1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Lange-Team müht sich zum Sieg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Sommerfeld

Bad Nauheim (cso). Das war ein hartes Stück Arbeit gegen den Tabellenletzten. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat am Sonntag mit Mühe Platz vier in der DEL 2 zurückerobert. Gegen die Selber Wölfe stand am Ende ein 5:2 (2:2, 2:0, 1:0)-Erfolg zu Buche.

Bei den Gastgebern konnte Kevin Schmidt nicht verteidigen. Seine Frau steht unmittelbar vor der Geburt ihres Kindes. Christoph Körner fehlte erneut aus gesundheitlichen Gründen, während Daniel Ketter ins Line-Up zurückkehrte, nachdem er am Freitag der Ü23-Regel zum Opfer gefallen war.

Zwei Gegentore nach zehn Minuten

Nach zehn Minuten rieben sich die Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion die Augen, als es 2:0 für das Schlusslicht hieß. Die Selber wurden dabei durch haarsträubende Fehler der Roten Teufel zum Toreschießen quasi eingeladen. Zunächst bereitete Daniel Schwammberger für Lukas Vantuch vor (2.), ehe die Gästeakteure die Rollen tauschten und der Tscheche von links für seinen Sturmpartner auflegte (9.). Von Nauheim kam bis dato nichts Zwingendes. Tobias Wörle nahm sich in Minute elf den ersten gefährlichen Schuss. Als der nächste Teufel-Fehler schon das 3:0 anzukündigen schien, netzte Stefan Reiter im Gegenzug zum Anschluss und weckte sein Team aus der Lethargie (12.). Reiter war es auch, der die aufgebrachten Fan-Gemüter auf den Rängen beruhigte und den Spielstand zum 2:2 ausgleichen konnte (18.). In der Abwehr ging es dennoch vogelwild weiter. Huba Sekesi legte Richard Gelke die Scheibe auf den Schläger und ermöglichte diesem mit der Sirene beinahe das dritte Wölfe-Tor.

Das 3:2 für die Kurstädter fiel in Überzahl, wenngleich das Powerplay an diesem Abend weniger gut funktionierte. Jerry Pollastrone zielte bei seinem Schuss ins lange Eck (21.). Die Wetterauer wirkten ein wenig wacher und reduzierten die Fehlerquote. Die Pässe kamen besser, und für Selb boten sich nicht viele Chancen. In der 30. Minute umkurvte Leon Köhler das Tor und brachte die Scheibe in den Slot. Aus dem Gewühl stocherte Mick Köhler das Spielgerät zum 4:2 über die Linie. Der Gewaltschuss von Pollastrone aus kurzer Distanz landete im Fangnetz (38.).

Im Schlussdrittel hätte Reiter, der später zum Spieler des Tages gewählt wurde, fast seinen dritten Treffer erzielt (43.). Pollastrone machte mit einem Alleingang weiter auf sich aufmerksam (46.), und Wölfe-Goalie Michael Bitzer rettete vor dem einschussbereiten Mick Köhler (48.). Dann wären die Gäste fast wieder im Spiel gewesen. In Überzahl fingen sich die Roten Teufel einen Konter, bei dem Schwamberger schon alleine auf Felix Bick zulief. Taylor Vause setzte aber gut nach und störte noch entscheidend. Mit schnellen Schritten machte sich schließlich Tristan Keck auf zum 5:2 (58.).

»Das sind Fehler, die nicht passieren dürfen«, haderte Harry Lange mit dem ersten Drittel. »Derzeit macht sich im Umfeld einiges negativ bemerkbar. Das lässt sich nicht immer von der Mannschaft fernhalten«, lieferte der EC-Coach eine Erklärung für die schwankenden Leistungen.

Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Stephan, Tomas Schmidt, Mick Köhler, Hafenrichter, Seifert, Ketter - Vause, Hickmott, Pollastrone, Wörle, Keck, Bires, Reiter, El-Sayed, Herrmann, van Calster, Leon Köhler. Selb: Bitzer - Egger, Slavetinsky, Silbermann, Ondruschka, Böhringer, Walters, Gimmel - Thompson, Miglio, Reuß, Schwamberger, Gelke, Vantuch, Glemser, Deeg, Hammerbauer, Hechtl, Naumann.

Schiedsrichter: Engelmann/Schmidt. - Zuschauer: 1112. - Tore: 0:1 (2.) Vantuch (Schwamberger, Gelke), 0:2 (9.) Schwamberger (Vantuch, Gelke), 1:2 (11.) Reiter (Herrmann, Seifert), 2:2 (18.) Reiter (Seifert, Herrmann), 3:2 (21.) Pollastrone (M. Köhler, Sekesi - PP1), 4:2 (30.) M. Köhler (Bires), 5:2 (58.) Keck (Bires, M. Köhler). - Strafzeiten: 2:8 Minuten.

Auch interessant