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Hohe Hürde meistern

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Kreis Büdingen (fsr). Der SV Ranstadt möchte in der Fußball-Kreisoberliga Büdingen seine Tabellenführung verteidigen, muss dazu beim VfR Wenings aber eine hohe Hürde überspringen. Auch Verfolger KSV Eschenrod steht beim SV Phönix Düdelsheim vor einer schweren Aufgabe. Womöglich kann der Rangdritte VfB Höchst - einen eigenen Auswärtssieg beim KSV Aulendiebach vorausgesetzt - von Punktverlusten des Spitzenduos profitieren.

In der hinteren Tabellenhälfte treffen in den Partien FSV Dauernheim gegen die FSG Altenstadt sowie SG Nieder-Mockstadt/Stammheim gegen Germania Ortenberg vier in diesem Jahr noch sieglose Teams in direkten Duellen aufeinander.

»Das Meisterschaftsspiel vom Sonntag zwischen den Vereinen SV Blau Weiß Schotten und SV Seemental wird auf Wunsch beider Vereine abgesagt, und an einem späteren Zeitpunkt nachgeholt«, teilt Klassenleiter Hartmut Bohl am gestrigen frühen Abend mit. Schotten habe bis dato schon vier corona-positive Spieler und noch mehrere mit Symptomen. Der neue Spieltermin werde nächste Woche bekanntgegeben.

KSV Aulendiebach - VfB Höchst (Sonntag, 15.15 Uhr). Im Abstiegskampf setzt der KSV Aulendiebach auch auf seine Heimstärke. Gegen den Tabellendritten VfB Höchst ist das Team von Coach Jürgen Niedenthal zwar Außenseiter, doch bereits im Hinspiel (3:1 für den VfB) waren die Aulendiebacher keineswegs chancenlos. »In Ober-Seemen hat uns einfach das nötige Glück gefehlt. Bis zur 65. Minute haben wir total mitgehalten und müssen mindestens den Ausgleich machen. Doch der Ball wollte trotz guten Torchancen nicht rein«, mag KSV-Spielausschusschef Leandro Theis die 1:5-Niederlage beim SV Seemental nicht als Debakel bezeichnen. »Unser kommender Gegner VfB Höchst ist derzeit zumindest, was die Tabelle sagt, sicherlich nicht unser Maßstab, aber dennoch bin ich sicher, dass wenn wir dagegen halten, wir auch zu Torchancen kommen werden«, so Theis. Die Höchster erledigten zuletzt ihre Heimaufgabe gegen die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim mit einem 3:0-Sieg souverän und schnuppern weiter an den ersten beiden Tabellenplätzen.

FSV Dauernheim - FSG Altenstadt (Sonntag, 15.15 Uhr). Zwei bislang sieglos gebliebene und zuletzt von personellen Ausfällen gebeutelte Teams treffen sich auf dem Dauernheimer Sportgelände zu einem »Sechs-Punkte-Spiel« im Abstiegskampf. »Es lässt sich nicht leugnen, dass der Start in die Rückrunde für uns alles andere als optimal lief. Zwei verlorene und zwei ausgefallene Spiele sowie eine Vielzahl an kranken und verletzten Spielern verschafften uns diese heikle Ausgangslage«, berichtet FSV-Trainer Michael Dietrich. Sein Team steht gegen Altenstadt unter Zugzwang. »Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren. Altenstadt hat zwar mit ähnlichen Problemen wie wir zu kämpfen, jedoch konnte ich an unserem spielfreien Wochenende einen Achtungserfolg unseres Gegners gegen Schotten beobachten«, erzählt Dietrich. Auch wenn sich die Personalsituation bei den Gastgebern nicht wesentlich entspannt, will der FSV dennoch alles dafür tun, um den ersten Dreier in der Rückrunde einzufahren. Dieses Ziel verfolgt auch die FSG Altenstadt. Spielertrainer Timo Schneider hat in dieser Woche seinen Abschied als Trainer zum Saisonende bekannt gegeben und wird künftig Sportlicher Leiter der FSG. Kann ihm sein Team zum Abschied den Klassenerhalt bescheren?

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf - SG Hettersroth/Burgbracht (Sonntag, 15.15 Uhr in Eichelsdorf). Angesichts der eigenen Ansprüche, in der Kreisoberliga in der Spitzengruppe mitzumischen, war die 0:1-Niederlage der FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf bei der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen eine Riesenenttäuschung. Da ich wegen eines Trainerlehrgangs zwei Woche gefehlt habe, hat die die Bereitschaft und die Konzentration im Trainingsalltag gefehlt. Die Quittung haben wir mit der Niederlage bei einem Gegner aus dem hinteren Tabellendrittel erhalten«, sagt FSG-Spielertrainer Ferdijan Idic vor dem Duell mit dem Rangvorletzten SG Hettersroth/Burgbracht. Dass einige Spieler ausgefallen sind, ficht Idic nicht an. Vielmehr fordert er nun eine konzentrierte Leistung gegen einen Gegner, der um jeden Punkt für den Klassenerhalt kämpfen wird. »Wir werden keine Freude am Spiel haben, wenn wir die Basics des Fußballs nicht annehmen und umsetzen«, glaubt Idic. Die Favoritenrolle mag er gar nicht leugnen, auch wenn er mit einer kniffligen Aufgabe rechnet. »Wenn wir nicht die richtige Einstellung zum Spiel entwickeln und nicht von der ersten bis zur letzten Minute hellwach sind, werden wir nicht nur gegen Hettersroth nicht gewinnen, sondern auch ansonsten nur noch wenige Punkte bis Saisonende holen.« So weit soll es freilich nicht kommen, für Idic ist nach wie vor ein Platz in den »Top-Five« absolut machbar.

