Gruppenligisten hängen (noch) in der Luft

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NIDDA - Am 8. oder 15. August soll die neue Saison in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost beginnen. Das Format steht allerdings noch nicht fest. Der Grund: Der eine oder andere bezweifelt, ob alle der 20 gemeldeten Mannschaften eine Mammutrunde mit 38 Spieltagen durchziehen können. Speziell die drei Clubs aus dem Fußballkreis Büdingen verfügen nicht über einen Kunstrasenplatz.

Heimspiele im Winter sind beim FC Alemannia Gedern, SC Viktoria Nidda und den Sportfreunden Oberau nahezu ausgeschlossen.

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) stellte deshalb während einer Videokonferenz am Sonntagabend drei Spielmodelle vor (der KA berichtete). Die klassische Variante mit Vor- und Rückrunde (38 Spieltage), eine Einfachrunde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde und eine Ligenteilung in zwei Gruppen mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde in neuer Zusammensetzung.

"Bei den Varianten zwei und drei würden wir auf jeweils maximal 30 Spieltage kommen", erläutert Thomas Kaden, Referent Spielbetrieb beim HFV. In einer Einfachrunde kämen alle Mannschaften zunächst auf 19 Partien. "Dann würden wir eine Aufstiegsrunde mit acht Mannschaften und sieben Spieltagen sowie eine Abstiegsrunde mit zwölf Mannschaften und elf Spieltagen absolvieren. Das wären 26 bis 30 Spieltage pro Club", so Kaden.

Bei einer Ligenteilung kämen die Mannschaften in ihren Zehner-Gruppen zunächst auf 18 Spieltage (Hin- und Rückrunde). In der Aufstiegsrunde mit acht Mannschaften (vier aus jeder Zehner-Gruppe) stünden acht weitere Spieltage gegen die vier Mannschaften aus der anderen Gruppe an, die Ergebnisse gegen die qualifizierten Mannschaften aus der eigenen Gruppe würden mitgenommen. In der Abstiegsrunde mit zwölf Mannschaften stünden noch einmal zwölf Spieltage an.

Im Anschluss an die Vorstellungsrunde durften sich die Vereine äußern. "Es war eine fruchtbare Veranstaltung mit vielen Diskussionen. Man muss immer bedenken, dass in der Ost-Gruppe Offenbacher Vereine mit städtischem Charakter und Vereine mit ländlichem Charakter spielen. Da prallen unterschiedliche Auffassungen und Sichtweisen aufeinander", betont HFV-Vizepräsident Torsten Becker.

Gerade beim Thema Ligenteilung nach geografischen Gesichtspunkten gingen die Meinungen auseinander. "Die Offenbacher Clubs wären bei einer Ligenteilung quasi unter sich. Weil sie aber gerne auch gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften aus den Kreisen Büdingen und Gelnhausen spielen möchten, sind sie eher gegen dieses Modell. Wir wiederum könnten uns damit anfreunden", sagt Kai Grüning, Vorsitzender des FCA Gedern.

Becker brachte aber noch eine andere Möglichkeit ins Spiel: "Wir könnten die Liga auch im Losverfahren teilen. Das kam bei den Vereinen schon besser an."

Der Vizepräsident stellt klar: "Der Verband will eigentlich möglichst einheitlich spielen. Das ist unser Bestreben. Bis jetzt gibt es zwei Ausnahmen. Die große Hessenliga mit ihren 22 Teams mussten wir teilen. Die Gruppenliga Fulda wird ebenfalls geteilt. Jetzt geht es noch um die Gruppenliga Frankfurt Ost." Der Verbandsspielausschuss werde das Meinungsbild der Vereine analysieren und dann eine Entscheidung treffen. "Ich hoffe, dass das im Laufe der Woche passiert", so Becker.

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