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Krutenkos goldenes Tor

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Gelungener Restrundenstart für Jan Schaller (rotes Trikot): Der Torsteher hält seinen Kasten sauber und fährt mit dem FC Alemannia Gedern einen Auswärtserfolg ein. ARCHIVFOTO: RLE © Red

Oberau/Gedern/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost ist der FC Alemannia Gedern mit einem Auswärtssieg in die verbleibende Restsaison gestartet. Bei der SG Marköbel landeten die Schwarz-Gelben einen knappen 1:0 (0:0)-Erfolg und nahmen damit Revanche für die 2:5-Hinspielschlappe. Die erwartete Auswärtsniederlage setzte es für die Sportfreunde Oberau beim Tabellenführer und Namensvetter in Seligenstadt.

Beim Ligaprimus hatten Kipper, Kuhl & Co. mit 1:4 (1:1) das Nachsehen. Chancenlos am ersten Spieltag im neuen Jahr war Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda. Die Gänsweid-Elf kassierte beim FC Germania Klein-Krotzenburg eine 1:8 (1:5)-Auswärtsschlappe.

Sportfreunde Seligenstadt - Sportfreunde Oberau 4:1 (1:1). Die Rollen vor diesem Duell »David« gegen »Goliath« waren klar verteilt. Dennoch nahm das Match an der Aschaffenburger Straße zunächst einen überraschenden Verlauf. Oberau erzielte nach einer Viertelstunde durch Stefano Amore, der nach einem Fehler in der Seligenstädter Hintermannschaft per Abstauber erfolgreich war, den Treffer zum 0:1. Dieser Führungstreffer gab dem Büdinger Kreisvertreter merklich Auftrieb. Angetrieben vom Torschützen zum 1:1, Muhammed Kayaroglu, meldete sich der Tabellenführer dann aber nach knapp einer halben Stunde zurück.

Oberau mit Verletzungspech

Der Ausgleich in der 28. Minute gab dem Favoriten Sicherheit. »Auch wenn nicht alles planmäßig gelaufen ist, hatte ich nie das Gefühl, dass wir das Spiel nicht gewinnen werden«, sagte Seligenstadts Trainer Lars Schmidt. Der Ex-Profi sollte in der zweiten Hälfte recht behalten. Der 2:1-Treffer von Marco Romeo Lagares war schließlich der Dosenöffner, Allerdings ging diesem Treffer nach Auskunft von Oberaus Coach Christoph Werner ein klares Foulspiel eines Seligenstädter Spielers voraus, so dass es den nachfolgenden Eckball nicht hätte geben dürfen. Verletzungssorgen brachten die Gäste in diesem schweren Auswärtsspiel ein wenig aus dem Rhythmus. Jonas Jacobi musste schon in der ersten Halbzeit vorzeitig vom Platz und der für den Routinier eingewechselte Neuzugang Björn Gniot erwischte es dann nach genau einer Stunde. »Wir hätten noch mehr Treffer erzielen können«, meinte Seligenstadts Coach Lars Schmidt nach Spielende. Es waren noch deren zwei. Jan Hertrich (66.) und der eingewechselte Alexandru Strechie (88.) schraubten das Ergebnis zu einem am Ende standesgemäßen 4:1 nach oben.

Auf Oberauer Seite war Coach Christoph Werner, trotz der Niederlage, mit der gezeigten Leistung nicht unzufrieden. »Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht«, teilte Werner mit. Der aus Oberauer Sicht erhoffte Bonuspunkt ließ sich nicht realisieren. Allerdings war schon vor diesem ungleichen Duell einem jedem bewusst: Punkte für das angestrebte Unterfangen Klassenerhalt müssen die Grün-Weißen gegen andere Mannschaften in dieser Liga holen.

Sportfreunde Seligenstadt: Schneider - Schüßler, Zormpalas, Friess, Knecht, Fleckenstein, Marton, Hertrich (80./ Strechie), Romero Lagares (69./ Serra), Kayaroglu, P. Traut.

Sportfreunde Oberau: Klahr - Weitzel, Steiper, Jacobi (35./Gniot/60./T. Becker)), Kurtovic, Schmied, Kipper, Kuhl, van Haaren (46./R. Becker), Gollan, Amore.

Tore: 0:1 Amore (15.), 1:1 Kayaroglu (28.), 2:1 Romero Lagares (53.), 3:1 Hertrich (66.), 4:1 Strechie (88.) Schiedsrichter: Rehman (Bornheim). Zuschauer: 150. Beste Spieler: Kayaroglu, Knecht / Kipper.

SG Marköbel - FC Alemannia Gedern 0:1 (0:0). Die SG Marköbel ist in den Startlöchern stehengeblieben und musste am Ende gegen den stark abstiegsgefährdeten Gast aus Gedern eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Ebenfalls bitter: Torhüter Felix Sticher sah kurz vor Schluss nach einem Foulspiel außerhalb seines Strafraums die Rote Karte und wird die nächsten Spiele fehlen. Der FCA hingen hat im fast aussichtslosen Kampf um den Ligaverbleib im ersten Spiel des neuen Jahres ein Lebenszeichen gesendet.

