1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Klassenerhalt wäre Riesenleistung

Erstellt:

_100720_4c
Thomas Wilke soll für mehr Torgefahr sorgen. © Red

Die SG Hettersroth/Burgbracht hat im Kampf um den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben. Eine gute Serie kurz vor Beginn der Winterpause befeuert die Hoffnung auf ein gutes Saisonende.

Trainer Markus Sinner hofft auf einen guten Start in die Anfang März beginnende Kreisoberliga-Restrunde für seine SG Hettersroth/Burgbracht. »Wir haben sicherlich Chancen auf den Klassenerhalt, doch dafür muss auch vieles passen.« Eines ist dem erfahrenen Fußball-Übungsleiter klar: Einen Fehlstart wie im Sommer darf sich der Tabellendrittletzte nicht erlauben. »Wenn man am Ende jedes Spiel gewinnen muss, wird es nicht aufgehen, zumal ja die Mitkonkurrenten auch nicht schlafen werden«, weiß Sinner, dass bei vier drohenden Absteigern die Endphase der Saison für die Teams in der hinteren Tabellenhälfte ein Ritt auf der Rasierklinge werden könnte.

In Spiel acht platzt der Knoten

Eigentlich wollte der Kefenröder in dieser Saison gar kein Traineramt ausüben, doch nach dem plötzlichen Rücktritt von Jan Kromm half er seinem Ex-Verein aus der Patsche. Sinner sagte erst interimsweise zu, kurz vor der Pause verständigte er sich mit den Verantwortlichen, das neuerliche Engagement bis zum Saisonende auszudehnen.

Ob dann wirklich Schluss ist? Sinner sieht die Trainerfrage für die kommende Saison gelassen. »Wenn es dem Verein gelingt, einen guten Spielertrainer zu finden, dann wäre das keine schlechte Sache.« SG-Spielobmann Bernd Göth bläst ins gleiche Horn, weiß aber auch, dass der Markt an guten und für kleine Vereine bezahlbaren kickenden Übungsleitern überschaubar ist. Ein Denker und Lenker auf den defensiven Positionen würde der SG Hettersroth/Burgbracht gut zu Gesicht stehen. Im Sturm ist der Abstiegskandidat mit dem kurzfristig von der KSG Wüstwillenroth/Lichenroth zurückgekehrten Matthias Dankiewitsch sowie Paul Wismer und jetzt Wilke überdurchschnittlich gut besetzt. Trotzdem bedauert es Sinner, dass mit Hasan Karagöz ein weiterer Offensivspieler im Winter zum Gelnhäuser A-Ligisten KG Wittgenborn zurückgekehrt ist. »Hasan hat im Herbst im Mittelfeld gute Spiele gemacht.«

Zur Ausgangslage: Zwölf Punkte stehen zur Halbserie für die SG Hettersroth/Burgbracht zu Buche - die FSG Altenstadt auf dem aktuell ersten Nichtabstiegsplatz hat bislang vier Zähler mehr einkassiert. Dass die Spielgemeinschaft überhaupt mit Land in Sicht in die Pause gehen würde, danach sah es zunächst gar nicht aus. Die 0:2-Niederlage beim KSV Aulendiebach stellte den Tiefpunkt eines Horror-Starts dar: sieben Spiele, null Punkte.

In Spiel acht platzte dann der Knoten. In einem Flutlichtspiel unter der Woche schickte die Sinner-Elf die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim mit einem glatten 3:0 ohne Punkte zurück in die Wetterau und schöpfte mit diesem ersten Dreier wieder Mut für kommende Aufgaben. Von enormer Wichtigkeit waren später die Erfolge gegen die direkten Konkurrenten SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen (3:1) und Germania Ortenberg (4:1). »Zu Beginn haben wir viele Spiele knapp und unglücklich, oftmals nur mit einem Gegentor Unterschied, verloren«, blickt Sinner zurück und unterstreicht damit auch die Konkurrenzfähigkeit seiner Mannschaft. Obwohl mit Andre Schneider (SG Sotzbach/Birstein) und Kevin Herget (SG Rommerz) zwei weitere Akteure im Winter kamen, spricht der Coach nicht von einem breiten Kader. Er weiß: Viele Ausfälle dürfen den Kreisoberligisten in der Rückrunde nicht ereilen. Mit Julian Kaufmann (Kreuzbandriss im B-Team) gibt es bereits den nächsten Langzeitverletzten zu beklagen.

Der Klassenerhalt wäre für die SG Hettersroth/Burgbracht nach dem verpatzten Start eine Riesenleistung. Und für Trainer Markus Sinner sogar eine Art Krönung, schließlich führte er vor einigen Jahren in seiner ersten Amtszeit die SG zum erstmaligen Kreisoberliga-Aufstieg. Sinner würde ein erfolgreiches Saisonende vor allem dem rührigen Umfeld gönnen. »In den beiden kleinen Vereinen wird unheimlich viel dafür getan, dass die Mannschaft erfolgreich sein kann. Jetzt liegt es an den Spielern, für die Rückrunde richtig fit zu werden.« Frank Schneider

Auch interessant