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Spielertrainer Jannik Jung (rechts) bleibt Gruppenligist Alemannia Gedern eine weitere Saison erhalten.

FC Alemannia Gedern

Kontinuität auf den Trainerstühlen

Fußball-Gruppenligist verlängert mit Jannik Jung, aber Paul Harmann geht. Tino Schmitt kümmert sich weiterhin um das B-Team.

Gedern (tfr). Der FC Alemannia Gedern setzt trotz einer sportlich nicht einfachen Vorrunde auf Kontinuität. Das Trainerteam um Jannik Jung (29) sowie Tino Schmitt (47) und die meisten Spieler beider Mannschaften haben dem Klub bereits ihre Zusage für die kommende Fußball-Saison gegeben.

Paul Harmann verlässt den Klub

Die Zusagen der A-Team-Akteure gelten sowohl für die Gruppenliga Frankfurt Ost als auch für die Kreisoberliga Büdingen. Paul Harmann, mit sieben Treffern bester Torschütze der ersten Mannschaft, wird Gedern allerdings zur Winterpause verlassen. Der Student zieht um und heuert deshalb bei dem West-Gruppenligisten FG Seckbach an.

Gruppenliga-Spielertrainer Jannik Jung fiel die Vertragsverlängerung trotz des vorletzten Tabellenplatzes zur Winterpause nicht schwer. »Für mich war schnell klar, dass ich in Gedern weitermachen möchte. Der Verein und die Mannschaft sind sehr besonnen mit der sportlich schwierigen Situation umgegangen. Dies hat mir einmal mehr gezeigt, dass der Zusammenhalt in diesem Verein etwas ganz Besonderes ist«, betont der 29-Jährige. Er sei sich sicher, dass er mit der Alemannia in Zukunft noch viel erreichen könne und freue sich daher sehr auf die kommenden Aufgaben.

Dabei liegen turbulente Wochen hinter dem Verein. Während sich die zweite Mannschaft als Tabellendritter in der Führungsgruppe der A-Liga etablieren konnte, musste die erste Mannschaft in der Gruppenliga einige Male Lehrgeld zahlen, so dass sie aktuell auf einem Abstiegsrang überwintert (elf Punkte nach 19 Partien). Für den Vorsitzenden Kai Grüning war es gerade deswegen sehr wichtig, dass diese Entscheidungen bereits vor dem Jahreswechsel getroffen wurden: »Wir können die aktuelle sportliche Situation sehr realistisch einschätzen. Die Abstiegs-Wahrscheinlichkeit ist gegeben. Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir den eingeschlagenen Weg trotzdem weiter in dieser Konstellation fortsetzen können.«

Moral trotz Talfahrt weiterhin intakt

Auch wenn die Ergebnisse in der bisherigen Runde nicht wie gewünscht ausfielen, sind Grüning und seine Vorstandskollegen »zufrieden mit der Arbeit des Trainerteams und der Mannschaft«. Die Ergebnisse seien kein wirkliches Spiegelbild der gezeigten Leistungen. »Die Moral der Mannschaft ist weiterhin intakt und eine positive Entwicklung der Spieler weiter erkennbar. Der 5:1-Auswärtserfolg bei Türk Gücü Hanau im letzten Match des Jahres ist der beste Beweis dafür«, betont der Vorsitzende.

Hauptverantwortlich für die zwischenzeitliche sportliche Talfahrt seien laut Grüning die enormen personellen Probleme gewesen. Auf der Ausfallliste der Gelb-Schwarzen standen durchgehend mindestens acht Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft.

Trotz allem hat der Vorsitzende das Kapitel Gruppenliga noch lange nicht abgehakt: »Unser Ziel ist es weiterhin, dass wir uns mittelfristig in dieser Spielklasse etablieren wollen. Wir haben das Gefühl, dass wir in dieser Liga mithalten können. Klar war uns aber immer auch, dass wir unser Potenzial dafür voll ausschöpfen müssen. Dies war aufgrund der personellen Lage in den letzten Wochen leider nicht der Fall. Ich glaube aber fest daran, dass wir in der Rückrunde auch bei sechs Absteigern noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben.« Wenn es am Ende nicht reichen sollte, werde der Klub in der Kreisoberliga alles versuchen, um 2023 wieder in der Gruppenliga zu spielen. »Für dieses Vorhaben haben wir uns jetzt bestmöglich aufgestellt, darüber bin ich sehr glücklich«, so Grüning.

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