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Heikle Lage im Tabellenkeller

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Lucas Schmidt vom SV Seemental angelt sich im Mittelfeld den Ball und sucht einen Anspielpartner; Radu Bumbar vom VfR Wenings kann nicht mehr eingreifen. © Achim Senzel

Kreis Büdingen (fsr). Durch die plötzliche Siegesserie der SG Hettersroth/Burgbracht ist in den Abstiegskampf der Fußball-Kreisoberliga Büdingen zusätzliche Bewegung gekommen. Die Sinner-Elf feierte am Donnerstagabend mit einem 7:2 gegen Mitkonkurrent KSV Aulendiebach den dritten Kantersieg in Folge und verließ erstmals die Abstiegsränge. Die Lage im Tabellenkeller bleibt heikel, weil aufgrund der Lage in der Gruppenliga Frankfurt Ost nach wie vor vier Absteiger drohen.

Dieser Umstand setzt Teams wie die FSG Altenstadt und den FSV Dauernheim enorm unter Druck. Beide Teams stehen am Maifeiertag vor den unterschiedlichsten Aufgaben. Während die FSG den souveränen Tabellenführer SV Ranstadt herausfordert, muss der FSV Dauernheim drei wichtige Punkte beim abgeschlagenen Tabellenletzten Germania Ortenberg einfahren.

FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf - SG Nieder-Mockstadt/Stammheim (Samstag, 17.30 Uhr). Für FSG-Spielertrainer Ferdijan Idic ist eines klar: Das anstehende Heimspiel gegen die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim wird kein Langeweiler. »Wir benötigen die Punkte genauso wie unser Gegner. Wir wollen an den top drei dranbleiben, die SG will ein Lebenszeichen im Abstiegskampf senden.« Nach dem 1:1-Unentschieden beim TV Kefenrod sprach Idic von zwei verlorenen Punkten. Im Heimspiel gegen die Florstädter Spielgemeinschaft zählt für ihn nur ein Dreier. »Wir wissen, dass unser Gegner nicht gut in die Rückrunde gestartet und in der Tabelle ganz schön abgerutscht ist, aber wir wissen auch, dass sie an guten Tagen sehr unangenehm sein können«, warnt Idic vor Leichtsinn. »Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein«, ergänzt er. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1-unentschieden.

VfB Höchst - VfR Wenings (Samstag, 19 Uhr). Kann der VfB Höchst noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen? Bei einem weniger ausgetragenen Spiel hat der Klub aus dem Altenstädter Gemeindeteil aktuell zwölf Punkte Rückstand auf den SV Ranstadt. Das Team von Spielertrainer Christopher Knoblauch braucht eine Erfolgsserie, um an der Tabellenspitze noch einmal für Spannung sorgen zu können. Mit einem Heimsieg gegen den VfR Wenings wollen die Höchster starten, doch die Aufgabe gegen den ehemaligen Gruppenligisten könnte knifflig werden, da der VfR beim 5:2-Derbysieg gegen den SV Seemental sein Selbstvertrauen gestärkt hat. »Wenings ist für mich Favorit, denn wir treten wegen Corona-Erkrankungen mit einem sehr ausgedünnten Kader an. Leider sind alle Bemühungen, das Spiel zu verlegen, ins Leere gelaufen«, berichtet Christopher Knoblauch.

