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Kleta sprintet auf Platz sechs

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Juan-Sebastian Kleta (2. von rechts) stürmt bei der Jugend-DM in Ulm erwartungsgemäß ins 100-Meter-Finale der U20 und wird dort mit 10,57 Sekunden Sechster. © Jens Priedemuth

Büdinger hofft weiter auf Staffelplatz bei der U20-WM.

Ulm/Büdingen (kie). Juan Sebastian Kleta aus Büdingen hatte einen Plan. Der Bundeskaderathlet im Trikot des TV Gelnhausen wollte bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in Ulm ins Finale über 100 Meter kommen. Das war das Pflicht-Programm. Und das erreichte er.

Die Kür sollte eine möglichst schnelle Zeit Zeit. Optimal klar unter 10,55 Sekunden - der Weltmeisterschafts-Norm für die Titelkämpfe der Altersklasse U20 in Cali (Kolumbien). Bei den hessischen Titelkämpfen daheim in Gelnhausen hatte Kleta mit 10,51 Sekunden die Norm schon einmal unterboten und ist seitdem die Nummer fünf in Deutschland. Der Haken ist jedoch, dass der Deutsche Leichtathletik Verband für die Weltmeisterschaften nur zwei Tickets vergibt. Führender im Ranking ist Eddie Reddemann (Bayer Leverkusen) mit 10,39 Sekunden. Dahinter rangiert mit 10,44 Sekunden Benedikt Thomas Wallstein (Gothaer Leichtathletik-Zentrum). Der fällt aus der Rechnung aber raus, da er noch der jüngeren U18 angehört, jüngst bei der EM seiner Klasse schon in Jerusalem aktiv war und somit für den Trip nach Südamerika geblockt war. Dahinter trennten die beiden nächsten Sprinter nur winzige 0,01 Sekunden. Tobias Morawietz (VfL Wolfsburg/10,49 sec) sowie Chidiera Onuoha (THC Brühl/10,50 sec.) rangieren in der Liste nur einen Wimpernschlag vor dem schnellen Gelnhäuser.

Als Sieger seines Vorlaufes unterstrich Juan-Sebastian mit 10,58 Sekunden, dass er gut drauf ist und zog mit dem großen »Q" hinter seinem Namen als direkter Qualifikant ins Halbfinale ein. Auch dort passte es. Hinter Top-Favorit Reddemann (10,33 sec.) zeigte der TVGler 10,51 Sekunden und hatte keine Probleme mit dem Finaleinzug. Leider schob in beiden Läufen ein zu starker Rückenwind die Sprinter an.

Beim Endlauf herrschten dann mit nur + 0,2 m/sec. Rückenwind reguläre Bedingungen. In einem spannenden Rennen überraschte Chidiera Onuoha. Der Mann vom THC Brühl setze sich in 10,37 Sekunden hauchdünn gegen den Favoriten Eddie Reddemann durch (10,38 sec.) und verbesserte dabei seine Bestzeit gleich um satte 0,13 Sekunden! Die beiden Top-Platzierten haben somit das WM-Ticket in der Tasche und bilden auch das Gerüst für die deutsche Sprintstaffel über 4x100 Meter.

Juan Sebastian Kleta lieferte mit 10,57 Sekunden als Sechster wieder eine starke Zeit ab, wirkte aber auf den letzten Metern etwas »fest«. Vor dem Gelnhäuser sortierten sich im Finale noch Tobias Morawietz (VfL Wolfsburg/10,47 sec.), Heiko Gussmann (LG Region Karlsruhe/10,53 sec.) und der zeitgleiche Vincent Herbst /SC Potsdam/10,57 sec.) ein. Eine Chance auf einen Staffelplatz ist auf alle Fälle da. Abwarten, wie der Deutsche Leichtathletik-Verband sich entscheidet.

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