1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Klatsche für FCA Gedern

Erstellt: Aktualisiert:

_202833_4c
Garik Rafaelyan (vorne) kassiert mit Nidda eine Auswärtsniederlage. ARCHIVFOTO: SEN © Red

Oberau/Gedern/Nidda (jore). Alle drei Büdinger Kreisvertreter mussten in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt am gestrigen 25. Spieltag auswärts ran. Null Punkte, so lautete am Ende die ernüchternde Bilanz. Zumindest nahe dran an einem Punktgewinn waren die Sportfreunde Oberau, die beim FC Germania-Klein-Krotzenburg eine knappe und ärgerliche 0:1 (0:0)-Niederlage kassierten.

Achtbar aus der Affäre zog sich Tabellenschlusslicht SC Viktoria Nidda beim Tabellenfünften FC Bayern Alzenau II, wo man eine 1:3 (1:2)-Niederlage kassierte. Total von der Rolle hingegen präsentierte sich der FC Alemannia Gedern. Die Schwarz-Gelben wurden von der SG Nieder-Roden regelrecht überrollt und kassierten beim 0:10 (0:3)-Desaster die bisher höchste Saisonniederlage.

FC Germania Klein-Krotzenburg - Sportfreunde Oberau 1:0 (0:0). Die angespannte Personallage bei den Gästen aus Oberau wurde schon deutlich, als man auf den Spielberichtsbogen schaute, denn die Sportfreunde waren ohne Ersatzkeeper und mit nur 14 Feldspielern in den Fußballkreis Offenbach angereist. In der Offensive hatte Enis Gjoshi, der Torjäger der zweiten Mannschaft, das Vertrauen von Coach Christoph Werner erhalten.

»Das war eine ganz bitter Niederlage für uns«, teilte Oberaus Coach Christoph Werner nach Spielende mit. Der Trainer der Sportfreunde berichtete von einer starken Vorstellung seiner Mannschaft, die durchaus in Führung hätte gehen können. »In der ersten Halbzeit waren wir über weite Strecken überlegen und hatten auch ein Chancenplus«, teilte Werner mit. Die größte Möglichkeit in Führung zu gehen vergab Semir Kurtovic, als dieser nach Eckstoß von Paul Kipper das Leder frei neben das Tor setzte. Immer wieder gute Einzelaktionen von Paul Kipper führten ebenfalls nicht zum Erfolg.

»Eigentlich war das ein 0:0-Spiel, das wir letztlich mit einem gut vorgetragenen Angriff für uns entschieden haben«, resümierte auf der Gegenseite Germania-Sprecher Ralf Walternach. Der junge Niklas Kaufmann war in der 78. Minute der Matchwinner für seine Germania. Nach guter Vorarbeit von Vuk Toskovic über Außen nahm Kaufmann das Leder gut an und vollendete überlegt. Mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft war der Germania-Funktionär nicht zufrieden. Immerhin gelang nach der Pause eine Steigerung und gegen etwas nachlassende Oberauer auch ein leichtes Chancenplus. Ebenso bitter wie das Ergebnis aus Oberauer Sicht dann auch noch die Tatsache, dass sich mit Torben Becker und Ole Schäfer zwei weitere Spieler verletzt haben. Klein-Krotzenburg : Aschenbach - Scheel, Topcagic, Eckert (89/. Holl), Schuschkleb, Kaufmann, Bergmann, Seker, Spahn (39./ Brodbeck, 65. Schulz), Toskovic, Kohnke. Sportfreunde Oberau: Klahr - Schmied, Kurtovic, Röhlig, Kipper, O. Schäfer (60./Steiper), T. Becker (29./Varol), Gjoshi (55./Weitzel), Wagner, Gollan, R. Becker. Tor: 1:0 Kaufmann (78.). Schiedsrichter: Sorg (Brensbach). Zuschauer: 200. Beste Spieler: Eckert / Kipper.

SG Nieder-Roden - FC Alemannia Gedern 10:0 (3:0). Als ob die Personalsituation nicht schon angespannt genug wäre, musste der FCA im Rodgau auch noch auf Stammkeeper Jan Schaller verzichten. Für ihn stand Tobias Meier zwischen den Pfosten. Gegenüber dem zuletzt siegreichen Heimspiel gegen den FC Hanau 93 gab es ansonsten noch zwei Veränderungen. Für Leon Mehic und Maximilian Vonalt standen David Malter und Gianluca Kraus in der Startelf.

