1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Kellerduell steigt in Wolferborn

Erstellt: Aktualisiert:

Kreis Büdingen (fsr). Am Sonntag fällt mit einem kompletten Spieltag der Startschuss für die Rückrunde der Fußball-Kreisoberliga Büdingen. Im Rennen um die Meisterschaft haben Spitzenreiter KSV Eschenrod sowie die beiden ärgsten Verfolger SV Ranstadt und VfB Höchst/Nidder die besten Karten auf der Hand. Spannung verspricht auch der Abstiegskampf. Bis zu vier Teams könnte es am Ende erwischen.

Dass am Sonntag anstehende Duell des Tabellenletzten SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen gegen den Vorletzten Germania Ortenberg ist für beide Teams gleich von immenser Bedeutung.

KSV Eschenrod - KSV Aulendiebach (Sonntag, 15.15 Uhr). Zum zweiten Mal in dieser Saison bereitet sich Spitzenreiter KSV Eschenrod darauf vor, Gastgeber des KSV Aulendiebach zu sein. Zum ersten Duell traten die Gäste nicht an und müssen nun im ersten schweren Auswärtsspiel ihre Mission Klassenerhalt beginnen. Favorit sind eindeutig die Vogelsberger, die laut Trainer Frederick Ußner personell aus dem Vollen schöpfen können. »Wir hatten in der Vorbereitung zwar einige Ausfälle, doch es sind rechtzeitig alle fit«, sagt der Coach. Ußner stellt sich auf eine heiße Rückrunde ein. »Wir sind als Tabellenerster nun die Gejagten und stehen vor 15 Endspielen. Es zeichnet sich ab, dass alle Teams für ihre Ziele die Punkte brauchen, folglich wird auch das Spiel gegen Aulendiebach eine schwierige Aufgabe.«

SG Hettersroth/Burgbracht - VfB Höchst (Sonntag, 15.15 Uhr). Der Drittletzte empfängt den Dritten. Aufgrund dieser Konstellation sieht SG-Trainer Markus Sinner die Rollen verteilt. »Im Hinspiel waren wir chancenlos, doch nach einer langen Vorbereitung muss jede Mannschaft erst mal reinkommen«, hofft Sinner auf einen offenen Ausgang. Mit Neuzugang Thomas Wilke (Rinderbügen) ist die Angriffsabteilung der Spielgemeinschaft noch schlagkräftiger geworden. Sorgen bereitet Sinner die Defensive. Innenverteidiger Dariusz Saflik zog sich eine Zerrung zu und fällt aus. Aus gleichem Grund könnte mit Rückkehrer Kevin Herget ein weiterer Akteur für die Abwehrzentrale ausfallen. Der VfB Höchst möchte an seine gute Hinrunde anknüpfen und den führenden Teams aus Eschenrod und Ranstadt weiter einheizen.

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf - SV Seemental (Sonntag, 15.15 Uhr in Eichelsdorf). Wegen schlechter Platzverhältnisse war für die FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf in der Vorbereitung vornehmlich Laufen angesagt. »Erst in den vergangenen zwei Wochen sind wir in eine normale Vorbereitung gekommen, da die äußeren Rahmenbedingungen besser wurden und auch dadurch mehr Trainingsteilnehmer kamen. Der ein oder andere Spieler hat definitiv noch Nachholbedarf, was Fitness angeht«, erläutert FSG-Spielertrainer Ferdijan Idic. In den ersten Punktspielen soll sich das Team den letzten Schliff holen, doch gleich der Auftakt hat es in sich. Mit dem SV Seemental rückt ein unmittelbarer Tabellennachbar an. Mit einem Heimsieg könnte die Idic-Elf den Tabellenvierten überholen. Idic erzählt, dass seine Mannschaft die unglückliche Hinspiel-Niederlage mit Zweikampfstärke und der richtigen Einstellung trotz einiger personeller Fragezeichen unbedingt drehen möchte. So stehen die Einsätze von Johannes Herzen (Wadenverletzung), Marcel Schmidt (private Gründe), Justin Kreuzer (Leistenbeschwerden) und Max Christmann (Grippe) auf der Kippe.

