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Löwen-Serie reißt gegen Kassel

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Region . Nach vier Siegen in Folge hat es die Löwen Frankfurt wieder erwischt. Ausgerechnet im Hessen-Derby gegen die Kassel Huskies. Trotz der 3:5 (0:2, 1:2, 2:1)-Niederlage bleiben die Löwen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL)2 sicher auf Rang drei, mit Tuchfühlung zur Spitze.

Bereits heute (19.30 Uhr) bekommen die Frankfurter die Gelegenheit, sich bei den Nordhessen zu revanchieren. Der Unterschied ist: Die »Schlittenhunde« dürfen in der eigenen Halle auf die Unterstützung von 1830 Zuschauern bauen. Am Samstag in Frankfurt waren Fans noch nicht zugelassen. Die rund 80 Personen, die sich in der 7000 Personen fassenden Eissporthalle eingefunden hatten, sorgten nach dem Rückstand der Löwen mit einer sehr temperamentvollen Unterstützung dennoch für eine erstaunliche Stimmung. Aber es gelang ihnen nicht ganz, dieses Temperament auf die Mannschaft zu übertragen. Die Löwen kamen schlecht ins Spiel und kassierten, nachdem sie durch das 1:3 endlich gefährlich wirkten, postwendend das 1:4. »Im Schlussdrittel haben wir den Gegner klar überspielt, da war es schon zu spät«, meinte Trainer Bo Subr, der mit der Leistung seines Teams unzufrieden war. »Wir haben schlecht begonnen, zu wenig Zweikämpfe angenommen und von denen auch nur wenige gewonnen. In den letzten Minuten haben wir alles versucht, sind immer wieder am überragenden Jonas Neffin gescheitert.«

Der 21 Jahre junge Goalie war einer der Hauptgründe für den doch ein wenig unerwarteten Coup der Huskies. Die zuletzt so effektive Offensive der Löwen scheiterte ein ums andere Mal an Kassels dichter Defensive. Die Löwen liefen Angriff auf Angriff in Kassels Drittel und zogen dort ihre Runden, die Huskies machten die Mitte dicht und verstanden es so, die Löwen aus ihrem Slot fernzuhalten.

Das Schussverhältnis von 41:26 täuscht, denn zwingende Chancen ließen die Gäste kaum zu. Die Mehrheit der meist offenen Weitschüsse fing Neffin sicher, Gelegenheiten zu Rebounds ergaben sich kaum. Ganz anders auf der anderen Seite: Die Huskies sorgten für viel Verkehr vorm Frankfurter Tor, erzielten vier der fünf Treffer (Denis Shevyrin, Fabian Ribnitzky, Mitch Wahl, Lukas Laub, Oliver Granz) im Nachschuss nach Abprallern.

Für die Löwen trafen Adam Mitchell, Ryon Moser und Brett Breitkreuz. Für Subr ist die Niederlage kein Drama. »Das kann schon am Montag anders aussehen.«

Sein Team habe durch die Verstärkungen nun auch in der Breite genügend Qualität, um sich in den zwölf verbleibenden Hauptrundenspielen eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu verschaffen. »Bei drei Begegnungen pro Woche können wir reagieren. Die Aufstellung wird in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Physiotherapeuten gemacht, die Spieler bekommen Zeit, um zu regenerieren und Wehwehchen auskurieren«, sagt Subr.

Ein Neuer kam gestern sogar noch hinzu: Der Kanadier Reid McNeill wechselt von den Fischtown Pinguins aus der DEL zu den Löwen, wo er die Rückennummer 4 erhält. Ob der 29-jährige Verteidiger heute in Kassel schon im Kader steht, wird sich kurzfristig entscheiden. Michael Löffler

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