Auf dem Hartplatz am Ortsmittelpunkt entwickelte sich ein verteiltes Spiel, mit zunächst wenigen Torchancen. Die Gäste aus Gedern griffen über die Flügel an, waren aber vor dem Tor zunächst ohne Durchschlagskraft. Die einzige dicke Chance des ersten Abschnitts verzeichnete die Rohleder-Elf. Nach gutem Pass von Sascha Roloff lief Can Kayalar alleine auf das Gästetor zu, scheiterte aber mit seinem Abschluss am gut reagierenden FCA-Schlussmann Jan Schaller.

Fünf Minuten nach der Pause wurde ein Schuss vom aufgerückten SGM-Akteur Tim Rackensperger im letzten Moment abgeblockt. Auf der Gegenseite scheiterte Spielertrainer Jannik Jung an Sticher. »Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel meinte der stellvertretende SGM-Vorsitzende Mark Wesenberg. Doch in der 74. Minute jubelten plötzlich die Gäste: Anton Krutenko drückte aus dem Gewühl heraus die Kugel zum entscheidenden Treffer über die Linie. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Kayalar in der 80. Minute.

Marköbels Pressewart Adolf Möller war enttäuscht: »Das war ein sehr dürftiger Auftritt und kein Vergleich zu unseren guten Leistungen in den Spielen vor der Winterpause.« Den Dreier der Gäste bezeichnete er als nicht unverdient. »Sie wollten den Sieg einfach mehr«, so Möller. »Es war ein absolutes Kampfspiel und den Kampf haben wir angenommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir die klareren Torchancen, so dass unser Sieg, so denke ich, in Ordnung geht«, lautete das Fazit von FCA-Spielertrainer Jannik Jung.

SG Marköbel: Sticher - Mäser (80. Maisch), Vetchel, Rackensperger (56. S. Wesenberg), Karges, Meinzer, Kuhl, Roloff (85. Bashir), Schabet, Stötzer, Kayalar. FCA Gedern: Schaller - Barschtipan, Wagner, Heck, Grüning, Krutenko, Jung (90. Hainz), Emrich (80. Vonalt), J. Lohrey, Oechler (60. Volz), Reichert. Tor: 0:1 Krutenko (74.). Schiedsrichter: Pelitli (Fernwald). Vorkommnis: Rote Karte für Sticher (88./Marköbel). Zuschauer: 90. Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung/Heck, Emrich, Lohrey.

Für Nidda gibt es nichts zu holen

FC Germania Klein-Krotzenburg - SC Viktoria Nidda 8:1 (5:1). Außer Spesen nichts gewesen. Für die Viktoria begann das neue Jahr wenig verheißungsvoll. Bei den offensivstarken Germanen in Klein-Krotzenburg stand die Pilch-Elf von Beginn an auf verlorenem Posten. Neuzugang Andre Schmid, der gestern Nachmittag bei den Viktorianern erstmals zwischen den Pfosten stand, hatte sich sein Debüt sicherlich auch anders vorgestellt. Germania Klein-Krotzenburg hingegen präsentiert sich im Jahr 2022 bislang recht torhungrig. Nach dem 6:0 gegen Türk Gücü Hanau fegte die Mannschaft von Trainer Murat Fil auch die Wetterauer vom Feld. Beim 8:1-Erfolg der Hainburger war schon zur Pause (5:1) die Messe gelesen. Niklas Kaufmann war mit vier Treffern der Spieler des Tages. »Wir haben in der ersten Hälfte viele Torchancen von Nidda zugelassen, was zum Glück nicht bestraft worden ist«, fand dann Germania-Sprecher Ralf Walter doch noch ein Haar in der Suppe. Der Sieg seiner Elf war ungefährdet, den Torreigen eröffnete Vuk Toskovic in der siebten Minute mit einem verwandelten Handelfmeter. Danach nahm das Unheil für Schlusslicht Nidda seinen Lauf. Mit einem verwandelten Strafstoß kam Nidda immerhin zum Ehrentreffer.

FC Germania Klein-Krotzenburg: Aschenbach - Schösser, Holl, Scheel, Schuschkleb, Seker, Kaufmann (56. Bergmann), Walter (65. Spahn), Eckert, Toskovic, Kohnke (75. Schwab). SC Viktoria Nidda: Schmid - Pilch, Storz, Geyer, A. Dashyan, Jungmann, Jusufi, Hofmann (55. Berting), Flick (55. Matheis), Yilmaz (65. Kurdjan), Rafaelyan. Tore: 1:0 Toskovic (7./HE), 2:0 Kaufmann (32.), 3:0 Kohnke (35.), 3:1 Dashyan (39./FE), 4:1 Toskovic (45.), 5:1 Kaufmann (45.+2), 6:1 und 7:1 Kaufmann (46./55.), 8:1 Schwab (81.). Schiedsrichter: Tesch (Dieburg). Zuschauer: 75. Beste Spieler: Scheel, Kaufmann / -.

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