Erstes Match für Klaus Peuker

TV Kefenrod - FSG Altenstadt (Sonntag, 15.15 Uhr). Nach fünf intensiven Vorbereitungswochen freut sich Kefenrods Übergangstrainer Klaus Peuker auf den Start gegen die FSG Altenstadt. An der Motivation mangelt es nicht, schließlich ärgerte die FSG die 08er in dieser Saison schon zweimal. »Wir wollen das unglückliche Pokal-Aus und die zu hohe 0:3-Niederlage im Hinspiel wettmachen«, sagt Peuker, der personell im ersten Match aus dem Vollen schöpfen kann. Die Offensivstärken des Gegners sind dem neuen Übungsleiter bekannt. Über eine kompakte Grundordnung wollen die Gastgeber selbst in der Offensive Akzente setzen. Ungewohnt könnte das Rasengeläuf sein. Um den Platz in Kefenrod zu schonen, absolvierte der Kreisoberligist mehrere Einheiten auf dem Kunstrasen im nahe gelegenen Fischborn.

SG Nieder-Mockstadt/Stammheim - SV Ranstadt (Sonntag, 15.15 Uhr in Stammheim). Beim Blick auf die Tabelle scheinen die Vorteile aufseiten des Rangzweiten SV Ranstadt zu liegen, doch die Duelle mit der Florstädter Spielgemeinschaft endeten für den SVR in der Vergangenheit meist knapp. So trennten sich beide Teams in der Hinrunde in einem Spiel auf Augenhöhe torlos unentschieden. »In unserer Situation sollten wir die Punkte bei uns behalten«, hat SG-Spielobmann Torsten Krohm trotz des aktuellen neunten Tabellenplatzes die bedrohlich nahen Abstiegsränge im Blick. Trainer Mario Rucco muss auf die verletzten Akteure Tobias Fich, Yannik Pfannmüller und Tizian Silberzahn verzichten.

SV Blau-Weiß Schotten - VfR Wenings (Sonntag, 15.15 Uhr). »Es gibt dankbarere Auftaktgegner als den VfR Wenings«, ahnt Schottens Trainer Christoph Barschtipan, dass im ersten Heimspiel eine knifflige Aufgabe wartet. Der Coach der Blau-Weißen nahm den Gegner unter der Woche im Pokalspiel gegen Gedern unter die Lupe. »Die Stärken des VfR Wenings sind ja bekannt. Die guten Offensivleute des VfR müssen erst mal ausgeschaltet werden.« Zu verhalten werden die Gastgeber die Partie nicht angehen, schließlich würden die Blau-Weißen gerne in der Rückrunde noch ein bisschen im Konzert der Großen mitmischen. Ob es soweit kommt, entscheiden bereits die ersten Wochen, in denen die Vogelsberger gegen alle Topteams der Kreisoberliga antreten.

SV Phönix Düdelsheim - FSV Dauernheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Der SV Phönix Düdelsheim möchte in der Rückrunde seinen siebten Tabellenplatz weiter verbessern und den eigenen Anhang mit offensivem Fußball erfreuen. Ein Heimsieg gegen den FSV Dauernheim käme da natürlich gelegen, dürfte aber kein Selbstläufer werden. Der FSV behielt schließlich im Hinspiel die Oberhand und braucht für den angestrebten Klassenerhalt Punkte.

»Ein erfolgreicher Rückrundenstart wäre wichtig, um sich für die Strapazen der Vorbereitung, mit der ich im Großen und Ganzen zufrieden war, zu belohnen«, meint FSV-Trainer Michael Dietrich. Das Startprogramm der Dauernheimer hat es in sich. »Es kommen Mannschaften, gegen die wir absolut an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um etwas Zählbares einzufahren«, so Dietrich. Gegen Düdelsheim erwartet er keine spielerischen Highlights, sondern vielmehr ein zweikampfbetontes Spiel. Neben den Langzeitverletzten wird Kapitän Tim Hofmann bei den Gästen urlaubsbedingt ausfallen. »Am Ende könnte ich mit einer Punkteteilung sehr gut leben«, findet Michael Dietrich.

SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen - Germania Ortenberg (Sonntag, 15.15 Uhr in Wolferborn). Im Tabellenkeller steht ein erstes »Endspiel« an. Mit einem Remis wie im Hinspiel (1:1) wäre wohl weder der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen noch Germania Ortenberg gedient. Beide hoffen demnach auf ein erstes Ausrufezeichen im Abstiegskampf. »Für uns ist der Rückrundenauftakt wie ein Neubeginn, wir beginnen als Tabellenletzter einfach bei null. Die Mannschaft ist gewillt und weiterhin sehr motiviert, alles in die Waagschale zu werfen«, sagt SG-Trainer Simon Greco. Eine gute Vorbereitung mit dauerhaft über 15 Spielern im Durchschnitt im Training macht Mut. In den Testspielen konnten wir einiges ausprobieren und auch die neuen Spieler gut integrieren«, berichtet Greco, der mit seinem Team fokussiert, aber nicht verkrampft in die ersten Spiele gehen möchte.

Auch interessant