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Heilbronn soll für Löwen kein Stolperstein sein

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Frankfurt (mka). Franz-David Fritzmeier hatte für seinen Sonntagsausflug die richtige Adresse gewählt. Statt sich in der Nachbarschaft mit dem brisanten Hessen-Duell zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies die andere bis dahin noch offene Viertelfinalserie der Deutschen Eishockey-Liga 2 vor Ort anzuschauen, nahm er die eineinhalb Autostunden nach Heilbronn auf sich, um in der dortigen Eishalle am Europaplatz die heimischen Falken gegen die Dresdner Eislöwen anzuschauen - und fand dort schließlich auch den Halbfinalgegner für seine Frankfurter Löwen vor:

Ab dem ersten Treffen an diesem Donnerstag (19.30 Uhr) daheim in der Eissporthalle am Ratsweg geht es für sie nun gegen die Heilbronner Falken in einer Best-of-Seven-Serie um den Einzug ins Finale der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys.

»Heilbronn ist eine kampfstarke Mannschaft mit einigen erfahrenen Veteranen und vielen jungen Spielern. Wir dürfen sie definitiv nicht unterschätzen«, weiß der Frankfurter Sportdirektor Fritzmeier nicht erst aus eigener Anschauung vom Sonntag und gleichzeitig auch um die Favoritenrolle der Seinen. Heilbronn findet sich erstmals seit 14 Jahren wieder in einem Zweitliga-Halbfinale wieder, als etwas überraschender Gast - während sich die Löwen in diesen Gefilden auskennen und nichts weniger als Meisterschaft und Aufstieg anpeilen.

Die Vorfreude auf den nächsten Schritt zu diesem Traumziel steigt. »Dafür spielt man das ganze Jahr«, sagt Fritzmeier über die spezielle Play-off-Stimmung. Worauf es dabei ankommt? »Wir müssen direkt bereit sein und ihnen von Anfang an zeigen, dass es nichts zu holen gibt«, nennt der Manager als Marschroute. »Heilbronn wird viel laufen und hart spielen. Da müssen wir ruhig bleiben, dagegenhalten und unsere Klasse ausspielen. Dann sind wir die bessere Mannschaft.«

So wie im Viertelfinale, als die Löwen gegen den EHC Freiburg auf schnellstem Weg weiterzogen: vier Spiele, vier Siege. »Das war schon sehr konzentriert«, resümiert Fritzmeier und fordert. »Jetzt kommt der nächste Schritt. Da müssen wir noch eine Schippe drauflegen.« Und erst mal wieder richtig hochschalten: Der rasche Erfolg verschaffte den Löwen acht spielfreie Tage. »In den Urlaubsmodus hat aber keiner geschaltet. Die Jungs sind alle heiß, dass es weitergeht«, sagt Fritzmeier. Gegen einen Gegner, der nach dem Ende der Punktspiele im Dauereinsatz geblieben ist: Erst das mit 2:1 Siegen gewonnene Duell mit dem EV Landshut um einen der letzten beiden Plätze im Viertelfinale, dort dann ein Serienerfolg mit 4:2 Siegen gegen Dresden - insgesamt neun Spiele in 19 Tagen. Während die Löwen nur die vier Termine gegen Freiburg in den Beinen haben.

Vier Siege braucht es jetzt wieder. Wie gegen Freiburg, wie gegen Heilbronn in der Hauptrunde. 5:3, 6:3, 5:3, 1:0 nach Verlängerung am 5. März, im vorletzten Punktspiel. Ob es wieder so schnell weitergeht?

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