Germania Ortenberg - FSV Dauernheim (Sonntag, 13 Uhr). Trotz aller personellen Probleme hat der Tabellenletzte Germania Ortenberg zuletzt knappe Ergebnisse erzielt, doch im Spiel nach vorne agieren die Gelb-Schwarzen oftmals zu harmlos, um Ertragreiches zu erzielen. Vier torlose Partien gab es zuletzt. Im Heimspiel gegen den FSV Dauernheim soll der Ball mal wieder im Netz des Gegners landen. Die am Sonntag bereits um 13 Uhr beginnende Partie ist eingebettet in einer Maifeier-Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Turnverein Ortenberg hat die Germania in den vergangenen Wochen des Außenbereichs vor den Sportheimen neu gestaltet. Am Sonntag soll die neue »Begegnungsstätte am Sportplatz« nach dem Kreisoberliga-Spiel eingeweiht werden. Ein Erfolgserlebnis auf dem grünen Rasen würde den Verantwortlichen der Gastgeber prima ins Konzept passen. Der FSV Dauernheim kann diesbezüglich nicht mit Gastgeschenken dienen, denn die Mannschaft von Coach Michael Dietrich braucht im Kampf um den Klassenerhalt die Punkte dringend selbst und ist aufgrund seines zarten Vorsprungs dazu verdammt, in Ortenberg auf Sieg zu spielen.

TV Kefenrod - SV Phönix Düdelsheim (Sonntag, 15.15 Uhr). Das zurückliegende Heimspiel gegen die FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf war auch Sicht des TVK eine Art Negativerlebnis. Weniger wegen des 1:1-Ergebnisses, mit dem Trainer Klaus Peuker zufrieden war. Vielmehr waren es die schweren Verletzungen von Steven Goldmann (Kreuzbandriss), Johannes Peuker (Bänderriss in der Schulter) und Yannick Becker (Muskelfaserriss), die für lange Gesichter sorgen. Für Goldmann und Peuker ist die Runde gelaufen. »Wir fahren auf der letzten Rille«, erklärt Trainer Klaus Peuker, der am Sonntag noch um den Einsatz von Routinier Jan Albus bangt. Auch mit knappem Aufgebot wollen die 08er dem Tabellensechsten aus Düdelsheim Paroli bieten. »Wir wollen ihnen das Leben schwer machen, dazu müssen wir Marvin Schneider und Robin Sommer weitestgehend aus dem Spiel nehmen«, erläutert Peuker, nach dessen Rechnung die eigene Mannschaft noch sechs, sieben Punkte für den sicheren Klassenerhalt benötigt.

FSG Altenstadt - SV Ranstadt (Sonntag, 15.15 Uhr). Die FSG Altenstadt freut sich auf das Gastspiel des Ligaprimus. Natürlich sind die Gäste angesichts der derzeitigen Form favorisiert, doch die Altenstädter haben auf heimischem Terrain schon manchem Spitzenteam das Leben schwer gemacht. Was hinzukommt: Die Elf von Trainer Timo Schneider benötigt im Abstiegskampf jeden Punkt. Beim SV Ranstadt läuft es derzeit wie am Schnürchen. Selbst ein unangenehmes Auswärtsspiel wie zuletzt in Düdelsheim beendete die Wolodczenko- Elf als Sieger (4:3). Der Tabellenführer marschiert scheinbar unaufhaltsam zum Meistertitel und wird aller Voraussicht nach in der Spielzeit 2022/23 erstmals in der Gruppenliga Frankfurt Ost vertreten sein.

SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen - SV Blau-Weiß Schotten (Sonntag, 15.15 Uhr). Die SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen ist in diesem Jahr noch immer ungeschlagen und will diese beeindruckende Serie auch gegen den SV Blau-Weiß Schotten ausbauen. Beeindruckend ist der Ist-Stand allein deshalb, weil die Dreierspielgemeinschaft als Tabellenletzter aus der Winterpause kam. «Nachdem wir gegen Aulendiebach gepunktet haben, wollen wir auch gegen Blau-Weiß Schotten etwas Zählbares zu Hause bei uns behalten. Es wird kein leichtes Unterfangen, Schotten ist ein Spitzenteam mit vielen jungen, schnellen Spielern«, meint SG-Trainer Simon Greco. Der Coach ist jedoch sicher, dass der am Sonntag zur Verfügung stehende Kader alles raushauen wird, um dem in der Tabelle besser postierten Gegner die Stirn zu bieten. »Unsere Jungs sind sehr motiviert«, betont Simon Greco.

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