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Gießen 46ers müssen nachlegen

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Von: Wolfgang Gärtner

Region (gae). Mit dem nicht zu erwartenden deutlichen 100:73-Heimsieg gegen stark von Corona gebeutelte Hamburg Towers hat Basketball-Bundesligist Gießen 46ers am vergangenen Samstag die nicht enden wollende Niederlagenserie von acht Pleiten in Folge zum Abschluss gebracht. Ein gelungener Rückrundenauftakt für den Tabellen-16., der aber noch lange nicht aus dem Schneider ist.

Die um den Klassenerhalt kämpfende Mannschaft muss unbedingt nachlegen - am Samstag um 20.30 Uhr (live auf MagentaSport) sollen die Braunschweiger Löwen in der Osthalle die neue Stärke der 46ers zu spüren bekommen.

Die Lage: Aufatmen bei den nach acht Niederlagen in Serie gezeichneten Gießen 46ers: Der Erfolg gegen dezimierte Hamburger tat der geschundenen Seele gut. Ein Sieg ist das beste Mittel, um auf andere, bessere Gedanken zu kommen. Die Mannschaft um Neu-Kapitän Kendale McCullum, der sich in einen Rausch spielte und knapp an einem Triple-Double vorbeischrammte, hat neuen Mut im Überlebenskampf in der Basketball-Bundesliga geschöpft - mit der Erkenntnis, dass sie noch gewinnen kann. Trainer Strobl sprach im Interview mit dieser Zeitung davon, dass die 46ers mindestens noch sieben Siege für den Ligaerhalt brauchen. Nach dem Coup gegen die Norddeutschen sind es dann noch sechs.

Und nach der Heimpartie am Samstagabend gegen die Löwen sollen es aus Gießener Sicht nur noch fünf sein. Das Hinspiel verloren die Lahnstädter einen Tag vor Heilig Abend knapp mit 69:71 und verspielten dabei einen Acht-Punkte-Vorsprung (35. Minute).

Der Hoffnungsträger: Mit der Verpflichtung von Martins Laksa scheinen die 46ers einen kompletten Spieler bekommen zu haben. Der 31-jährige lettische Nationalspieler ließ bei seinem Debüt gegen die Hamburger sein Können aufblitzen. Der routinierte 31-jährige Dreierspezialist wurde von Coach Strobl mit Vorschusslorbeeren bedacht. »Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der schnell lernt und fast alles von alleine macht«, sagte der Trainer gegenüber dieser Zeitung.

Man darf gespannt sein, wie es Pete Strobl gelingt, den Scharfschützen in die Systeme zu integrieren, damit der wurfstarke Spieler seine Fähigkeiten zur Geltung bringen kann.

Das Lazarett: Den Braunschweigern fehlt weiterhin Nationalspieler Robin Amaize. Für den gebürtigen Gießener ist die Saison gelaufen. Amaize, der wie sein Spezi Turudic Kapitän der Löwen ist, verletzte sich kurz vor dem Jahreswechsel beim Auswärtsspiel in Bonn schwer am Knie. Die Operation ist gut verlaufen. »Ich bin schon schmerzfrei«, sagte der 26-jährige Forward auf Anfrage dieser Zeitung. Noch drei Wochen lang muss er sich auf Krücken bewegen. Dann rechnet er wieder mit einem normalen Gehen.

Das sagt Pete Strobl (Trainer 46ers): »Braunschweig hat viele Nationalspieler und spielt gut als Team zusammen. Sie spielen sehr physisch in der Verteidigung, und alle fünf Spieler auf dem Platz setzen ihren Körper ein, um so Stopps zu generieren. Wir müssen einen weiteren Schritt nach vorne machen, indem wir den Ball bewegen und nicht zu viel dribbeln.«

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