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»Jugend forscht«

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Region (fsr). Beim Fußball-Gruppenligisten SG Bruchköbel heißt das Motto »Jugend forscht«. In der ersten Saisonhälfte stellte der Tabellenzehnte der Gruppenliga Frankfurt Ost eines der jüngsten Teams der Liga. Da etliche etablierte Kräfte im Verlauf der Hinrunde ausfielen, schlug die Stunde von einigen Nachwuchskickern. Neben dem talentierten Neuzugang Milad Ahmadi, der vor der Saison von den A-Junioren des FC Bayern Alzenau zur SGB zurückgekehrt war, spielten sich ebenso der als A-Jugendlicher in der Innenverteidigung geforderte Paul Kern und der als Stürmer ins kalte Wasser geworfene Jason Ratsongnoen in den Blickpunkt.

SGB geht diesen Schritt bewusst

»Es ist keinesfalls so, dass wir aus der Not eine Tugend machen. Nein, wir gehen den Schritt mit jungen Leuten bewusst«, erläutert der in Eichelsdorf lebende SGB-Trainer Claus Schäfer, der hauptberuflich in der Nachwuchsarbeit des DFB tätig ist und somit von Haus aus eine Faible für junge Spieler hat. Schon in seiner ersten Amtszeit in Bruchköbel vor über 20 Jahren setzte der Übungsleiter mutig auf viele junge Spieler aus dem eigenen Verein und der Region. Es sei deutlich zeitaufwendiger mit jungen als mit fertigen Spielern zu arbeiten, betont Schäfer.

»Mein Trainerteam und ich gehen sehr akribisch und vertrauensvoll mit dieser Aufgabe um, kennen uns auch in den Kadern der A- und B-Junioren aus«, sagt Schäfer und lobt seine Mitstreiter Uwe Ebert und Dennis Rauch (beide Co-Trainer) sowie Stefan Alraum, der sich vornehmlich um die Ausbildung der Torleute kümmert.

Zum Rückrundenstart wird auch zwischen den Pfosten des Gruppenligisten ein junger engagierter Keeper stehen. Joannis Kopp (wie Ratsongnoen Jahrgang 2001) wird seine Chance erhalten, da Stammtorwart Jannik Thummerer rotgesperrt ist.

Neue Spieler für die Rückrunde

Was Claus Schäfer extrem schätzt: Die Youngster im Team sind nicht nur lernwillig, sondern auch flexibel einsetzbar. Beispiel Paul Kern: Dieser kam bei seinen zehn Gruppenligaeinsätzen in allen Mannschaftsteilen zum Einsatz, zuletzt im Derby gegen die SG Marköbel nach der Roten Karte für Thummerer sogar kurzzeitig als Torwart. Im Hinspiel auf dem Marköbeler Hartplatz durfte sich der junge Abwehrspieler mangels Alternativen auch mal als Stürmer versuchen.

Dass es ohne Erfahrung im Kader nicht funktioniert, wissen die Verantwortlichen der SG Bruchköbel nur zu gut - und haben auf dem Wintertransfermarkt bei Maximilian Walter beherzt zugegriffen und ihren Ex-Spieler vom Ligarivalen Germania Dörnigheim zurück an den Wald geholt. Der 30-Jährige soll mit seiner Erfahrung eine Stütze für die »jungen Wilden« sein. Ebenfalls neu ist der offensive Außenbahnspieler Kamal Chahdi vom FC Hochstadt.

Der generelle Verjüngungsprozess tut dem Gruppenligisten aber gut. Schließlich macht es Spaß, wenn sich junge Akteure in den Vordergrund spielen. Kristian Skocibusic etwa. Der vom 1. FC Erlensee zum Schäfer-Team gestoßene und im Jugendalter auch beim FSV Frankfurt ausgebildete Offensivspieler ist auch erst 21 Jahre alt. Noch jünger ist Milad Ahmadi. »Er hat alle Spiele gemacht, war auf Anhieb eine Figur in unserem Spiel«, freut sich Claus Schäfer. Der erfahrene Coach möchte eigentlich keine einzelnen Spieler hervorheben, kein Talent beim Verteilen von Wertschätzung vergessen. »Francis Ennin und Tobias Müller zähle ich auch noch zur Riege der jungen Spieler«, erzählt Claus Schäfer. Weitere Eigengewächse, die sich seit dieser Saison Gruppenligaspieler nennen dürfen sind Mathis Kuhbander und der A-Jugendliche Jakob Opitz. »Diesen Weg muss der Verein in den kommenden Jahren fortführen«, unterstreicht Claus Schäfer.

Schäfers Zukunft ist noch nicht geklärt

Ob mit ihm als Trainer ist noch nicht gesichert, noch hat der Fußballlehrer aus Eichelsdorf seinen Kontrakt nicht verlängert. Durchaus vorstellbar ist eine weitere Zusammenarbeit aber schon. Schäfer bezeichnet die SGB gerne als Herzensangelegenheit und das Konzept, vornehmlich mit jungen Spielern arbeiten zu wollen, ist ihm wie auf dem Leib geschneidert.

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