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Finalisten werden gesucht

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Ranstadt/Düdelsheim (jore). Die Fußball-Saison 2021/2022 geht in ihre entscheidende Endphase. Im Büdinger Kreispokal werden am heutigen Mittwochabend die beiden Halbfinalpaarungen ausgetragen und damit die beiden Finalisten ermittelt, die sich dann am 26. Mai auf dem Sportgelände in Ober-Lais im abschließenden Endspiel gegenüberstehen werden. Eine Neuauflage des Vorjahresfinales ist möglich, denn die beiden Gruppenligisten Sportfreunde Oberau und FC Alemannia Gedern befinden sich noch im Wettbewerb.

Aufgrund der höheren Klassenzugehörigkeit müssen beide Vorjahresfinalisten in diesen beiden Semifinalpartien auswärts antreten und stehen hierbei vor keinen einfachen Aufgaben. Das gilt vor allem für den FCA Gedern, der beim SV Ranstadt, dem souveränen Tabellenführer und (Fast)-Meister der Kreisoberliga, vor einer hohen Auswärtshürde steht. Auch das Gastspiel der Sportfreunde Oberau beim SV Phönix Düdelsheim wird für die Grün-Weißen kein Zuckerschlecken.

SV Ranstadt - FC Alemannia Gedern (heute, 19.30 Uhr). Krönt der SV Ranstadt seine bisherige Fabelsaison jetzt auch noch mit dem Einzug in das Büdinger Kreispokalfinale? Zutrauen darf man dies der Wolodczenko-Elf allemal. Bei 14 Punkten Vorsprung und noch sieben ausstehenden Spielen, steht der Meisterschaftssekt wahrscheinlich schon im Kühlschrank. Und auch im Kreispokal blieben die Ranstädter bisher nichts schuldig. Es waren zum Teil schon richtige Kraftakte, die der SVR in der bisherigen Pokalsaison abgeliefert hat. Mit dem SC Viktoria Nidda hat der SVR bereits einen Gruppenligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Dieses Spiel und auch das Duell gegen Ligakonkurrent FSG Altenstadt wurden erst in der Verlängerung entschieden. »Natürlich wollen wir jetzt auch ins Finale«, hofft SVR-Vorsitzender Gerhard Herche auf eine Überraschung, die aus seiner Sicht aber nur dann gelingen wird, »wenn wir den FCA nicht ins Spiel kommen lassen und vor allem die schnellen Gederner Gegenangriffe über die Außen unterbinden«.

FCA-Spielertrainer Jannik Jung hat in der Vergangenheit immer wieder betont, welch hohen Stellenwert auch der Kreispokal bei den Schwarz-Gelben genießt. Jetzt, wo man sich im Abstiegskampf wieder eine gute Ausgangsposition erarbeitet hat, kommt der heutige Pokaltermin dann aber sicherlich nicht zur günstigsten Zeit. Es ist mit einem intensiven Spiel zu rechnen - und wenn es womöglich noch in die Verlängerung geht, dann könnten da »Körner« verloren gehen, die dann am nächsten Sonntag in Klein-Krotzenburg fehlen. Die famose Aufholjagd des FCA in den letzten Wochen hat man natürlich auch beim Gegner zur Kenntnis genommen. »Ich ziehe meinen Hut vor dem, was die Elf zuletzt geleistet hat«, teilte SVR-Vorsitzender Gerhard Herche mit und ergänzte im gleichen Atemzug: »Gegen den FCA haben wir schon immer gerne gespielt. Ich hoffe, dass es ein unterhaltsames Spiel vor einer guten Zuschauerkulisse wird«.

SV Phönix Düdelsheim - Sportfreunde Oberau (heute, 20 Uhr). Die Rollen vor diesem Pokalspiel mit Derbycharakter sind klar verteilt. Die Gäste aus Oberau nehmen die Favoritenrolle ein und wollen nach dem so gut wie feststehenden Abstieg aus der Gruppenliga die Saison mit einer erfolgreichen Titelverteidigung zumindest in diesem Wettbewerb erfolgreich abschließen. Phönix-Coach Andreas Sommer fühlt sich in der Außenseiterrolle nicht unwohl und stellt dann auch vor dem Spiel schon einmal klar: »Oberau hat im heutigen Spiel sicherlich mehr zu verlieren als wir«. Die personelle Situation stellt sich auch beim gastgebenden Kreisoberligisten schon seit Wochen nicht optimal da. »Da wollen wir aber gar nicht erst jammern, denn das geht anderen Klubs nicht anders«, so Sommer, der für heute Abend auf die Rückkehr des einen oder anderen Spielers hofft. Die Generalprobe ist mit dem 2:1-Auswärtssieg am Sonntag in Kefenrod schon einmal geglückt. Es war kein Dreier, der nicht im Hurrastil eingefahren, sondern letztlich aufgrund einer äußerst effektiven Spielweise in der zweiten Halbzeit realisiert wurde.

Vom bisher bescheidenen Abschneiden der Sportfreunde in der zu Ende gehenden Gruppenliga-Saison lässt sich Phönix-Coach Sommer nicht blenden. Auch wenn die Sportfreunde nach zuletzt drei Niederlagen in Folge nicht unbedingt mit breiter Brust anreisen, so verweist Sommer dennoch auf Folgendes: »Wir spielen gegen einen Gruppenligisten, bei dem individuelle Qualität durchaus vorhanden ist«. Abendspiel zu Hause unter Flutlicht, zudem ein momentan nicht so gut bespielbarer Platz. All das sind Begleiterscheinungen, die dann eher dem Underdog in die Karten spielen. Das weiß auch Sommer, der die eigene Elf keineswegs chancenlos sieht und hofft, »dass wir die Gunst der Stunde nutzen können«.

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