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HSG weicht nach Konradsdorf aus

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Die neue Übergangsheimat der HSG Gedern/Nidda. © Florian Deis

Handballerinnen von Gedern/Nidda absolvieren heute erstes Training.

Gedern/Nidda (flo). Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda haben zügig eine neue Übergangsheimat gefunden. Nach der unbefristeten Umfunktionierung der Niddaer Gymnasiumhalle zu einer Notunterkunft für die Ukraine-Kriegsflüchtlinge weichen die Wetterauerinnen ab dem heutigen Montag wie bereits 2015 in die Sporthalle Konradsdorf aus. Nachdem die Mannschaft von Christian Breiler am vergangenen Donnerstag und Freitag nicht trainieren hatte können, beginnt somit ab heute Abend wieder der Übungsbetrieb. Auch die Harzerlaubnis liegt mittlerweile vor.

Offen ist indes, ob tatsächlich wie bislang vier Mal pro Woche trainiert werden kann. Zumindest drei Termine stehen fest. »Wir haben nun eine Halle, jetzt geht die Organisation los«, sagt Breiler. »Es ist ja nicht so, dass uns die Halle in Konradsdorf jetzt gehören würde und wir darüber nach Belieben bestimmten könnten. Wir müssen uns die Halle mit anderen teilen, daher muss erstmal die Belegung geklärt werden.« Denn: Auch die HSG Oberhessen nutzt die Halle in Konradsdorf.

Wie sieht es also aus mit dem Heimspiel am nächsten Samstag gegen den 1. FC Köln? Verlegt ist die Partie bis dato jedenfalls nicht. »Ich gehe schon davon aus, dass wir spielen werden«, sagt Breiler. Ganz sicher ist das aber eben noch nicht und wird sich final erst Anfang dieser Woche entscheiden. Dass die Kölnerinnen übrigens gegen Bayer Leverkusen II mit 18:25 unterlagen, kommt Gedern/Nidda im Abstiegskampf äußerst gelegen. Da nun neben der Partie gegen Leverkusen II auch das am Samstag ausgefallene Spiel beim 1. FSV Mainz 05 II nachzuholen ist, wachsen die Terminsorgen weiter. Eine Verlängerung über das offizielle Saisonende am 02./03. April hinaus hat der für die Spielklasse zuständige Deutsche Handballbund (DHB) bisher nicht vorgenommen. Ob dies noch beabsichtigt sei? Eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung an den DHB blieb bis gestern unbeantwortet. Fakt ist jedoch: Trotz des weiterhin geltenden offiziellen Saisonendes sind bereits Begegnungen nach diesem Termin angesetzt. Für die HSG Gedern/Nidda liegen somit drei Optionen auf der Hand: Spiele unter der Woche, Doppelspieltage an Wochenenden oder Partien nach dem offiziellen Ende dieser Saison. »Weil dann noch die Abstiegs- und Aufstiegsrunde auszutragen sind, denke ich, dass alle Spiele spätestens bis Ostern gespielt sein müssen«, sagt Breiler.

Team hat Interesse am Ligapokal?

Sollte die Spielgemeinschaft dann tatsächlich den vorzeitigen Klassenerhalt ohne den Umweg über die Abstiegsrunde realisiert haben, bedeutet das nicht zwangsläufig das Saisonende. Denn der Club hat sein Interesse an einer Teilnahme am vom Deutschen Handballbund organisierten Ligapokal hinterlegt, ebenso wie 18 weitere Drittligisten. Am Ligapokal können Teams teilnehmen, die nach der Hauptrunde weder in der Abstiegs- noch in der Aufstiegsrunde dabei sind. Es ist im Grunde ein Testspielturnier. Ob die HSG im Falle des Klassenerhalts tatsächlich teilnehmen wird, ist aber offen und wird schlussendlich wohl davon abhängen, welche Fahrtstrecken im Rahmen des Ligapokals zurückzulegen wären und wie sich die Hallengegebenheiten bis dahin darstellen.

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