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Geister-Runde mit Trainerwechsel

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Bad Nauheim (tfr). Auch wenn sich der Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim nicht mit Ruhm bekleckert, die Spielzeit 2020/21 wird den Wetterauer Kufencracks lange in Erinnerung bleiben. Trotz Corona spulen die 14 Klubs in leeren Hallen ein Mammutprogramm ab. Teilweise stehen sie alle zwei Tage auf dem Eis und peitschen so 50 Hauptrundenspieltage durch.

Dann ist wegen Quarantäne-Maßnahmen diverser Mannschaften plötzlich Schluss, die letzten beiden Spieltage und einige Nachholpartien werden gestrichen. Es fehlt schlichtweg die Zeit, weil die Playoffs pünktlich beginnen müssen.

Bad Nauheim ist in der heißen Saisonphase, in der sich die Bietigheim Steelers die Krone aufsetzen, nicht mehr mit von der Partie. Die Roten Teufel schließen die Runde nach Quotientenregelung als Tabellenzehnter ab.

Lange übernimmt

Für einen Paukenschlag sorgen die Wetterauer trotzdem, als sie sich im Februar von Cheftrainer Hannu Järvenpää trennen. »Wir haben in den letzten Tagen eine sachliche Analyse erstellt und uns jetzt zu diesem Schritt entschlossen. Wir haben aktuell Saisonhalbzeit und wollen nach wie vor die Playoffs erreichen«, begründet der Sportliche Leiter Matthias Baldys nach sieben Pleiten aus den letzten zehn Spielen die Entscheidung. Co-Trainer Harry Lange übernimmt das Team auf Platz neun und rutscht mit ihm nach fünf Partien ohne Sieg auf den letzten Rang ab. Den ersten Erfolg unter ihm gibt es erst im achten Match (6:3 gegen Heilbronn). So verwundert es nicht, dass Lange im Schnitt nur 1,0 Punkte pro Match holt, während Järvernpää immerhin auf 1,34 kommt. Bei Stürmer Cason Hohmann stimmen die Zahlen: Der Bad Nauheimer wechselt als drittbester Liga-Scorer (20 Tore und 59 Vorlagen) zu den Bayreuth Tigers.

Starker Auftritt bis zum Jahreswechsel

Ohne Hohmann, aber weiter mit Lange, spielen die Wetterauer in der gerade laufenden Spielzeit groß auf. Sie zaubern die beste Saisonhälfte seit dem Wiederaufstieg 2013 aufs Eis und mischen munter in der Spitzengruppe mit.

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