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Klassenerhalt in eigener Hand

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Torfrau Yvonne Petek von der HSG Gedern/Nidda ist zur Stelle und pariert einen Wurf in der Partie gegen Spitzenreiter Mainz-Bretzenheim. © Ralph Lehmberg

Gedern/Nidda (flo). Es hätte besser, es hätte aber ebenso schlechter kommen können. Seit der Auswärtsniederlage in Mainz ist klar, dass die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda die Hauptrunde auf Tabellenplatz acht beenden. Dementsprechend stehen nun auch die Gegner für die Abstiegsrunde fest. In diese wird die Mannschaft von Trainer Christian Breiler mit einem ausgeglichenen 4:

4-Punktekonto starten.

Aus der Hauptrunde gehen mit der Spielgemeinschaft auch der Rangneunte TuS Königsdorf sowie das Schlusslicht HSG Lumdatal mit in diese Abstiegsrundengruppe. Gegen diese beiden Gegner spielen die Wetterauerinnen aber nicht nochmals, sondern nehmen die in den direkten Duellen der Hauptrunde erzielten Punkte mit. Sowohl gegen Königsdorf als auch gegen Lumdatal gewann das Breiler-Team zu Hause, kassierte auswärts aber jeweils Niederlagen.

Dass Gedern/Nidda Mitte Dezember infolge einer Corona-Zwangspause nahezu ohne Vorbereitung bei der HSG Lumdatal antrat und dort als Quittung einer desaströsen Leistung mit 22:23 verlor, wiegt nun umso schwerer.

Königsdorf übrigens nimmt 6:2-Punkte mit, Lumdatal geht mit 2:6-Zählern in die Abstiegsrunde.

Fakt aber ist auch: Die HSG Gedern/Nidda hat den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Denn die drei Mannschaften, die aus der Hauptrunden-Staffel C dazustoßen, haben zum Start der Abstiegsrunde auch allesamt 4:4-Punkte auf dem Konto. Nämlich die PSV Recklinghausen, die Ibbenbürener Spielvereinigung 08 und der Königsborner SV. Auf diese Teams treffen die Wetterauerinnen jeweils in Hin- und Rückspiel.

Natürlich hat sich der HSG-Trainer bereits schlau gemacht über die neuen Gegner, die allesamt in Nordrhein-Westfalen beheimatet sind. Nicht zuletzt durch Lucky Cojocar. Der langjährige Kleenheimer Trainer war mit seinem aktuellen Verein Germania Fritzlar in der Hauptrunden-Staffel C eingruppiert. »In dieser Konstellation sehe ich es so, dass Recklinghausen durchmarschiert«, schätzt Breiler die Grün-Weißen am stärksten ein. Die Formkurve der Ruhrgebietlerinnen stützt diese These durchaus: Nur eine seiner letzten sieben Begegnungen hat Recklinghausen verloren, dabei den Staffelmeister HSG Blomberg-Lippe II besiegt sowie dem Rangzweiten SG 09 Kirchhof ein Remis abgetrotzt.

Daraus folgt: »Wir müssen Ibbenbüren und Königsborn hinter uns lassen. Dann können wir mit Königsdorf um den zweiten Platz streiten«, sagt Breiler.

Denn nur der Erste und der Zweite jeder Abstiegsrundengruppe schaffen den Klassenerhalt. Königsborn beendete die Hauptrunde als Vorletzter und geht mit 13 Niederlagen in Serie in die Abstiegsrunde.

Der letzte Sieg gelang am 13. November des vergangenen Kalenderjahres. Ibbenbüren hingegen schloss seine erste Drittligasaison auf Rang zehn ab. »Der Start wird ganz entscheidend sein. Wenn wir das erste Spiel holen, bekommen wir Sicherheit. Dann haben wir alle Chancen«, sagt Breiler. Die Abstiegsrunde mit sechs Spieltagen beginnt am Wochenende des 30. April/1. Mai und soll am 4./5. Juni enden. Der HSG-Trainer hofft noch, die Heimspiele dann wieder in Nidda bestreiten zu dürfen. »Ich hoffe, dass die Politik sich Gedanken macht, wie man eine Lösung herbeiführt und zumindest eine Halle in Nidda wieder zur Verfügung stellt«, so Breiler.

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