnung. Mut macht dem FCA ausgerechnet Wolfram Rohleder, der am Saisonende scheidende Coach des unterlegenen Auftaktgegners. »Ich sehe Gedern in der Tabelle völlig unterbewertet. Klar ist der Rückstand groß, doch uns sind solche Aufholjagden auch schon mehrmals gelungen. Wenn dem Team mal drei, vier Siege am Stück gelingen, ist bei der großen Anzahl der noch ausstehenden Spielen noch etwas möglich«, findet Rohleder, der in der kommenden Saison den Gelnhäuser Kreisoberligisten SG Altenhaßlau/Eidengesäß betreut. Acht Zähler Rückstand sind für Gedern auch nach dem Sieg in Hammersbach freilich immer noch ein Brett, doch die Jung-Truppe hat gegenüber den Mitkonkurrenten noch ein oder gar zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

Düsterer sieht die Lage bei Viktoria Nidda aus. Das Schlusslicht weist erst neun Zähler auf. Der erste Auftritt im neuen Jahr (1:8 bei Germania Klein-Krotzenburg) lässt nichts Gutes für das Team von Trainer Christoph Pilch erahnen. Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Viktoria eine Klatsche kassierte. Insgesamt 79 Gegentore sprechen nach 21 absolvierten Spieltagen eine deutliche Sprache. Nidda neuer Torwart Andre Schmid, der im Winter vom Kreisoberligisten FSV Dauernheim an die Gänsweid wechselte, hatte sich seinen Einstand beim Gruppenligisten sicherlich anders vorgestellt.

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