Kein Frühstart im Fußballkreis Büdingen

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KREIS BÜDINGEN - Kreis Büdingen. Büdigens Kreisfußballwart Jörg Hinterseher traf sich in der vergangenen Woche gleich zweimal mit der Spitze des Hessischen Fußball-Verbandes. In den virtuellen Sitzungen ging es um die Fortsetzung des Hessenpokals (wir berichteten) und um Ideen rund um die kommende Saison. "Die sind allerdings nicht sonderlich konkret", gesteht der 48-Jährige.

Kein Ligapokal

Der Grund dafür: die Bundesnotbremse, die bis zum 30. Juni gilt. "Wenn man sich den aktuellen Inzidenzwert anschaut, glaube in den kommenden Wochen nicht an einen geregelten Trainingsbetrieb für Seniorenmannschaften. Dementsprechend können wir unsere Pläne für einen Ligapokal in die Schublade legen. Den wird es nicht geben." Der Kreisfußballwart hofft aber noch auf die Fortsetzung der aktuellen Kreispokalrunde. Wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt. "Wir könnten den Pokal auch in der neuen Saison weiterspielen, damit die besten vier Mannschaften des Kreises in den Genuss der Geldprämie kommen. In der aktuellen Lage würde sich jeder Verein über eine kleine Finanzspritze freuen."

Wann die neue Saison starten könnte, weiß Hinterseher nicht. An einen extrem frühen Beginn Mitte Juli - wie vor Wochen diskutiert - glaubt er aufgrund der beschlossenen Bundesnotbremse nicht mehr. "Ab Juli können wir uns vielleicht mit dem Einstieg ins geregelte Mannschaftstraining befassen. Das erste Punktspiel wird eventuell Ende August, Anfang September angepfiffen." Hintersehers Begründung: "Bis dahin ist hoffentlich ein Großteil der deutschen Bevölkerung geimpft. Dann könnten die Vereine auch wieder mit Zuschauern planen. Die Fans und das Bier danach gehören einfach zum Amateurfußball. Spiele ohne Zuschauer würde ich meinen Vereinen maximal vier Wochen zumuten wollen." Hinterseher vermutet zudem, "dass die Menschen, wenn sie im Sommer vielleicht wieder reisen dürfen, den Urlaub mit ihrer Familie verbringen wollen". Deshalb sei ein Rundenbeginn nach den Ferien eine saubere Lösung.

Ob dann die Spielklassen im Fußballkreis Büdingen geteilt werden, Stichwort alternative Spielmodelle, hängt von der Ligagröße ab.

"Deshalb wäre es schön, wenn Vereine mit mir in Kontakt treten würden, wenn sie einen Mannschaftsrückzug oder die Gründung einer Spielgemeinschaft in Betracht ziehen. Dass die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen ihr B-Team von der A- in die B-Liga zurückziehen will, habe ich beispielsweise aus der Zeitung erfahren. Mit mir hat noch keiner gesprochen", merkt Hinterseher kritisch an.

Teamrückzüge bis 6. Juni

Zurzeit stehe er noch in Kontakt mit weiteren Clubs, bei denen sich zur kommenden Saison etwas ändern könnte. Da die Frist für Mannschaftsrückzüge auf den 6. Juni verlängert wird, kann sich der Kreisfußballwart erst dann Gedanken über das Spielgeschehen machen. Wobei er jetzt schon anmerkt: "In unserem Kreis wird keine Liga mehr als 16 Teams haben. Eine Teilung in zwei Gruppen, um nicht in Terminnot zu geraten, wäre dann nur bei einem extrem späten Saisonstart sinnvoll."

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