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»Jeder Punkt zählt«

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Von: Michael Nickolaus

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Offensiv, Defensive, im Powerplay vor dem Slot: Mick Köhler hat sich beim EC Bad Nauheim zur Allzweckwaffe entwickelt. © Red

Bad Nauheim (mn). Unfreiwillige Pause für die Roten Teufel! Da den Tölzer Löwen auf Grund von Corona-Erkrankungen am Wochenende keine spielfähige Mannschaft zur Verfügung steht, wird das für Sonntag geplante Heimspiel des EC Bad Nauheim gegen die Bayern verlegt. Am Montag, 21. Februar soll die Partie nachgeholt werden. Heute Abend (20 Uhr) ist die Mannschaft von Harry Lange in Heilbronn zu Gast.

So schaut’s personell aus : Der EC Bad Nauheim kann - Stand Donnerstagmittag - mit dem gleichen Kader antreten, der am Montag gegen Ravensburg gewonnen hatte. Fabian Herrmann, der in der Schlussphase einen Check hatte einstecken müssen, ist also dabei. Offen ist, ob Backup Philipp Maurer noch aus Köln zurückkehrt. »Wir wollen Platz vier. Und da zählt jeder Punkt«, sagt Trainer Harry Lange.

Förderlizenz-Kooperationen: Ja, der Blick auf’s Lineup kann schon mal verblüffen. Die Kölner Haie, Kooperationspartner des EC Bad Nauheim, hatten vor den Spielen der Roten Teufel am vergangenen Samstag und Montag ihre Stürmer Luis Üffing und Julian Chrobot nach Hause beordert - zu drei Tagen Regeneration vor dem Trainingsstart am Rhein. Maximilian Glötzl, ein Verteidiger, den die Roten Teufel so dringend gebraucht hätten, hatte erst gar nicht nach Bad Nauheim kommen dürfen. Samstag-Gast Bayreuth hatte hingegen zwei Fölis mitgebracht, die überwiegend in der DEL (Nürnberg) zum Einsatz kommen, Montag-Gast Ravensburg hatte deren vier Spieler vom Partner (Ingolstadt) im Kader. Und Heilbronn, der nächste Gegner, bestritt sein Spiel am Mittwoch (6:3 gegen Selb) gleich mit fünf jungen Spielern (Valentino Klos, Luca Tosto, Moritz Wirth, Philipp Preto und Arkadiusz Dziambor, die den überwiegenden Teil ihrer Saison-Spiele bei DEL-Partner Mannheim absolviert haben. In Bad Nauheim stehen aktuell die Fölis Leo Hafenrichter und Robin van Calster (ein DEL-Spiel) zur Verfügung.

Heilbronn - im Pre-Playoff-Positionskampf: Nach vorn, sprich Platz sechs und direkte Viertelfinal-Qualifikation, geht wohl nichts mehr. Dazu lassen die kürzlich noch vom Corona-Virus gebeutelten Falken einfach zu viele Defizite erkennen. Defensiv fehlt trotz des Comebacks des langjährigen DEL-Spielers Christoph Fischer die Stabilität, vorne lassen die Falken zu viele Möglichkeiten liegen. Nach einem 1:4 am Sonntag in Dresden hatte Trainer Jason Morgan kritische Töne angeschlagen und zum Mittwoch-Spiel die Reihen neu zusammengestellt. 56 Schüsse wurden gezählt, »nur« sechs Treffer erzielt. Gefallen konnte die vierte Linie mit jungen Noah Dunham, Luca Volkmann und Moritz Elias.

Hinteregger aus dem Eis : »Hinti« ist Eishockey-Fan, »Hinti« hat eine Dauerkarte beim EC Bad Nauheim - und jetzt hat Martin Hinteregger, Kult-Profi von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt, gar im Colonel-Knight-Stadion auf dem Eis gestanden.

Am Dienstagabend war der Nationalspieler Österreichs beim Training der sogenannten »Traditionsmannschaft« dabei, zockte dabei mit ehemaligen Roten Teufeln wie Ingo Schwarz, Martin Prada, Alexander Baum und Michael Eckert.

»Der Hinti hat das gut gemacht. Er hat auch ein Tor geschossen«, sagt Harry Lange. Der Trainer der Roten Teufel schlüpft wöchentlich selbst noch in die Spieler-Kluft.

Prügel auf der Mannschaftsbank: Das sieht man heutzutage auch nicht mehr oft. Beim 6:7 der Dresdner Eis- löwen gegen die Wölfe Freiburg sind in der Schlussphase die Emotionen übergekocht. Die Trainer Andreas Brockmann und Robert Hoffmann sind aneinandergeraten. Spieler beider Teams und der Sicherheitsdienst hatten dazwischen gehen müssen. In der Pressekonferenz sprach Hoffmann von »Emotionen, die beim Eishockey dazugehören«. Übrigens: Offizielle Strafen sind nicht im Spielbericht vermerkt.

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