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Die nächste Bruchlandung erleben Phillip Fayne und seine 46ers beim 76:87 gegen die BG Göttingen um Harper Kamp (l.) und Stephen Brown (r.).

Gießen 46ers

Gießen 46ers kassieren achte Niederlage in Folge

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Die Lage für die Gießen 46ers wird immer brenzliger. Am Samstag kassiert das Team von Trainer Pete Strobl beim 76:87 (40:45) gegen Göttingen die nächste Niederlage, die vermeidbar gewesen wäre.

Am vorletzten Vorrunden-Spieltag der Basketball-Bundesliga haben die Gießen 46ers den nächsten Dämpfer im Kampf gegen den Abstieg kassiert. Bei der 76:87-Niederlage gegen die BG Göttingen zeigte sich der Tabellenvorletzte am Samstagabend vor 170 zugelassenen Zuschauern in der Osthalle zwar phasenweise verbessert im Vergleich zur Derbypleite gegen Frankfurt, für einen Sieg reichte es aber wieder nicht. Zwar kämpften die 46ers-Profi erneut aufopferungsvoll, doch es verfestigt sich der Eindruck, dass die Qualität des Kaders für den Klassenerhalt nicht ausreicht.

»Wir haben das gesamte Spiel über gekämpft, wir haben vieles richtig gemacht. Wir waren an dem Punkt, an dem wir das Spiel hätten drehen können. Es fehlt uns ein bisschen an Erfahrung und ein bisschen auch das gewisse Mannschaftsgefühl. Es tut weh, schon wieder zu verlieren, gerade weil wir eine Chance gehabt hätten«, sagte Trainer Strobl, dessen Stuhl nach der achten Niederlage in Folge wackelt.

Dabei hatten die 46ers, bei denen T. J. Williams (Knöchelblessur) als siebter Importspieler aussetzte, einen guten Start hingelegt. Sie bewegten den Ball besser als zuletzt und ließen sich auch von einem frühen 0:5-Rückstand und einigen Fehlwürfen nicht verunsichern. Der starke Kendale McCullum mit einem von vier Dreiern im ersten Viertel brachte die Gießener beim 10:8 nach vorn - es blieb die einzige Führung der 46ers im gesamten Spiel. Das erste Viertel gestaltete sich fortan genau wie die gesamte ersten Hälfte ausgeglichen, wobei die Gäste vor allem von ihrer Treffersicherheit aus der Distanz profitierten. Der überragende Kamar Baldwin (31 Punkte) sorgte zwischenzeitlich für einen Zehn-Punkte-Vorsprung der Niedersachsen (41:31), doch bis zur Pause verkürzten die 46ers auf 40:45.

Direkt nach dem Wechsel waren die 46ers drauf und dran, die Partie wieder zu drehen. Doch die Veilchen, bei denen Stephen Brown trotz eines positiven PCR-Tests vom Montag mitwirkte (nach BG-Angaben stellte sich das Ergebnis im Nachhinein als falsch heraus), blieben auch im zerfahrenen dritten Viertel stets vorn. Sie profitierten von vielen Unzulänglichkeiten der Gießener vor allem in Angriff, der in der zweiten Hälfte wieder viel zu oft aus Einzelaktionen bestand. Die Trefferquote aus dem Feld sank auf am Ende grauenhafte 36 Prozent (25 Prozent Dreier).

So ging es mit einem 60:66-Rückstand ins finale Viertel, in dem die Gastgeber nach einem McCullum-Dreier noch einmal auf 68:71 herankamen (35.), doch dann verdattelten die Mittelhessen die erneute Chance auf eine Wende. Einige 46ers-Fehler später besiegelte BG-Scharfschütze Jake Toolson per Dreier mit dem 79:68 (37.) für Göttingen die letztliche Niederlage der Gießener, für die am nächsten Sonntag die Begegnung bei Alba Berlin ansteht.

Gießen: McCullum (26 Punkte, 7 Rebounds, 7 Assists), Omot (7), Nawrocki, Kraushaar (5), Anderson (5), Begue (3), Tate (n. e.), Binapfl (n. e.), Miller (8), Koch (17), Fayne (6), Bryant.

Göttingen: Toolson (18), Roberson (6), Vargas, Hujic, Hartwich (3), Mönninghoff (6), Kamp (9), Brown (14), Baldwin (31).

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