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Gederner Motivationsspritze

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Anton Krutenko im gelben Trikot des FC Alemannia Gedern hat drei Konkurrenten im Schlepptau, bleibt aber in Ballbesitz (die Szene entstammt der letzten Heimpartie gegen Oberndorf, die der FCA bekanntlich 0:3 verloren hat. © Achim Senzel

Gedern/Nidda (jore). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost hat der FC Alemannia Gedern am gestrigen Wochenspieltag den zweiten Sieg im Jahr 2022 eingefahren. Gegen die Hessenliga-Reserve des FC Hanau 93 errang die Jung-Elf einen am Ende verdienten 2:0 (0:0)-Heimsieg. Der FCA bleibt trotz dieses Erfolgserlebnisses Tabellenvorletzter mit acht Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Für Schlusslicht SC Viktoria Nidda gab erwartungsgemäß beim Tabellenführer Sportfreunde Seligenstadt nichts zu holen. Die Pilch-Elf hatte beim Verbandsliga-Anwärter mit 1:7 (0:4) das Nachsehen.

Sportfreunde Seligenstadt - SC Viktoria Nidda (4:0). Gegenüber dem letzten Heimauftritt gegen Kickers Obertshausen hatte Niddas Spielertrainer Christoph Pilch drei Veränderungen in der Anfangsformation vorgenommen. Für Andre Schmid stand Ovidiu Gheorghe Popa zwischen den Pfosten. Neuzugang David Kurdjan und Ditmar Jungmann waren für Tolga Yilmaz und Jan-Eric Flick in die Startelf gerückt. Die Partie beim Spitzenreiter begann für das Tabellenschlusslicht wenig verheißungsvoll. Nach Handspiel auf der Torlinie sah Arsen Dashyan schon früh die rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kayaroglu zum 1:0 (6.). Das Spiel nahm den erwarteten Verlauf und nur drei Minuten später erhöhte Strechie auf 2:0 für die Sportfreunde (9.). Glück hatten die Gäste, als Traut innerhalb von nur 120 Sekunden zwei Mal nur Aluminium traf (24., 26.). Nach gut einer halben Stunde bauten die Hausherren die Führung weiter aus, denn Amani erhöhte auf 3:0 (31.). Nur vier Minuten später gab es erneut Elfmeter für die Hausherren. Kayaroglu traf ein zweites Mal vom Punkt und markierte den 4:0-Halbzeitstand (35.).

In Unterzahl hielt die Viktoria mit Beginn des zweiten Spielabschnitts dagegen und erzielte durch Garik Rafaelyan sogar den 4:1-Anschlusstreffer (50.). Wer gedacht hatte, dass Seligenstadt in der Folge noch einmal ein Offensivfeuerwerk abbrennen würde, der wurde eines besseren belehrt. Die Viktoria ließ weitere Treffer des Meisterschaftstopfavoriten zunächst nicht zu. Erst in der 70. Minute baute Kayaroglu mit seinem dritten Treffer die Führung der Hausherren auf 5:1 aus. Vier Minuten später rückte Gästekeeper Popa in den Fokus, als er einen Strafstoß von Phlipp Traut bravourös abwehrte. In der Schlussphase schlugen die Platzherren dann aber doch noch zwei Mal zu. Philipp Traut (79.) und Jakob Traut (89.) sorgten für den 7:1-Endstand.

Am Ende ein standesgemäßer Heimsieg des Tabellenführers, bei dem sieben Spieler und auch Coach Lars Schmidt wegen Corona nicht zur Verfügung standen.

SC Viktoria Nidda: Popa - Pilch, Storz, Geyer, Kurdjan, Rauch, A. Dashyan, Jungmann, Hofmann, Matheis, Rafaelyan.

Tore: 1:0 (6./HE) Kayaroglu, 2:0 (9.) Strechie, 3:0 (31.) Amani, 4:0 (35./FE) Kayaroglu, 4:1 (50.) Rafaelyan, 5:1 (70.) Kayaroglu, 6:1 (78.) Traut, 7:1 (89.) J. Traut. Besonderes Vorkommnis: Viktoria-Keeper Popa pariert einen Strafstoß (74.). Rote Karte: Dashyan (Nidda/6.). Schiedsrichter: Yannick Stöhr. Zuschauer: 80.

FC Alemannia Gedern - FC Hanau 93 II 2:0 (0:0). Zweiter Sieg für den FCA im neuen Jahr, der aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt dann am Ende auch verdient war. FCA-Spielertrainer Jannik Jung musste auf einige Spieler verzichten, doch zeigte die dezimierte Gederner Elf im zweiten Durchgang Moral und schöpft nach diesem Dreier wieder ein wenig Mut im Abstiegskampf.

Nur 75 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein äußerst zerfahrenes Spiel mit mehr Ballbesitz für die Gäste aus Hanau. Auf beiden Seiten waren viele technische Fehler nicht zu übersehen. Es war ein kampfbetontes Spiel, in dem sich beide Teams keine einzig nennenswerte Torchance herausspielten.

In der zweiten Hälfte übernahm der FCA immer mehr das Kommando und erspielte sich jetzt auch Torchancen. Max Heck köpfte nach einer Ecke nur knapp vorbei (68.). Nach einer Flanke von Leon Grüning fand auch der Kopfball von Anton Krutenko nicht den Weg ins Hanauer Tor (73.). Nur eine Minute später eine schöne Einzelleistung von Justin Lohrey und nach dessen Zuspiel scheiterte Krutenko aus kurzer Distanz. »Das war eine Hundertprozentige«, teilte FCA-Coach Jannik Jung nach Spielende mit. Kurz darauf wurden die Bemühungen des FCA dann aber belohnt: Nach einer Flanke von Heck köpfte Lohrey zum 1:0 ein (78.). Der Gast lockerte nach dem Rückstand die Abwehr und so ergaben sich für die Hausherren Konterchancen. Eine solche nutzte kurz vor Spielende der eingewechselte Marvin Laubach, der nach Zuspiel von Lohrey zum 2:0 einlochte und so die Entscheidung herbeiführte (88.).

FCA Gedern: Schaller - Barschtipan, Volz, Heck, Grüning, Krutenko, Mehic (74./Laubach), J. Lohrey (89./Beller), Oechler (83./Weisenbach), Vonalt, Reichert.

Tore: 1:0 (78.) Lohrey, 2:0 (88.) Laubach. Schiedsrichter: Johannes Baumann. Zuschauer: 75.

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