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Extrem straffer Saisonendspurt

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Offenbach (cd). Die Ausgangslage hat sich aus Sicht des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbacher Kickers nicht wirklich verbessert, auf den dritten Antrag auf Spielverlegung in Folge wird man aber verzichten und am Sonntag (14 Uhr) beim VfR Aalen antreten. Zumal die Aussicht auf eine positive Entscheidung der Regionalliga Südwest GbR ohnehin gering wäre.

»Die fünf Tage Vorbereitungszeit werden uns wohl auch beim dritten Mal nicht gewährt werden«, vermutet Thomas Sobotzik, der Geschäftsführer des OFC, und verweist auf die eigentlich für vergangenes Wochenende geplante Partie in Bahlingen. Dort hätten die Kickers trotz eines Antrags auf Spielverlegung »sogar komplett ohne Training in der Woche zuvor« antreten müssen, wenn das Wetter nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Sobotzik ist immer noch sauer auf die Staffelleitung, die eine völlig andere Rechtsauffassung vertritt als die Kickers. Diese hatten ihre Anträge mit einem Zusammenkunftsverbot begründet, das das Gesundheitsamt nach einer Corona-Welle im OFC-Kader verhängt hatte. Weil die Liga offenbar vermutete, dass die um den Aufstieg kämpfenden Offenbacher so umgehen wollten, trotz genug zur Verfügung stehender Spieler antreten zu müssen, hatte sie den Antrag auf Verlegung des Bahlingen-Spiels mit der Begründung abgelehnt, dass die Anordnung nur für das Stadtgebiet gelte. Nach deren Verlängerung war sie aber gezwungen, das für Mittwoch geplante Heimspiel gegen die TSG Balingen (auf den 19. April) zu verlegen.

Am Samstag dürfen die Kickers das erste Mal wieder gemeinsam trainieren. Am Tag darauf wollen sie mit einem Sieg beim Tabellenzwölften Aalen (unterlag zur Wochenmitte beim Zweiten SV Elversberg 1:3) die Chance auf den Aufstieg wahren. Es ist der Auftakt eines für den OFC extrem straffen Saisonendspurts mit zwischenzeitlich vier Spielen in zehn Tagen. »Wir tun alles, um die große Herausforderung als Gruppe zu meistern«, sagt Sobotzik.

Immerhin: Beim OFC haben sich einige Spieler freigetestet. Neue Corona-Fälle gibt es seit Sonntag keine, zumindest nicht im Team. Sobotzik hat es allerdings »ziemlich erwischt«. Am Mittwoch ging es ihm »richtig schlecht«, aber der Test war negativ. Es handele sich um eine virale Erkrankung, aber nicht um Corona, stellte er klar.

An der Ankündigung, den Disput mit der Liga zu beleuchten, hält er fest: »Das läuft nicht weg, wir sammeln in Ruhe alle Fakten und werden zu gegebener Zeit entscheiden, wann und durch wen die Aufarbeitung stattfinden wird.«

Der FC Gießen will trotz schwieriger personeller Situation auch dem formstarken Favoriten aus Elversberg (Anstoß 14 Uhr trotzen und im Waldstadion wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln. »Sie sind für mich nach wie vor die spielstärkste Mannschaft der Liga. Ihnen steht fast der gesamte Kader zur Verfügung. Das kann in Englischen Wochen ein Vorteil sein«, sagt Gießen-Trainier Danyel Cimen. Das 0:0 unter der Woche beim FC Homburg hat an die Auftritte vor der Corona-Zwangspause angeknüpft. Nur eines der sechs Spiele nach der Winterpause haben die Gießener verloren - die Last-Minute-Niederlage beim TSV Steinbach Haiger - die Konstanz also macht durchaus Mut für den heutigen Waldstadion-Auftritt, in dem Kompaktheit und Zweikampfhärte gefordert sein werden.

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