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Leichte Entwarnung im Lazarett

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Von: Christoph Sommerfeld

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Christoph Körner und Marc El-Sayed (rechts) gehören nach ihren Verletzungen in Kaufbeuren und gegen Weißwasser wieder zum Aufgebot des EC Bad Nauheim. © Red

Bad Nauheim (cso). Nach den jüngsten Hiobsbotschaften über die langen Ausfallzeiten von Philipp Maurer und Philipp Wachter entspannt sich die Lage im Lazarett von Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim immerhin ein wenig. Drei Rückkehrer verstärken den Kader für die Auswärtspartie beim ESV Kaufbeuren am Donnerstag (19.30 Uhr). Am Sonntag (18.30 Uhr) dürfen die Wetterauer dann zum vorerst letzten Mal vor Zuschauern ran.

Die Lausitzer Füchse kommen zum weihnachtlichen Duell in den Kurpark.

Geisterspiele - Bei der Halbzeit-PK der DEL 2 zu Beginn dieser Woche mit Geschäftsführer Rene Rudorisch und Harry Lange stand unter anderem ein möglicher Wettbewerbsnachteil der sächsischen und bayerischen Klubs auf der Agenda. Vor dem Hintergrund des dort schon länger stattfindenden kompletten Zuschauerausschlusses durchaus ein Thema. Der Bad Nauheimer Coach sieht in diesem Zusammenhang nur bedingt eine Wettbewerbsverzerrung. »Man kann so argumentieren. Ich denke aber, man sollte die Zuschauer da reinlassen, wo es möglich ist. Und das würde ich genauso sagen, wenn wir derzeit in Hessen die hohen Zahlen hätten.« Nach Weihnachten hat sich das Thema zunächst mal erledigt. Im Zuge der neuen Corona-Regeln finden flächendeckend Geisterspiele statt. Dies bleibt - in Hessen - mindestens bis 13. Januar so.

Lange hat derweil ein ganz anderes Problem und weist noch mal auf möglicherweise bevorstehende Quarantäne-Anordnungen für große Teile eines Teams hin. »Was machen wir, wenn es einen Klub erwischt, der dann mit zehn Spielern weniger antreten muss als der andere? Da sehe ich den sportlichen Wettbewerb viel eher gefährdet, zumal wir ja auch einen Auf- und einen Absteiger ausspielen wollen.«

Personal - U20-Goalie Nicolas Moll gibt den Vertreter für den verletzten Philipp Maurer. Bei Wachter befürchtet man weiterhin eine Ausfallzeit von bis zu drei Monaten. Mit Förderlizenzspieler Robin van Calster, Kapitän Marc El-Sayed und Stürmer Christoph Körner kehrt derweil ein Trio in den Kader zurück, das dem Coach in der Offensive wieder mehr Spielraum lässt. Auch Langzeitausfall Andreas Pauli wird laut Lange »in ein paar Tagen« im Line-Up erwartet.

Miese Bilanz in Kaufbeuren - Im Allgäu gibt es für gewöhnlich nichts zu holen für die Wetterauer. Seit Inbetriebnahme der Schwaben-Arena im Oktober 2017 hat der EC Bad Nauheim dort noch keine Partie gewinnen können. Harry Lange war jedes Mal dabei - zunächst als »Co«, dann als Headcoach. Den Jokern fehlt mit Florian Thomas derzeit u. a. der dienstälteste Feldspieler. Das Penalty-3:4 des ESVK in Crimmitschau am Dienstag sah Lange bei Sprade TV. »Kaufbeuren war mindestens gleichwertig, wenn nicht besser. Wir sind dort Außenseiter. Das ist kein Understatement.«

Besserung gegen Füchse - Bei der Zuweisung der Favoritenrolle schwingt sicher noch ein wenig der Ärger über die Leistung bei der jüngsten Niederlage mit. Die musste man am vergangenen Sonntag in Weißwasser quittieren. Schon am zweiten Weihnachtstag haben die Roten Teufel im Colonel-Knight-Stadion die Gelegenheit zur Revanche. Was besser werden muss im Vergleich zu Sonntag? Zum Beispiel das Powerplay. »Das mag zwar gut ausgesehen haben, weil wir schnell in der Formation waren. Letztlich haben sich aber zu wenige Schusschancen ergeben. Und wenn sie mal da waren, haben wir noch mal gepasst. Wenn wir besser gepasst hätten, haben wir geschossen«, sagt Lange.

Die Partie darf noch mal vor Zuschauern stattfinden - 3000 dürfen rein. Es gilt »2G«.

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