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FC Gießen nach zwei Partien: Plus und Minus

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Von: red Redaktion

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Dennis Owusu und sein FC Gießen können aus der spielerischen Überlegenheit in Balingen nur begrenzt Kapital schlagen. © pv

Nach dem zweiten Remis nach der Winterpause sagt Daniyel Cimen, Trainer des FC Gießen: »Ich ärgere mich, dass wir nur mit zwei Punkten da stehen, obwohl sechs möglich gewesen wären.«

Wer vorhandenes Plus und Minus beim FC Gießen abwägt, kommt am 21. Februar 2022 zum Schluss: Der heimische Fußball-Regionalligist ist sportlich gut aus der Winterpause gekommen.

Nach dem nächsten Samstags-Remis bei der TSG Balingen (1:1) rutscht der FC Gießen vorerst auf einen Nichtabstiegsplatz. So eng wie jetzt standen die Vereine im Tabellenkeller aber selten zusammen: Den Tabellen-19. und damit Schlusslicht Schott Mainz und den Tabellen-14., den VfB Stuttgart II, trennen nur zwei Punkte.

Bei der TSG Balingen verpasste es der FC Gießen trotz erneut ansprechender Leistung, drei Punkte mitzunehmen. Nach dem 1:1 (1:0) in der Zollernalb konstatierte FC-Trainer Daniyel Cimen: »Momentan ärgere ich mich, dass wir nur mit zwei Punkten aus zwei Spielen da stehen, obwohl es auch sechs hätten sein können, wenn nicht sogar müssen.«

Sowohl beim Heim-Auftakt gegen den Bahlinger SC (0:0) als auch nun bei der TSG Balingen vergaben die in blauen Jerseys spielenden Gießener zu viele Möglichkeiten, um früh für klare Verhältnisse zu sorgen und die Vorteile in Tore umzumünzen.

Sommer-Neuzugang Ko Sawada hatte den FC nach acht Spielminuten in Führung gebracht - der FC war vor rund 500 Zuschauern in der Bizerba-Arena hellwach und produzierte viel Torgefahr. »Das einzige Manko war, dass wir nicht höher geführt haben. Wir hätten 3:0 zur Halbzeit führen müssen«, monierte Cimen, der gute Gelegenheiten aus kurzer Distanz von Takero Itoi und Donny Bogicevic sah.

Und weil die Chancen auf der einen Seite nicht genutzt wurden, musste auf der Gegenseite Keeper Frederic Löhe einspringen. Der routinierte Gießener Schlussmann parierte direkt vor der Halbzeit (45.) einen Strafstoß von Balingens Kaan Akkaya.

Der FC, im 4-2-3-1-System agierend, musste nach der Halbzeit die beste Phase der TSG Balingen überstehen und spielte seine Kontersituationen selbst ungenau aus. Das änderte sich, als Takero Itoi freistehend vor Balingens stark aufgelegtem Schlussmann Julian Hauser auftauchte, den Ball aber auch nicht zum 2:0 im Netz unterbringen konnte.

Der Chancenwucher rächte sich schließlich in der 76. Minute nach einer Balinger Ecke: Eine Bogenlampe von Marco Gaiser landete im langen Eck des zweiten Pfostens zum schmeichelhaften Ausgleich für die Hausherren. Cimen wusste: »Zum Schluss haben wir sogar noch Glück, dass Tobias Reithmeir auf der Linie rettet.«

Trotz der Dramatik in der Endphase der Partie war sich Gießens Cheftrainer sicher: »Heute wären drei Punkte drin gewesen. Nun müssen wir mit dem einen Zähler leben.«

Plus und Minus beim FC - sportlich stimmen die Leistungen, gleichzeitig wurden Möglichkeiten, sich aus dem engen Tabellenkeller zu befreien, bislang nicht genutzt. Nachgeholt werden soll das am kommenden Samstag (14 Uhr, Waldstadion) beim Heimspiel gegen den VfR Aalen. Dort ist es an der Zeit, den Schalter auch punktetechnisch umzulegen.

TSG Balingen: Hauser - Eisele, Curda, Vochatzer, Akkaya, Meiser (85. Dierberger), Foelsch (52. Gaiser), Ramser, Ferdinand, Vogler, Fritschi.

FC Gießen: Löhe - Fisher, Fink, Reithmeir, Lo Scrudato (83. Burgio) - Trkulja, Sawada (82. Daghfous) - Owusu (66. Takehara), Bogicevic (75. Tiliudis), Itoi - Öztürk (66. Makanda).

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (8.) Sawada, 1:1 (76.) Gaiser. - Zuschauer: 500. - Schiedsrichter: Satriano (Zell im Wiesental).

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