FC Alemannia Gedern setzt auf Talente

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GEDERN - Der FC Alemannia Gedern setzt auch in seinem zweiten Gruppenliga-Jahr auf die Jugend. Zumindest lassen die Transfers für die kommende Fußball-Saison darauf schließen. Spielertrainer Jannik Jung darf sich auf den 19-jährigen Gianluca Kraus vom Verbandsligisten FC Gießen II und den 19-jährigen Nick Volz von den A-Junioren des KSV Klein-Karben freuen.

Zudem rücken insgesamt vier Nachwuchsspieler der JSG Obere Nidder in den Seniorenbereich auf. Fast schon aus der Reihe "tanzt" da Julian Schmidt (SG Steinberg/Glashütten) mit seinen 23 Jahren. "Diese Transfers bestätigen die Philosophie des Vereins. Wir setzen auf junge Kräfte, das Durchschnittsalter unseres Teams liegt bei Anfang 20", sagt Jung.

Gianluca Kraus sei ein waschechter Gederner und ein absoluter Wunschspieler, freut Jung sich über die Verpflichtung des zentralen Mittelfeldakteurs, der in der Jugend unter anderem für die TSG Wieseck und den FC Gießen spielte. "Der Kontakt besteht schon länger. Und ich bin froh, dass es jetzt mit dem Transfer geklappt hat."

Nick Volz wohnt in Lißberg und kommt von den A-Junioren des KSV Klein-Karben. "Er ist flexibel einsetzbar. Beim KSV spielte Nick auf der Sechserposition", berichtet der Spielertrainer. Schmidt ist nach einem überstandenen Kreuzbandriss wieder fit und sucht nun eine neue Herausforderung in Gedern.

Aus der Jugend kommen Lennard Pröscher, Luca Boos, Tobias Meier und Marvin Diehl dazu. "Luca, Tobias und Marvin sammelten bereits in der vergangenen Saison erste Erfahrungen in unserer zweiten Mannschaft. Jetzt gehören sie fest zu den Senioren", sagt Jung. Wer den Sprung ins Gruppenliga-Team schafft, kann der 28-Jährige noch nicht sagen. Er stellt aber klar: "Alle Nachwuchskräfte werden ihre Chance bekommen. Genauso Julian Schmidt vom Büdinger A-Ligisten SG Steinberg/Glashütten."

Den FC Alemannia verlassen wird bislang nur ein Spieler: Alexander Maul, zuletzt im B-Team aktiv, wechselt zur SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen. Zudem könnte Paul Harmann die Gederner im Laufe der neuen Runde verlassen, da er einen längeren Auslandsaufenthalt anstrebt. Der Zeitpunkt seiner Abreise sei noch unbekannt.

Unter dem Strich ist Jung mit seinem Kader für die kommende Saison "absolut zufrieden". Der Klassenerhalt sei ein realistisches Ziel. In der ersten - jüngst annullierten - Gruppenliga-Saison absolvierte Gedern elf Partien. Der Aufsteiger ging viermal als Sieger vom Platz und kassierte sieben Niederlagen. "Und es lief alles wie erwartet. Die wichtigste Lehre aus der letzten Runde: Wir konnten mithalten und Spiele gewinnen. Aber wir mussten in jeder Partie an unser Leistungsmaximum gehen", sagt Jung.

Die große Aufgabe für die Zukunft sei, Konstanz und eine gewisse Sicherheit, auch nach Rückschlägen, ins eigene Spiel zu bringen. Ganz wichtig für das Gederner Spiel: "Wir müssen nach dieser langen Pause schon zu Beginn der Vorbereitung eine gewisse physische Verfassung mitbringen." Schließlich wolle das junge Team im Kampf um den Klassenerhalt Vollgas geben.

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