Die SG Nieder-Roden bejubelte am Ende einen unerwarteten zweistelligen Sieg. »Man ist ja Sportler und irgendwann nach dem sechsten oder siebten Tor beginnt einem der Gegner leid zu tun«, meinte SGN-Sprecher Matthias Dries. Für das hohe Ergebnis hatte er zwei Erklärungen: Eine fast hundertprozentige Chancenverwertung der eigenen Mannschaft und natürlich auch einen Gegner, der weit unter Normalform agierte und in der Hintermannschaft arg wackelte. Der nach längerer Pause wieder einsatzfähige Janis Wagner feierte ein starkes Comeback und steuerte neben dem Führungstor (18.) noch einen weiteren Treffer (45.) zum 3:0-Halbzeitstand bei. Mann der zweiten Hälfte war dann der eingewechselte Nicolai Ermert, dem noch drei Treffer gelangen. Wagner schnürte mit dem 5:0 nach gut einer Stunde ebenfalls einen Dreierpack.

Nieder-Roden: Bartke - Leue, Ternay (68./ Nikolov), Ekici (57./ Ermert), Roth, Ring, Friedrichs, Spataro, Völker, Wagner, Schwäbe (73./ Militello). FCA Gedern: Meier - Barschtipan, Volz (61./Weisenbach), Heck, Grüning (61./Laubach), Krutenko, Kraus, J. Lohrey, Oechler (70./Vonalt), Reichert, Malter. Tore: 1:0 Wagner (18.), 2:0 Ekici (41.), 3:0 Wagner (45.), 4:0 Ermert (60.), 5:0 Wagner (63.), 6:0 Ermert (65.), 7:0 Nikolov (67.), 8:0 Ermert (74.), 9:0 Friedrichs (80.), 10:0 Militello (86.). Schiedsrichter: Riehl (Zwingenberg). Zuschauer: 140. Beste Spieler: Ermert, Wagner / -

FC Bayern Alzenau II - SC Viktoria Nidda 3:1 (2:1). Von der klaren 1:7-Niederlage in der Woche beim Tabellenführer in Seligenstadt zeigte sich die Viktoria wenig beeindruckt und stand in der Defensive recht gut. Wieder im Kader befand sich Abwehrchef Raul Doda, der nach langer Verletzungspause allerdings auf der Ersatzbank saß. Der gastgebende Tabellenfünfte verbuchte erwartungsgemäß vom Anpfiff weg mehr Spielanteile, ohne allerdings Torchancen zu kreieren. Der Gast aus Nidda indes nutzte seine erste Möglichkeit prompt zur Führung. Bayern-Keeper Joel Andres hielt nach einem Freistoß von Jan-Eric Flick den Ball nicht fest und David Kurdjan war zur Stelle und nutzte den Abpraller zum überraschenden 0:1 (12.). Der Alzenauer Hessenliga-Reserve fiel auch nach dem Rückstand in der Offensive nicht so viel ein, sie erzielte aber nach einer halben Stunde aus dem Nichts den Ausgleich. Maik Felchle war per Spitzkick aus 16 Metern zum 1:1-Ausgleich erfolgreich (30.). Vier Minuten später forderten die Gäste einen Foulelfmeter, doch der Referee ließ nach Foulspiel an Garik Rafaelyan weiterspielen. Am Spielverlauf änderte sich in der Folge wenig. Alzenau mit mehr Ballbesitz, doch ohne klare Torchance. Bis zur 45. Minute: Mit einem direkt verwandelten 18-Meter-Freistoß sorgte Teklu für den 2:1-Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel legte der Gastgeber schon früh nach. Nach Auflage von Baumann musste Teklu den Ball nur noch zum 3:1 ins leere Tor einschieben (54.). Der Gast aus Nidda gab sich allerdings noch nicht geschlagen und hätte den schnellen Anschlusstreffer folgen lassen können. Allerdings setzte Garik Rafaelyan einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter neben das Alzenauer Gehäuse (63.). In der Folge plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin. Der Gastgeber verwaltete den Zwei-Tore-Vorsprung und beim Gast mangelte es an der nötigen Durchschlagskraft in der Offensive. In den Schlussminuten ging die Viktoria dann noch einmal mehr Risiko, doch außer zwei Fernschüsse, die das Ziel verfehlten, sprang nichts Zählbares mehr dabei heraus.

SC Viktoria Nidda: Popa - Pilch, Storz, Geyer, Kurdjan (80./Mujedini), Rauch, Jungmann (30./G. Dashyan), Hofmann, Flick (80./Doda), Yilmaz, Rafaelyan. Tore: 0:1 (12.) Kurdjan, 1:1 (30.) Felchle, 2:1 (45.) Teklu, 3:1 (54.,) Teklu. Schiedsrichter: Jörn Becker. Z: 35.

Auch interessant