SG Nieder-Mockstadt/Stammheim - Germania Ortenberg (Sonntag, 15.15 Uhr in Stammheim). Die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim befindet sich in einer prekären Situation. Zwar steht die Florstädter Spielgemeinschaft in der Tabelle vor dem Heimspiel gegen Schlusslicht Germania Ortenberg noch knapp über dem Strich, doch der folgende FSV Dauernheim hat auf dem ersten potenziellen Abstiegsplatz liegend, bei zwei Zählern Rückstand auch noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Im Match gegen Ortenberg soll nun der Trainerwechsel (Klaus Potschka und Daniel Balzer lösten wie berichtet Mario Rucco ab) erste Früchte tragen. »Keine Frage, dieses Spiel sollten wir gewinnen«, meint SG-Spielausschussvorsitzender Torsten Krohm. Von einem Selbstläufer geht er nicht aus, denn die Partien gegen die Germania waren in der Vergangenheit meistens knapp. Dass die Ortenberger bislang im Jahr noch 2022 noch gar keinen Punkt geholt haben, lässt die Chancen der Florstädter auf den angestrebten Heimsieg steigen. »Wenn man zu sehr Druck aufbaut, unbedingt gewinnen zu müssen, kann das auch nach hinten losgehen«, weiß Krohm. Zuletzt haperte es auch mit der Verwertung der Torchancen. In Topbesetzung spielte die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim zuletzt auch nicht. Unter anderem wird der verletzte Tobias Fich schmerzlich vermisst. Auch Stürmer Tizian Silberzahn musste zuletzt passen.

VfR Wenings - SV Ranstadt (Sonntag, 18 Uhr). In der Hinrunde hatte der VfR Wenings mit vielen Ausfällen und auch mit Corona-Erkrankten zu kämpfen. Jetzt sieht es personell bei den Grün-Weißen viel besser aus. »Endlich sind mal fast alle an Bord«, frohlockt VfR-Spielausschuss-Chef Markus Poppe. Der jüngste 2:0-Erfolg beim Meisterschaftsanwärter KSV Eschenrod kam nicht von ungefähr. Nun wollen die Weningser auch den Spitzenreiter SV Ranstadt in die Knie zwingen. »Im Hinspiel haben wir bei der 0:1-Niederlage alt ausgesehen, aber da haben bei uns auch viele gefehlt«, hofft Poppe neben dem Heimvorteil nun auch auf eine personell bessere Ausgangslage. Außer Leonard Neagu und Maximilian Heckert kann Spielertrainer Adrian Ionescu alle Spieler aufbieten. »Unser Sieg in Eschenrod war verdient. Nun wollen wir in der Tabelle noch ein paar Plätze nach oben gutmachen«, so Poppe. Der SV Ranstadt hat es sich derweil am Platz an der Sonne gemütlich gemacht. Dass der SVR trotz der Spielverlegung gegen den FSV Dauernheim weiterhin Erster ist, hat die Wolodczenko-Truppe natürlich auch dem VfR Wenings zu verdanken, der am vergangenen Sonntag dem KSV Eschenrod dessen geplante Rückkehr an die Spitze vermasselte.

SV Phönix Düdelsheim - KSV Eschenrod (Sonntag, 15.15 Uhr). Ein spektakuläres 3:3-Unentschieden lieferten sich in der Vorrunde der KSV Eschenrod und der SV Phönix Düdelsheim. Am Sonntag steht auf dem Sportgelände an der Düdelsheimer Schulstraße das Rückspiel an. Die Gastgeber wollen die drei Punkte daheimbehalten und treffen auf einen personell angeschlagenen Gegner. Mit Pierre-Maurice Jung, Dominik Schmidt, Jonas Weber und Vincent Tessin hat der KSV derzeit vier verletzte Stammspieler zu beklagen.

KSV-Trainer Frederick Ußner will aber keine Ausreden gelten lassen und wiederholt die eigenen Ambitionen: »Wir sind natürlich aufgrund der Niederlage gegen Wenings auf Wiedergutmachung aus. Für uns ein sehr wichtiges und richtungsweisendes Spiel.« Klar ist: Vor dem direkten Duell gegen Ranstadt möchten sich die Vogelsberger in eine gute Ausgangsposition bringen. »Unser Gegner ist schwer zu bespielen, drei Punkte sind dennoch das Ziel«, so Frederick Ußner.

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