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Gießen 46ers landen einen Befreiungsschlag

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Von: red Redaktion

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Groß ist die Erleichterung bei Kendale McCullum (vorne, l.), Bjarne Kraushaar und den 46ers nach dem 100:73-Sieg gegen Hamburg. © pv

Endlich! Die Gießen 46ers haben ihre Niederlagenserie beendet und gegen die von Corona gebeutelten Hamburg Towers einen furiosen 100:73 (45:35)-Sieg gefeiert.

Riesenjubel bei den 170 zugelassenen Fans der Gießen 46ers. Nach zuvor acht Niederlagen haben die Gießener in der Basketball-Bundesliga einen Befreiungsschlag gegen Hamburg gelandet und die Abstiegsplätze verlassen. Jeweils zu Beginn der ersten drei Viertel legten die Mittelhessen einen furiosen Lauf hin und überzeugten phasenweise mit tollem Team-Basketball.

Bei den Gießenern gab Martin Laksa sein Debüt, der insgesamt einen ordentlichen Eindruck hinterließ, auch wenn er nur zwei seiner acht Dreierversuche versenkte. Erst zwei Stunden vor Spielbeginn hatten die 46ers die Verpflichtung des lettischen Nationalspielers offiziell bekanntgegeben, den diese Zeitung bereits am Mittwoch als heißen Kandidaten für die letzte personelle Option gehandelt hatte. Der 31-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende und kommt vom ungarischen Erstligisten Alba Fehervar.

Laksa stand auch direkt in der Startformation und half dabei, dass die 46ers einen 12:0-Start nach gut drei Minuten hinlegten. Doch die Hamburger fanden allmählich in die Partie und drehten sie bis zum Viertelende - 26:25 für die Towers hieß es nach zehn Minuten; es blieb die einzige Führung der Norddeutschen an diesem Samstagabend.

Doch wieder legten die Gießener direkt einen 12:0-Lauf zum 37:26 (15.) hin. In der Verteidigung machten die Mittelhessen den Towers das Leben schwer, deren Trefferquote auf 35 Prozent sank. So entschieden die Hausherren den zweiten Durchgang mit 20:9 für sich und führten zum Wechsel mit 45:35. Dabei boten die 46ers einige spektakuläre Abschlüsse, die meist dann von den Fans bejubelt werden konnten, wenn die Strobl-Truppe den Ball schnell bewegte.

Direkt nach dem Wechsel legte die Mannschaft von Trainer Pete Strobl nach vier Ballgewinnen den nächsten 11:0-Lauf hin - Kendale McCullum sorgte für das nie für möglich gehaltene 56:35 (23.). Der neue Kapitän war mit 22 Punkten hinter Flo Koch (24) zweitbester Werfer der 46ers, er holte zudem zehn Rebounds und verbuchte acht Assists und sechs Steals.

Zwar kamen die Hamburger noch einmal auf 47:56 heran, doch bis zum Ende des dritten Viertels hatten die 46ers beim 74:58 die Partie für sich entschieden. Die Towers waren nicht mehr in der Lage, eine Reaktion zu zeigen. Bjarne Kraushaar erzielte die letzten Punkte zum 100:73-Kantersieg.

Die Hamburger mussten in der Osthalle auf ihre Stammspieler Seth Hinrichs, Ray McCallum und Lukas Meisner verzichten, die nach dem Euro-Cup-Spiel in Belgrad am Dienstag allesamt positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren und die Reise nach Gießen nicht mit angetreten hatten. Alle übrigen Tests der Hanseaten, auch am Spieltag, fielen negativ aus.

Gießen: McCullum (22), Omot (18), Kraushaar (3), Laksa (6), Begue, Binapfl (2), Miller, Koch (24), Fayne (10), Williams (7). - Hamburg, beste Werfer: Jaylon Brown (24), Homesley (19), Kotsar (8), Christen (7).

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