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Favorit in Torlaune

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Adrian Zepter (rechts) von der SG Ober-Mockstadt versucht, den Ball vor Falk van Haaren (Oberau II) abzuschirmen. © Achim Senzel

Kreis Büdingen (pem). Nach einem Monat Rückrunde stellen sich in der Fußball-Kreisliga A Büdingen die ersten Weichen. Das Corona-Geschehen beeinflusste den Spielbetrieb stark. Das Aufstiegsrennen wird so langsam endgültig zum Zweikampf zwischen dem SV Rainrod und der SG Wallernhausen/Fauerbach, die anderen Mannschaften konnten - auch krankheitsbedingt - nicht mithalten.

Der SV Rainrod spielt zu Hause gegen den VfR Hainchen . Auch die Rainröder verzeichneten zwar einige Krankheitsfälle, und Stürmer Raphael Reiß verletzte sich im ersten Rückrundenspiel und fällt länger aus. Trotzdem trumpften die Rainröder mit drei Siegen und einem Unentschieden in der Rückrunde auf und spielten dabei teilweise schon in exzellenter Form. Die Hainchener bleiben dagegen akut vom Abstieg bedroht. Zwar gab es direkt zum Rückrundenstart eine gute Leistung gegen Geiß-Nidda (3:0), doch davon ist nicht mehr viel übrig. Ein Rückrundenspiel musste der VfR wegen Corona verschieben. Auch danach erreichten die Spieler nicht die völlige Fitness. Gegen Büdingen gab es zuletzt ein 1:1 - eigentlich zu wenig im Kampf um den Klassenerhalt. Allerdings sind die Hainchener immer für eine Überraschung gut und holten am Donnerstag mit einer starken Leistung ein 3:3 in Gedern; Vorsitzender Hubert Hacker freute sich über die gute Kampfmoral seines Teams.

Die SG Wallernhausen/Fauerbach tritt gegen den SV Blau-Weiß Schotten II an. Die Elf von Trainer Christian Haardt zeigte wenig Schwächen. Am Donnerstagabend eroberte die SG nach einem 10:0 in Nieder-Mockstadt die Tabellenführung zurück. Vor dem klaren Sieg war sie noch nicht ganz in Topform. Das 2:1 gegen Rommelhausen fiel eher schwer, beim 2:0 gegen Ulfa/Langd ließ wiederum die Chancenvwertung der SG zu wünschen übrig. Es ist damit zu rechnen, dass es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit Rainrod wird und am Ende wenige Fehler entscheiden. Keine Frage, dass die SG auch klarer Favorit ist. Die Schottener überraschten aber vor zwei Wochen mit einem 2:1-Sieg gegen die sehr stark in die Rückrunde gestarteten Sportfreunde Oberau II. Dennoch schwinden auch die Chancen der Blau-Weißen auf den Klassenerhalt deutlich. Bereits jetzt scheint allenfalls Platz zehn für die Kellerteams erreichbar. Bereits auf den neunten Platz haben die Schottener schon zwölf Punkte Abstand.

Die SG Büdingen empfängt den VfR Rudingshain . Die Büdinger sind mit Spielern wie Almir Karalic und Yusuf Kaan Ceribas besser besetzt als in der Vorrunde. Und obwohl sie schon einen Sieg gegen Ober-Mockstadt holten und eine bessere Spielanlage zeigten, so wollte der Durchbruch im März nicht gelingen. Auch für die SG wird es immer schwieriger, bei bereits sieben Punkten Abstand zum rettenden Ufer. Der VfR musste kürzlich unter dem neuen Trainer Michael Krause seit Langem wieder mal einen Rückschlag hinnehmen - in Ober-Mockstadt gab es nur ein 3:4. Zu Hause holte er kürzlich ein 2:2 gegen Usenborn, von dem eigentlich beide Teams profitierten. Der VfR holte bis dato 23 Punkte. Das ist bei Weitem noch nicht genug für den Klassenerhalt, aber der Anschluss ans Mittelfeld ist bereits geschafft.

Die SG Usenborn/Bergheim steht den Sportfreunden Oberau II gegenüber. Bei den Usenbornern erwies sich der Wechsel zu Trainer Mario Anthis in der Winterpause bisher als erfolgreich. Die Mannschaft verlor unter ihm noch nicht und holte acht Punkte. Obwohl die Usenborner nicht den aufregendsten Fußball spielen und vor allem auf die Stärke ihrer Defensive setzen, gelang es zuletzt, ins Mittelfeld vorzustoßen. Die Sportfreunde sind favorisiert. Abgesehen von der 2:3-Niederlage in Schotten boten sie - allerdings auch gegen schwache Gegner - glänzende Leistungen und stehen jetzt sogar auf dem vierten Platz. Dies ist auch der prima Form von Enis Gjoshi zu verdanken, der 20 Tore schoss und sich mittlerweile sogar an Rommelhausens Abonnement-Torjäger Andrei Butiu vorbeischob.

Der FCA Gedern II steht der SG Nieder-Mockstadt/Stammheim II gegenüber. Der FCA ist nach den Ereignissen der letzten Wochen wohl raus aus dem Aufstiegsrennen. Zwölf Punkte Abstand bestehen allein auf den Tabellenzweiten Rainrod. Bitter war aus Sicht des FCA die kampflose Niederlage gegen Rommelhausen. Wegen zahlreicher Krankheitsfälle konnte der FCA nicht antreten, hätte das Spiel lieber verschoben, doch das Spiel wurde kampflos 3:0 für den FCR gewertet. Allerdings konnte die FCA-Reserve dieses Jahr überhaupt noch nicht gewinnen. Dass sie gegen die Nieder-Mockstädter einen Punkt abgeben, wäre ein kleines Wunder. Mit jedem Spiel sinken deren Chancen deutlich - schon fehlen zehn Punkte zum rettenden Ufer. Das Schlusslicht wusste auch in keinem der Spiele annähernd zu überzeugen.

Der FC Rommelhausen bekommt es mit der SG Rohrbach/Büches zu tun. Unter dem neuen Trainer Frank Lohschmidt legte der FCR einen von den Resultaten passablen Start hin - es gab zwei Siege (einer kampflos) und eine Niederlage. Die Chancen sind gut, dass er sich zumindest im Mittelfeld der Tabelle halten kann. Die Rohrbacher planten eigentlich, noch mal in Richtung der Tabellenspitze anzugreifen. Obwohl der Start zufriedenstellend ist, sind die Chancen doch nach dem letzten Wochenende deutlich gesunken. Ebenfalls von vielen Krankheitsfällen geplagt, mussten sie im Spitzenspiel gegen den SV Rainrod kampflos die Segel streichen. Nun fehlen bereits zehn Punkte auf Tabellenführer SG Wallernhausen/Fauerbach.

Schließlich treffen im Derby noch die SG Ulfa/Langd und die SG Geiß-Nidda/Steinberg/Glashütten aufeinander. Auch die Platzherren befanden sich zuletzt eher in Abstiegsform. 13 Niederlagen in Folge sammelten sie nacheinander. Die Mannschaft hält kaum noch mit. Die Gäste aus Geiß-Nidda legten ebenfalls einen Fehlstart hin und holten nur einen Punkt aus drei Spielen. Immerhin gelang am vergangenen Wochenende ein 4:0-Arbeitssieg gegen Nieder-Mockstadt/Stammheim II - so konnte die Mannschaft sich vorerst im oberen Mittelfeld behaupten.

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