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Hanna Rösner (links) hat sich am Knie verletzt und könnte länger ausfallen.

3. Handball-Liga der Frauen

HSG Gedern/Nidda pausiert auf Abstiegsrundenplatz

Das Team von Trainer Christian Breiler steht vor einem schweren Januar. Hanna Rösner hat sich verletzt.

Nidda/Mainz (flo). Ja, diese Niederlage war einkalkuliert und lässt sich verkraften. Ja, die Drittliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda schafften es, sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Doch trotzdem: Die Sorgenfalten sind nach der 23:32-Auswärtspleite beim Rangersten SG Mainz-Bretzenheim nicht kleiner geworden.

Das hat natürlich auch und gerade damit zu tun, dass die Spielgemeinschaft auf einem Abstiegsrundenplatz überwintern wird. Tabellenachter ist die Mannschaft von Trainer Christian Breiler nun nach exakt der Hälfte der Spiele der Hauptrunde. Mindestens Sechster muss sie werden, um zusätzliche Partien um den Klassenerhalt zu vermeiden und auch in der nächsten Spielzeit sicher in der 3. Liga dabei zu sein.

Der Rückstand - gerade einmal ein Punkt - ist überschaubar. Aber wenn am 15. Januar daheim gegen Fortuna Düsseldorf der Re-Start erfolgt, steht Gedern/Nidda bereits unter Druck. »Wir haben einen schweren Januar vor uns«, weiß Breiler.

Hanna Rösner verletzt sich

Ob bei der Mission Klassenerhalt Hanna Rösner unterstützend eingreifen können wird, ist dabei aktuell unklar. Die Zweifel aber sind groß. In Bretzenheim - und dieser Umstand wiegt zweifelsfrei um einiges schwerer als die Niederlage - verletzte sich die 24-Jährige mutmaßlich schwer. »Der Boden war sehr rutschig, Hanna ist weggerutscht«, schildert der Coach. Selbst vom Parkett konnte Rösner nicht gehen, musste vielmehr getragen werden. »Es ist auf jeden Fall etwas mit dem Knie. Wir hoffen zwar noch, dass es doch nicht so schlimm ist, aber es sieht nicht gut aus«, sagt Breiler. Eine Magnetresonanztomografie soll nun Aufschluss geben.

Keine Frage, dass Rösner der Spielgemeinschaft an allen Ecken und Enden fehlen würde. Allem voran als Abwehrchefin im Innenblock. Ebenso aber im rechten Rückraum, hat sich die Rechtshänderin in der Vergangenheit doch auch als Angriffsspielerin stetig verbessert.

Nicht zu vergessen: Fällt Rösner aus, verbleiben nicht mehr allzu viele Mittelblockerinnen. In Mainz übernahm das Duo Klara Engel/Leonie Hutin. Zwei Kreisläuferinnen also, was zwangsläufig einen Abwehr-Angriff-Wechsel zur Folge hat und damit das schnelle Umschalten sowohl nach vorne als auch nach hinten erschwert.

Die Rösner-Verletzung jedenfalls ließ die Niederlage an sich in den Hintergrund rücken. Eine, die angesichts von neun Toren Differenz deutlich ausfiel. Eine, an der für die HSG Gedern/Nidda über die vollen 60 Minuten freilich auch absolut nicht zu rütteln war. Eine, die aber auch positive Facetten für die Wetterauerinnen mit sich brachte.

Etwa jene, dass die Breiler-Truppe - nur wenige Tage nach der 22:23-Pleite beim Schlusslicht Lumdatal - infolge des 1:7-Fehlstarts nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel, sondern sich im Laufe des ersten Durchgangs zwischenzeitlich sogar bis auf einen Treffer heranarbeitete.

Youngster spielen erfrischend auf

»Wir haben uns in der Abwehr stabilisiert und das ordentlich gemacht«, so der Trainer, der aber nach der Pause mitansehen musste, wie Bretzenheim die mangelnde offensive Durchschlagskraft der Gäste nutzte, um rasch wieder für weitgehend klare Verhältnisse zu sorgen und den zwölften Sieg im zwölften Spiel einzufahren

Oder dass die Youngster in Abwesenheit der erfahreneren Kräfte mutig und erfrischend aufspielten. Insbesondere Charlotte Schäfer, die im rechten Rückraum einsprang, weil Rösner ausgefallen und Kirsten Schindler (umgeknickt) schon vorher angeschlagen war. Drei blitzsaubere Tore aus der zweiten Reihe steuerte die 18-Jährige bei. Auch Emma Niebergall, die in den letzten gut elf Minuten die Mitte-Position anstelle ihrer Schwester Hannah bekleidete, traf zwei Mal.

Nun gilt es für die HSG Gedern/Nidda, die Wunden zu lecken und die zuletzt verletzungsbedingt zusehends gelichteten Reihen über den Jahreswechsel wieder bestmöglich zu schließen. Um dann in 2022 angriffslustig zum Sturm auf die obere Tabellenhälfte der 3. Liga anzusetzen.

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