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Horrorverletzung und Derbypleite

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Keeper Stephan Flauder verletzt sich schwer. © Imago Sportfotodienst GmbH

Region (cd). Bitterer Nachmittag für die Offenbacher Kickers: Der OFC hat am Sonntag in der Fußball-Regionalliga Südwest nicht nur das Hessenderby gegen den KSV Hessen Kassel mit 0:1 (0:0) verloren, und damit die Chance verpasst, sich im Titelkampf zurückzumelden, sondern auch seinen Torhüter und Kapitän Stephan Flauder. Der 35 Jahre alte Schlussmann knallte in der Nachspielzeit bei einer Rettungstat mit Mitspieler Jayson Breitenbach zusammen.

Beide fassten sich sofort ans Bein. Während Breitenbach weitermachen konnte, wurde Flauder von Sanitätern mit einer Trage vom Platz in die Kabine gebracht. Der Unterschenkel seines linken Beines Stand unnatürlich ab. Mit- und Gegenspieler waren angesichts des Anblicks geschockt,

Wenig später parkten zwei Kranken- und zwei Notarztwagen vor dem Stadion. Bei der Pressekonferenz bestätigte OFC-Trainer Streto Ristic dann das Gerücht, das kurz zuvor bereits die Runde gemacht hatte: Schien- und Wadenbeinbruch. »Ich hatte ja gesagt, dass ich nicht jammern werde. Aber wir haben schon wieder einen Spieler verloren. Ich wünsche ihm gute Besserung«, sagte Ristic auch mit Blick auf die längst dramatische Formen annehmende Verletztenmisere. In Elsamed Ramaj (wurde später eingewechselt) und Christian Stark waren gerade erst zwei Akteure nach langen Pausen wieder in den Kader zurückgekehrt. Dafür fällt nun Flauder aus - und zwar so lange, dass die Saison für ihn beendet ist. Der für ihn eingewechselte David Richter (22, gab sein Punktspieldebüt im OFC-Trikot) rückt damit zur Nummer eins auf, das in der Regionalliga noch nie eingesetzte Eigengewächs Angelo Tramontana (20) zur Nummer zwei.

Flauder ist aktuell der siebte Ausfall beim OFC neben Malte Karbstein, Moody Chana, Elia Soriano, Maik Vetter, Rafael Garcia und Denis Huseinbasic. Zumindest bei Huseinbasic besteht die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr, bei allen anderen ist diese gering beziehungsweise sogar ausgeschlossen.

Schöne Geste: Auch Kassels Coach Tobias Damm wünschte Flauder gleich zu Beginn der Pressekonferenz im Namen der kompletten Mannschaft alles Gute.

Das Tor des Tages fiel in der 71. Minute durch Flotho, der nach verunglückten Abwehrversuchen von Okungbowa und Kapitän Flauder zum 0:1 abstaubte.

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